Fiji: Zyklon Winston hat das Land verwüstet, Hilfslieferungen werden von einem Boot abgeladen.

Nothilfe weltweit

Krieg, Erdbeben, Dürre und Überflutungen. Krisen und Katastrophen töten, zerstören Existenzen und lassen die Menschen schutzlos zurück. Wir leisten schnell und wirksam Nothilfe, vor allem für die schutzlosesten Opfer - die Kinder. Von einem Moment auf den anderen verlieren Kinder und ihre Familien ihr gesamtes Hab und Gut.

1,4 Milliarden Menschen leben in Gebieten, die von Krisen betroffen sind. 40 Prozent davon sind Kinder unter 15 Jahren. Sie sind zuhause, in der Schule oder auf der Straße direkte Opfer von Gewalt. Mehr als 230 Millionen Kinder sind von direkter oder indirekter Gewalt betroffen.

Vor allem die ersten sechs bis acht Wochen nach einer Katastrophe sind entscheidend. Jede Minute zählt, um lebensrettende Maßnahmen für Kinder zu setzen. Daher fokussieren wir alle Hilfsmaßnahmen auf folgende lebensnotwendige Bereiche: Gesundheit, Ernährung, Wasser und Sanitäranlagen, Kinderschutz und Schulbildung.

Wie wir helfen:

In Burkina Faso zeigen zwei Frauen Abdul und Djemilatou, wie sie ihre Hände am besten waschen.
© UNICEF/UNI123748/Asselin
Burkina Faso: Zwei Frauen zeigen Abdul und Djemilatou, wie sie ihre Hände am besten waschen.

Katastrophen nehmen Menschen oft buchstäblich alles: kein Zuhause, weder wärmende Kleidung noch Decken. Die Opfer sind schutzlos Witterung und Kälte ausgesetzt. Nahrung und Wasser werden knapp, Infektionskrankheiten greifen um sich und meist fehlt es an Medikamenten und funktionierenden Krankenhäusern. Daher versorgen wir notleidende Familien mit dem Notwendigsten!

Trinkwasser und Hygiene:

Wir sorgen für sauberes Trinkwasser und Hygiene. Denn gerade, wenn viele Menschen auf engstem Raum zusammenleben, wie in Flüchtlingslagern oder in Notunterkünften, steigt die Seuchengefahr rapide. Selbst einfacher Durchfall kann für ein geschwächtes Kind tödlich sein. Deshalb bauen wir Latrinen, verteilen Behälter und Reinigungstabletten für Wasser und bauen Wasserstellen, wo es notwendig ist. Zusätzlich schulen wir die Menschen vor Ort den hygienischen Umgang mit Wasser, Lebensmitteln und dem eigenen Körper. Diese Maßnahme erstickt bereits viele Krankheiten im Keim.

Marcelino aus Angola bekommt Spezialnahrung, um seine Mangelernährung auszugleichen.
© UNICEF/UN023901/Clark
Angola: Marcelino ist stark mangelernährt. Durch unsere Spezialnahrung kann er wieder zu Kräften kommen.

Impfkampagnen und medizinische Versorgung:

Wir starten Impfkampagnen, um Seuchen zu verhindern. Denn die Kinder leiden unter den schlechten Lebensbedingungen und haben deshalb kaum mehr Abwehrkräfte. Wir stellen Notapotheken und Verbandszeug, sowie ORS bereit. ORS - eine einfache Zucker-Salz-Mischung - ist ein bewährtes Mittel um an Durchfall erkrankte Kinder vor dem Tod zu bewahren.

Ernährung:

Mangelernährung ist die Konsequenz von Dürre und anderen Katastrophen. Wieder sind es die Kinder, die besonders gefährdet sind. Mangelernährung kann zum Tod oder zu dauerhaften Entwicklungsstörungen führen. Mangelernährte Kinder sind auch sehr anfällig für Krankheiten. Wir versorgen Kinder daher mit speziellen Lebensmittel, zum Beispiel mit Erdnusspaste, Proteinkeksen und Rezepten für nahrhafte Breie.

