Äthiopien: Harko und ihr Bruder können nicht in die Schule gehen, sie müssen wegen El Nino stundenlang Wasser suchen. Hier sind sie am Heimweg.

Klimawandel und El Niño

Durch den Klimawandel wird die weltweite Versorgung mit sauberem Trinkwasser für Millionen Menschen immer schwieriger. Im Jahr 2015 hatten 663 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 

Rund 1,8 Milliarden Menschen trinken von Bakterien und Fäkalien verschmutztes Wasser. Vor allem nach Dürren ist dies ein Problem, da die Menschen in diesen Fällen auf schmutziges Oberflächenwasser zurückgreifen müssen.  Durch Überflutungen wiederum werden Wasser- und Abwasserbehandlungsanlagen zerstört und Fäkalien verbreitet. Dies führt zum Ausbruch von Krankheiten wie Malaria, dem Denguefieber und neuerdings das Zika-Virus. Gerade Kinder leiden unter diese Bedingungen am meisten.
In von Dürre stark betroffenen Gegenden leben rund 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Eine halbe Milliarde Menschen lebt in Überschwemmungsgebieten. In beiden Fällen leben die meisten Opfer in Subsahara-Afrika und Asien. Das wiederkehrende Wetterphänomen El Niño ist dabei ein regelmäßig auftretender Beweis der Auswirkungen des Klimawandels.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, den Kindern in diesen Regionen eine Zukunft zu ermöglichen.


So hilft UNICEF

Nebila ist zwei Jahre alt, aus Äthiopien und wegen El Nino mangelernährt. Hier bekommt sie Erdnusspaste zur Stärkung
© UNICEF/UN022076/Ayene
Die kleine Nebila wird mit Erdnusspaste gegen Unterernährung behandelt.
  • Wir behandeln Kinder gegen Unter- und Mangelernährung.
  • Wir statten Zentren und Spitäler mit Medikamenten und therapeutischer Nahrung wie Erdnusspaste aus.
  • Wir versorgen die Menschen mit Trinkwasser und Wasserreinigungstabletten.
  • Wir stellen medizinische Versorgung bereit und impfen die Kinder gegen Krankheiten.
  • Wir organisieren Ausspeisungen in Schulen für die Kinder.

Mit unseren Partnern arbeiten wir unermüdlich daran, jedes einzelne Kind mit unseren lebensrettenden Programmen zu erreichen!

Genet & Misra verwenden die neu gebaute Wasserstelle in ihrem Dorf in Äthiopien
© UNICEF/UN09369/Sewunet
Genet & Misra verwenden die neu gebaute Wasserstelle in ihrem Dorf in Äthiopien

„Wasser ist alles“

Noch vor Kurzem war die Suche nach Wasser die schwierigste Aufgabe für Genet und ihre Familie. Drei Stunden dauerte der Weg zum nächsten Fluss und zurück. Oft mussten sie ihn zweimal täglich zurücklegen. Diese Sorge gehört nun der Vergangenheit an, denn im Rahmen eines UNICEF Projektes wurde eine eigene Wasserstelle im Dorf errichtet.

Genet ist glücklich, in weniger als 10 Minuten erreicht sie sauberes Trinkwasser. „Wasser ist alles“, freut sich Genet.

6.500 Menschen in Genet’s Gemeinde sind nun langfristig mit sauberem Trinkwasser versorgt. Dies spart viel Zeit und schwere Arbeit, die meist von Frauen und Kindern ausgeführt wird. Und nicht nur das: Durch die gewonnene Zeit können mehr Mädchen und Buben im Dorf wieder in die Schule gehen.

Das Wetterphänomen „El Niño“ - eine Folge des Klimawandels

Ein Bub in Äthiopien hockt auf unwirtlichem Boden, El Nino zerstört Ernten und bedroht viele Leben.
© UNICEF/UN010313/Ayene
Die anhaltende Dürre treibt viele Menschen in bittere Armut.

Hungernde Kinder. Zerstörte Ernten. Verdurstete Rinder in ausgetrockneten Flussbetten. Die Lage im östlichen und südlichen Afrika ist katastrophal!

El Niño ist ein globales Wetterphänomen, das Millionen von Menschen beeinflusst. Es handelt sich dabei um die Erwärmung der Oberfläche des Meerwassers im östlichen tropischen Pazifik.

Obwohl El Niño nur einige Monate dauert, bleiben die Folgen für Kinder jahrelang bestehen. Bereits heute sind die Auswirkungen für Kinder in Bezug auf Mangel- und Unterernährung, Schulabstinenz, erhöhtes Missbrauchsrisiko, seelische Belastung und Flucht deutlich zu spüren.

El Niño und der voranschreitende Klimawandel sind zwei gefährliche Aspekte für den Schutz und die Gesundheit von Kindern, vor allem weil die Auswirkungen am stärksten die ärmsten Länder der Welt betreffen. Und wie auch bei anderen Naturkatastrophen leiden die Kinder am meisten.

