Infomaterial Gesundheit & Ernährung

Eine verlorene COVID-19 Generation verhindern

Jede neunte COVID-19-Infektion trifft ein Kind oder einen Jugendlichen. Die langfristigen Auswirkungen auf Bildung, Ernährung und Wohlbefinden einer ganzen Generation von Kindern und jungen Menschen können deren ganzes Leben nachhaltig prägen.

Durch die Unterbrechung lebenswichtiger Dienstleistungen und zunehmender Mangelernährung könnten in den kommenden zwölf Monaten zwei Millionen Kinder zusätzlich sterben und die Zahl der Todgeburten um 200.000 zunehmen. 2021 werden zusätzlich sechs bis sieben Millionen Kinder unter fünf Jahren an Mangel- oder akuter Mangelernährung leiden.

Download "A lost generation"

COVID-19

Das Coronavirus hat nicht nur unser Leben und unseren Alltag verändert, sondern hat auch einen großen Einfluss auf Kinder und deren Zukunft. Vor allem versteckte Symptome wie Hunger, Gewalt aber auch soziale Stigmatisierung in der Gesellschaft, stellen eine große Herausforderung dar. Aktivitäten für Kinder im Zusammenhang mit den Kinderrechten und Erklärungsbücher des Coronavirus für Kinder finden Sie unter Kinderrechte & Unterrichtsmaterialien.

Die Auswirkungen von COVID-19 auf Kinder

Kinder sind zwar von den direkten gesundheitlichen Auswirkungen weitgehend verschont geblieben, jedoch wirkt sich die Krise tief greifend auf ihr Wohlbefinden aus. Vor allem Kinder in den ärmsten Ländern und Regionen oder Kinder in bereits benachteiligten oder gefährdeten Situationen spüren die Auswirkungen am stärksten.
UN Policy Brief

Verhinderung einer Ernährungskrise durch COVID-19

Aus dem Bericht von Global Network Against Food Crises geht hervor, dass Ende 2019 135 Millionen Menschen in 55 Ländern und Gebieten unter akuter Ernährungsunsicherheit litten. Mehr als die Hälfte der davon betroffenen Menschen leben in Afrika. Die Hauptursachen waren Konflikte, Wetterextreme und wirtschaftliche Turbulenzen.
Globaler Bericht Nahrungsmittelkrise

Soziale Stigmatisierung durch COVID-19

Durch soziale Stigmatisierung besteht die Gefahr der Stereotypisierung, Diskriminierung oder Ausgrenzung. Auch für Kinder & Jugendliche ist es wichtig, sozialer Stigmatisierung vorzubeugen. Der Leitfaden zur Prävention und Bekämpfung von sozialer Stigmatisierung hilft rund um die Kommunikation des Coronvirus.
Leitfaden soziale Stigmatisierung

Auswirkungen von COVID-19 auf den digitalen Kinderschutz

Mehr als 1,5 Milliarden Kinder und Jugendliche sind weltweit von Schulschließungen betroffen. Viele Schüler besuchen jetzt Onlinekurse und knüpfen mehr Kontakte online. Mehr Zeit auf virtuellen Plattformen bedeutet, dass Kinder anfällig für sexuelle Ausbeutung und Cyber-Grooming werden können, da Täter versuchen, die Pandemie auszunutzen.
Digitaler Kinderschutz



Alle 100 Sekunden infiziert sich ein Kind mit HIV

2019 haben sich 320.000 Kinder und Jugendliche mit HIV neu infiziert, die Gesamtzahl der infizierten Kinder beträgt 2,8 Millionen. Schätzungsweise jede Minute und 40 Sekunden wurde ein Kind oder Jugendlicher unter 20 Jahren mit HIV infiziert.