Dadurch können Kinder schnell wieder zu Kräften kommen, auch in Regionen die von Dürreperioden geplagt werden. Zusätzlich richten wir Ernährungszentren ein und schulen Gesundheitshelfer. Durch gute internationale Kontakte ist es auch möglich Ernährungsprogramme mit den Regierungsparteien vor Ort für ganze Regionen und Länder zu starten.

Kinder auf den Philippinen lernen und malen in einer kinderfreundlichen Zone, nachdem der Sturm Washi ihr Zuhause zerstörte.
© UNICEF/UNI121385/Palasi
Philippinen: Vom Sturm Washi entwurzelte Kinder malen und lernen in einer kinderfreundlichen Zone.

Schulunterricht:

Wir ermöglichen einen schnelle Rückkehr zum Schulunterricht nach Katastrophen. Der Unterricht gibt den Kindern ein Stückchen Ordnung zurück. Sie können sich wieder mit ihren Freunden treffen, spielen und das Erlebte gemeinsam verarbeiten. Dafür bringen wir Notschulzelte in betroffene Gebiete, versorgen die Kinder mit Schulsachen und leiten den schnelle Wiederaufbau von zerstörten Schulen ein.

Kinderschutzzentren:

Eine Katastrophe verursacht nicht nur körperliche, sondern auch seelische Verletzungen. Die betroffenen Kinder sind traumatisiert und leiden unter Angstzuständen, Apathie oder Schlaf- und Konzentrationsstörungen. In von UNICEF eingerichteten Kinderschutzzentren können die Kinder in einer geschützten Umgebung nicht nur spielen und malen, sondern auch über ihre schlimmen Erlebnisse sprechen.

Humanitäre Unterstützung 2016

Eine Lagerhalle im Jemen ist voll mit Hilfsgütern von UNICEF.
© UNICEF/UN070185/Ghassan
al-Hudaida, Jemen: UNICEF Hilfsgüter - vor allem medizinisches Material, Medikamente und Notfallnahrung - vor der Ausgabe.
  • UNICEF reagierte weltweit auf 344 humanitäre Krisen in 108 Ländern im Jahr 2016, dabei handelte es sich vor allem um Naturkatastrophen, Kriege oder medizinische Notfälle bzw. Krisen.
  • Mehr als 29 Millionen Menschen in Notsituationen wurden mit sauberem Wasser, Hygieneartikeln und Sanitäranlagen versorgt, davon 1,2 Millionen Menschen auf der Flucht im Irak.
  • Wir versorgten 11 Millionen Kinder während Notfällen und Krisensituationen mit elementaren Bildungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Notschulen in Zelten oder Unterrichtsmaterial für das Selbststudium.
  • Allein im Jemen wurden 4,5 Millionen Menschen mit Wasser und Sanitäranlagen versorgt, 4,7 Millionen Kinder wurden gegen Polio geimpft.
Udai ist 12 und aus Syrien. In der kinderfreundlichen Zone in Belgrad kann er mit seiner Familie telefonieren.
© UNICEF
In der kinderfreundlichen Zone kann Udai ungestört mit seiner Familie telefonieren.

Udai ist 13 Jahre alt und lebt, von seiner syrischen Familie getrennt, ganz auf sich alleine gestellt in einem Flüchtlingslager in Belgrad.
Sie mussten sich auf der Flucht trennen und leben seine Eltern bereits in Deutschland. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als sie bald wiederzusehen. Seine Familie fehlt ihm sehr.

Udai kommt öfters in die kinderfreundliche Zone, die von UNICEF unmittelbarer Nähe seiner Flüchtlingsunterkunft errichtet wurde. Hier gibt es gibt es Essen, Getränke, Spielzeug, Papier und Bleistifte. Udai geht es hier gut und er kann sich hier von seinem Alltag ablenken und unbeschwerte Stunden erleben. 

Hier sind die Kinder vor möglicher Gewalt geschützt, werden psychologisch betreut, erhalten eine informelle Bildung und können für einmal einfach nur Kinder sein. Trotz Krieg, Gewalt und Flucht - UNICEF hilft ihnen so, das Erlebte zu verarbeiten.


Ihre Spende rettet nach Naturkatastrophen und anderen Notfällen Leben - weltweit.

Bitte helfen Sie noch heute!

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