El Niño erklärt

Roger (7) zeigt in seinem Dorf in Tanna das schlechter Ernteergebnis wegen El Niño.
© UNICEF/UN04327/Estey
Der siebenjährige Roger lebt in Tanna (Vanuatu). Durch El Niño kam es zu extremen Dürren und Hitzeperioden, wodurch in seinem Dorf kaum Ernte erhalten blieb.
Äthiopien: Eine Frau durchwandert die Wüste auf der Suche nach Wasser.
© UNICEF/UN010101/Ayene
Viele Familien in Äthiopien müssen auf der Suche nach Wasser weite Strecken zurücklegen. Durch El Niño sind momentan knapp sechs Millionen Kinder auf Ernährungs- & Wasserprogramme angewiesen.

Es handelt sich dabei um die Erwärmung der Oberfläche des Meerwassers im östlichen tropischen Pazifik. In den letzten Jahrzehnten kam das Phänomen alle zwei bis sieben Jahre vor und dauert normalerweise zwischen sechs bis 18 Monate. Im März 2015 gab die National Oceanographic and Atmospheric Administration (NOAA) offiziell ein El Niño Wetterereignis für 2015 bekannt, mit der Folge von unterdrückten Regenfällen in den nördlichen Gebieten Ostafrikas und dem Süden des Kontinents. Dadurch kam es zu ausgefallener Ernte und viele Bauern und Bäuerinnen verloren ihre Existenzsicherung. NOAA zufolge habe der El Niño vom Jahr 2015 die verheerendsten Auswirkungen auf die Menschen seit dem Beginn der Aufzeichnungen 1950 gehabt. 

Auswirkungen

Durch das Wetterphänomen El Niño kam es in weiten Teilen Afrikas zu Dürre und umweltbedingten Gefahren. Millionen von Kinder leiden unter Lebensmittelunsicherheit, Wasserknappheit, Krankheiten, Unsicherheit und Bildungsmangel. Innerhalb der letzten zwei Jahre kam es zu den heftigsten El Niño-Wetterereignissen seit 50 Jahren. Durch die Dürre oder Überschwemmungen kam es zur Zerstörung der Ernte in vielen Ländern Afrikas. Zusätzlich sind die Folgen von El Niño beinahe auf jedem Kontinent der Erde zu spüren.

In Äthiopien ist die Lage besonders ernst: nachdem die Regenzeit zweimal fast komplett ausgesetzt hat, sind beinahe sechs Millionen Kinder auf Hilfsgüter angewiesen. Viele Kinder leiden bereits unter akuter Mangel- und Unterernährung. 1,1 Millionen Menschen in Somalia wurden Binnenvertriebene durch El Niño. Mehr als zwei Drittel davon sind von Nahrungsmittelhilfe abhängig.  In Kenia kam es durch die starken Regenfälle und damit verbundenen sanitären Probleme zu vielen Cholera-Ausbrüchen.

Wie auch bei anderen Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen, sind Kinder immer am stärksten betroffen. Am meisten werden jedoch Kinder aus den östlichen und südlichen Regionen Afrikas in Mitleidenschaft gezogen. Viele Kinder sind täglich mit Dürre, Wasserknappheit und Konflikten konfrontiert. Laut Schätzungen der UN benötigen beinahe eine Million Kinder weltweit eine Behandlung gegen Mangel- und Unterernährung. 

Harko aus Äthiopien auf der Suche nach Wasser. El Nino brachte die Dürre.
© UNICEF/UN010132/Ayene
Äthiopien: Harko (12) kann wie viele Kinder nicht mehr zur Schule gehen, weil sie nach lebenswichtigen Wasser suchen muss.

Die Suche nach Wasser

Harko ist zwölf Jahre alt und kommt aus Äthiopien. Wie viele Kinder in den von El Nino am stärksten betroffenen Gegenden kann sie nicht mehr zur Schule gehen. Die kraftraubende Suche nach frischem Wasser lässt ihre keine Zeit dafür. 

Um der Hitze zu entgehen, macht sich Harko immer nachts auf die Suche. Durch Hyänen und andere Wildtiere entstehen dabei ganz neue Gefahren. Zuhause ist sie dann immer erst am späten Nachmittag des folgenden Tages

Die Zukunft der Kinder in Äthiopien ist in Gefahr. Die Dürre erschwert es den Kindern in die Schule zu gehen, viele Familien müssen in andere Länder flüchten. Die Nerven im Land liegen blank, auch die Häufigkeit von häuslicher Gewalt steigt an.




Ihre Spende hilft Kinder vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Bitte helfen Sie jetzt!

Hadiza aus Nigeria ist stark mangelernährt und bekommt jetzt Spezialnahrung

30 Euro machen mangelernährte Kinder mit 77 Packungen Erdnusspaste satt

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