COVID-19 bedroht die HIV-Gesundheitsdienste in einem Drittel der Länder mit hoher HIV-Belastung. 2019 hatte nur etwas mehr als die Hälfte der Kinder weltweit Zugang zu lebensrettender Behandlung. Ihre Versorgung ist damit deutlich geringer als sowohl jene für Mütter (85 Prozent) als auch jene für alle Erwachsenen, die mit HIV leben (62 Prozent).

Download World Aids Report 2020



Gesundheit

Alle Kinder haben das Recht zu überleben und zu wachsen. Krankheiten, Umweltgefahren und die verheerenden Auswirkungen von Konflikten, Unsicherheit und demografischem Wandel fordern ihren Tribut. Jeder vierte Todesfall bei Kindern unter 5 Jahren ist auf eine ungesunde Umwelt zurückzuführen. Luftverschmutzung, Chemikalien und Elektroschrott bedrohen auch das Leben älterer Kinder und Jugendlicher.

Eine Zukunft für Kinder weltweit

Der Bericht enthält einen neuen globalen Index über 180 Länder, in dem die Leistungen für die Entwicklung von Kindern verglichen werden, einschließlich Messungen der Überlebensrate und des Wohlbefindens von Kindern. Der Index zeigt, dass Kinder in Norwegen die besten Überlebens- und Entwicklungschancen haben.
LANCET Report

Verlieren wir Erfolge durch COVID-19?

Die Impfung ist eine der kostengünstigsten Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und rettet jedes Jahr schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Menschenleben. Das Aufkommen von COVID-19 droht jedoch, diesen Fortschritt umzukehren, indem der Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen stark eingeschränkt wird.
Impfreport 2020

Jedes Kind gesund und geimpft

Wenn ein hoher Anteil der Bevölkerung geimpft ist, wird die Fortpflanzungsfähigkeit von Krankheitserregern gestört und es entwickelt sich eine „Herden“ oder eine „soziale“ Immunität. Aufgrund des Rückgangs der Impfrate sind diese Bevölkerungsgruppen anfällig für Krankheitsausbrüche und Epidemien.
Impfreport 2019

Um Luft kämpfen - Pneumonia im Kindesalter

Lungenentzündung – eine vermeidbare Krankheit – fordert mehr Kinderleben als jede andere Infektion. Im Jahr 2018 starben mehr Kinder unter fünf Jahren an dieser Krankheit als an jeder anderen. 437.000 Kinder unter fünf Jahren starben an Durchfall und 272.000 an Malaria.
Report zu Lungenentzündungen im Kindesalter



Auswirkungen von Ebola auf Kinder

Ebola hatte verheerende Folgen für Kinder, auf die etwa 20 Prozent aller Infektionen in Sierra Leone, Liberia und Guinea entfallen sind. Von den mehr als 24.000 Infizierten waren etwa 5.000 Kinder. 16.000 Kinder haben einen oder beide Elternteile bzw. ihre Betreuungsperson verloren und damit erschwerte Chancen auf eine glückliche Zukunft.
UNICEF Bericht Ebola

Frauen im Zentrum der HIV-Reaktion für Kinder

Frauen sind nicht nur in der Subsahara am stärksten von HIV betroffen, sie stehen auch an der Spitze derjenigen, die eine Einrichtung gegen HIV benötigen. Alle 3 Minuten kommt zu einer neuen Infizierung bei Jugendlichen und Kindern. Schätzungen zufolge werden im Zeitraum von 2018 bis 2030 3,7 Millionen Kinder und Jugendliche neu mit infiziert.
HIV-Report UNICEF

Daten zu Kindern und Aids

Es ist bereits viel erreicht worden im Kampf gegen Aids: Insbesondere die Übertragung des Virus von Müttern auf Neugeborene lässt sich heute zuverlässig verhindern, wenn rechtzeitig die notwendigen Massnahmen ergriffen werden. Doch leider führen diese Erfolge auch dazu, dass die Anstrengungen bei der Prävention und Therapie nachlassen.
Bericht zu Kindern und Aids

Bleivergiftungen bei einem Drittel aller Kinder

UNICEF und Pure Earth veröffentlichen neuen Bericht zum massiven und bisher unbekannten Ausmaß von Bleivergiftungen bei Kindern. Etwa jedes dritte Kind ist davon betroffen. Blei ist ein starkes Neurotoxin, das irreparable Schäden im Gehirn von Kindern verursacht. Besonders Kinder unter fünf Jahren sind stark gefährdet.

Download "The toxic truth"



COVID-19: Anstieg des Welthungers

Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge hat der weltweite Hunger im Jahr 2020 stark zugenommen, COVID-19 war vermutlich die treibende Kraft dahinter. Rund ein Zehntel der Weltbevölkerung (811 Millionen Menschen) war 2020 mangelernährt. Mehr als die Hälfte aller mangelernährten Menschen (418 Millionen) leben in Asien, mehr als ein Drittel (282 Millionen) in Afrika und ein kleinerer Anteil (60 Millionen) in Lateinamerika und der Karibik.

In vielen Teilen der Welt hat die Pandemie extreme Rezessionen ausgelöst und den Zugang zu Nahrung gefährdet. Die Zahlen im Bericht deuten darauf hin, dass es enormer Anstrengungen bedarf, damit die Welt ihr Versprechen einlösen kann, den Hunger bis 2030 zu beenden.

Download "The State of Food Security and Nutrition in the World"



Ernährung

Eine gute Ernährung ermöglicht es Kindern zu überleben, zu wachsen, sich zu entwickeln, zu lernen und zu spielen - Mangelernährung raubt Kindern ihre Zukunft. Unterentwicklung ist das verheerende Ergebnis einer schlechten Ernährung im Mutterleib und in der frühen Kindheit. Viele dieser Kinder können nie ihre mögliche Größe erreichen und ihr Gehirn kann nie das volle kognitive Potenzial entwickeln.

Kinder, Essen und Ernährung

Mindestens jedes dritte Kind unter fünf Jahren - über 200 Millionen Mädchen und Buben weltweit - leidet unter den Folgen von unzureichender oder schlechter Ernährung und ist entweder unterernährt oder übergewichtig. Fast zwei Drittel der Kleinkinder erhält nicht die richtigen Lebensmittel.
SOWC 2019

Unterernährung bei Kindern

Die Zahlen über mangelernährte Kinder sind nach wie vor alarmierend. 21,3 Prozent der Kinder weltweit waren 2019 von Mangelernährung betroffen. Das sind 144 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Im Jahr 2019 waren Schätzungen zufolge 38,3 Millionen Kinder übergewichtig.
Levels und Trends Ernährung

Bericht zu Ernährung 2019

Schätzungen zufolge waren 2018 weltweit 149 Millionen Kinder unter 5 Jahren von Unterentwicklung durch Hunger betroffen. 49 Millionen Kinderleben waren 2018 durch Mangelernährung sogar akut bedroht. Während gleichzeitig 40 Millionen Kinder an Übergewicht litten.
Bericht Ernährung 2019

Bericht zu Ernährung 2018

Jeder neunte Mensch auf der Welt - 821 Millionen - leidet unter Hunger. 150 Millionen Kinder waren 2018 wegen chronischer Mangelernährung unterentwickelt. Die Fortschritte im Bereich Ernährung sind zu niedrig. Gleichzeitig nahm die Zahl der stark übergewichtigen Erwachsenen zu.
Bericht Ernährung 2018



Kindersterblichkeit

Weltweit sterben nach wie vor alarmierend viele Babys aus meist vermeidbaren Gründen - vor allem in den ärmsten Ländern. Rund die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren ereignete sich in Subsahara-Afrika, weitere 30 Prozent im südlichen Asien. Kinder in ländlichen Regionen sind besonders bedroht; genauso Kinder, deren Mütter keine Schule besucht haben.

Bericht zu Kindersterblichkeit 2020

Die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren mit 5,2 Millionen war im Jahr 2019 auf einem historischen Tiefstand. Die Unterbrechungen der Gesundheitsdienste für Kinder und Mütter aufgrund der COVID-19-Pandemie gefährden Millionen Menschenleben.
Bericht Kindersterblichkeit 2020

Eine vernachlässigte Tragödie: Bericht zu Totgeburten

UN-Schätzungen zufolge werden jährlich knapp zwei Millionen Babys tot geboren. COVID-19 könnte die Situation verschlimmern und über einen Zeitraum von einem Jahr zu beinahe 200.000 weiteren Totgeburten führen.
Bericht zu Totgeburten
Zahlen für Österreich

Bericht zu Kindersterblichkeit 2018

Die weltweite Kindersterblichkeit war 2017 auf einem neuen Tiefstand: 5,4 Millionen Kinder starben nach neuesten Schätzungen der Vereinten Nationen vor ihrem fünften Geburtstag – 1990 waren es noch 12,6 Millionen. In Österreich stirbt durchschnittlich eines von 250 Kindern unter fünf Jahren.
Bericht Kindersterblichkeit 2018

Bericht zu Kindersterblichkeit 2017

Weltweit ging 2016 die Sterblichkeitsrate unter fünf Jahren von 9 auf 3 % zurück. Trotz der erheblichen Fortschritte bei der Senkung der Kindersterblichkeit bleibt das Überleben der Kinder ein dringendes Anliegen. Es ist nicht hinnehmbar, dass nach wie vor jeden Tag 15.000 Kinder sterben.
Bericht Kindersterblichkeit 2017



Neugeborene & Stillen

Der frühe Beginn des Stillens - Neugeborene innerhalb der ersten Lebensstunde an die Brust zu bringen - ist entscheidend für das Überleben des Neugeborenen und für die langfristige Stillreife.

Wenn sich das Stillen nach der Geburt verzögert, können die Folgen lebensbedrohlich sein.

Je länger Neugeborene warten müssen, desto größer ist das Risiko.

Über das Überleben hinaus gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass das Stillen die Gehirnentwicklung von Kindern fördert und Schutz vor Übergewicht und Fettleibigkeit bietet.

Download "The best start for every newborn"


Schätzungen zu niedrigem Geburtsgewicht

Der UNICEF-WHO-Bericht zum geringen Geburtsgewichts enthält neue globale, regionale und nationale Schätzungen. Aus diesen geht hervor, dass jedes siebte Baby weltweit - mehr als 20 Millionen Babys - mit geringem Geburtsgewicht geboren wird.
Levels und Trends 2000-2015

Early moments matter

Der globale UNICEF-Bericht zu den anfänglichen Momenten jedes Kindes legt den Fokus auf die frühkindliche Entwicklung. Der Zeitraum von der Schwangerschaft bis zum Schulbeginn öffnet ein kritisches und einzigartiges Zeitfenster, um die Entwicklung des Gehirns eines Kindes zu beeinflussen.
Early Moments Matter

Bericht mit Fokus auf Stillen

Jährlich werden circa 77 Millionen Neugeborene in der ersten Stunde nach ihrer Geburt nicht gestillt. Dadurch werden ihnen essenzielle Nährstoffe, Abwehrstoffe und der Hautkontakt mit ihrer Mutter vorenthalten, die sie laut UNICEF vor Krankheiten und Tod beschützen.
Von Geburt an - Teil 1

Bericht zur Nahrungsergänzung von Kleinkindern

Die Daten dieses UNICEF-Berichts zeigen auf, dass fünf von sechs Kindern nicht genügend altersgerechte Nahrung bekommen. Dadurch fehlen ihnen Energie und Nährstoffe, außerdem beeinträchtigt dies ihr Wachstum und die Entwicklung ihres Gehirns.
Von Geburt an - Teil 2