Südsudan: Ayen ist zehn Monate alt und wurde gegen ihre Mangelernährung behandelt.

Ernährung und Gesundheit


Thirsting for a Future (2017)
Das Titelbild zum Wasserreport von UNICEF.

Wasser ist für Kinder Leben. Ohne Wasser gibt es kein Überleben. Niemand leidet mehr unter dem Klimawandel als Kinder. In Zeiten von Dürre, Überschwemmungen und Naturkatastrophen haben Mädchen und Buben oft keinen gesicherten Zugang mehr zu sauberem Wasser. Der Klimawandel trägt maßgebend zu einer wachsenden Wasserknappheit bei und gefährdet Millionen von Kindern. Bis zum Jahr 2040 werden 600 Millionen Kinder in Gegenden leben, in denen es nicht ausreichend Wasser gibt.

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Thirsting for a Future (pdf, Englisch, 5.7 MB)>>




Report über die weltweite Luftverschmutzung (2016)
Nigeria: Durch die Verbrennung von Gummi, Knochen, Kabeln und Aluminium entstehen giftige Dämpfe.
© UNICEF/UN037170/Bindra
© UNICEF/UN037170/Bindra

Laut einem neuen UNICEF-Report lebt fast jedes siebte Kind auf der Welt – 300 Millionen – in Gebieten mit stark verunreinigter Luft. Die Luftverschmutzung in diesen Gebieten ist sechsmal höher als internationale Richtlinien erlauben.

Der Report „Clear the Air for Children“ bezieht sich auf Satellitenbilder, die erstmals festhalten, wie viele Kinder in welchen Gebieten einer Luftverschmutzung ausgesetzt sind, welche die globalen Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überschreiten.

Die Satellitenbilder bestätigen, dass in etwa zwei Milliarden Kinder in Gebieten wohnen, in denen die Verschmutzung der Außenluft die minimalen Richtlinien der WHO überschreitet. Dies bedeutet, dass nur ein geringer Prozentsatz an Kindern weltweit saubere Luft einatmet. Gründe dafür sind Faktoren wie Kraftfahrzeugemissionen, die starke Nutzung von fossilen Brennstoffen und die weltweite Abfallverbrennung. In Südasien leben die meisten Kinder in Gebieten mit verunreinigter Luft (620 Millionen), gefolgt von 520 Millionen in Afrika und 450 Millionen in der Ostasien/Pazifik-Region.

Die Studie untersucht auch das hohe Ausmaß an Luftverschmutzung in Innenräumen, die üblicherweise durch Brennstoffe wie Kohle und Holz zum Kochen und Heizen verursacht wird. Besonders betroffen davon sind Kinder aus einkommensschwachen und ländlichen Regionen.

Außen- und Innenluftverschmutzung sind direkt mit Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündung verbunden, die beinahe zehn Prozent aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren verursachen. Dadurch stellt Luftverschmutzung eine der Hauptgefahren für die Gesundheit von Kindern dar.

Kinder reagieren empfindlicher auf Luftverschmutzung als Erwachsene, weil sich die Lunge, das Gehirn und das Immunsystem noch im Wachstum befinden und die Atemwege durchdringlicher sind. Kinder atmen auch schneller als Erwachsene, wodurch sie in Relation auf ihr Körpergewicht mehr Luft einatmen. Die am meisten benachteiligten Kinder, die ohnehin schon häufiger unter Gesundheitsproblemen und mangelhafter Gesundheitsversorgung leiden, sind am stärksten von Krankheiten durch Luftverschmutzung ausgesetzt.

UNICEF fordert die führenden PolitikerInnen weltweit dazu auf, vier Maßnahmen zum Schutz der Kinder in ihren Ländern zu berücksichtigen:

  1. Reduzierung der Umweltverschmutzung, um die internationalen Richtlinien der WHO zur Luftqualität zu erzielen.
  2. Den Zugang zur Gesundheitsversorgung von Kindern erhöhen.
  3. Die direkte Umweltbelastung und Luftverschmutzung durch Fabriken auf Kinder verringern.
  4. Mehr Beobachtung und Datenerhebung zur Luftverschmutzung und deren Auswirkungen auf Kinder.

"Clear the Air for Children" zum Download>>




From The First Hour Of Life. Part II: Focus on Complementary Feeding
Kamerun: Dzam-Dzam und ihr jüngster Sohn nach der Flucht vor Boko Haram.
© UNICEF/UN032998/Brecher
Kamerun: Dzam-Dzam und ihr jüngster Sohn mussten vor Boko Haram fliehen. Nach der Flucht, wurde das Baby mit Spezialnahrung aufgebaut.

Die Daten dieses UNICEF-Berichts zeigen auf,dass fünf von sechs Kindern nicht genügend altersgerechte Nahrung bekommen. Dadurch fehlen ihnen Energie und Nährstoffe, die sie für die wichtigste Zeit in ihrer physischen und kognitiven Entwicklung brauchen. Außerdem beeinträchtigt dies ihr Wachstum und die Entwicklung ihres Gehirns. Die Daten von UNICEF zeigen auf, dass mangelhafte Ernährung – wie z.B. das zu späte Einsetzen von fester Nahrung, unregelmäßige Mahlzeiten und einseitige Ernährung – weit verbreitet sind. Dadurch werden den Kindern essentielle Nährstoffe vorenthalten, und zwar zu einem Zeitpunkt, in dem ihre wachsenden Körper, Knochen und Gehirne sie am meisten brauchen.

Einige Resultate der Studie:

 

  • Kleinkinder warten zu lange auf ihre ersten Bissen. Jeder fünfte Säugling hat bis zum Alter von elf Monaten noch keine feste Nahrung zu sich genommen. 
  • Die Hälfte der Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren bekommen die minimale Anzahl an Mahlzeiten für ihr Alter nicht, wodurch sich das Risiko für Wachstumsschäden erhöht.
  • Eine abwechslungsreiche Ernährung bedeutet vier oder mehr Lebensmittelgruppen täglich zu sich zu nehmen – jedoch trifft das auf weniger als ein Drittel der Kinder in dieser Altersgruppe zu. Daraus resultieren Mängel an Vitaminen und Mineralstoffen. 
  • Circa 43% der Kinder im Vorschulalter leiden an Anämie – die meisten davon leben in Asien und Afrika.
  • Nur die Hälfte der Säuglinge im Alter von sechs bis elf Monaten erhalten Nahrung tierischer Herkunft, wie z.B. Milch, Eier, Fisch oder Fleisch. Diese sind jedoch wichtige Eisen- und Zinklieferanten. 
  • Die hohen Kosten von tierischen Lebensmitteln machen es für arme Familien schwierig, die Ernährung ihrer Kinder zu verbessern. In Subsahara-Afrika und in Südasien erhält unter den ärmsten Familien nur jeder sechste Säugling zwischen sechs und elf Monaten eine minimal abwechslungsreiche Ernährung – verglichen mit jedem dritten Säugling unter den reichsten Familien dieser Länder. 
  • Die Verbesserung der Nahrung für Kleinkinder könnte jährlich 100.000 Leben retten. 

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"From The First Hour Of Life. Part II: Focus on Complementary Feeding" (Download, PDF, Englisch, 2 MB)




From The First Hour Of Life. Part I: Focus on breastfeeding (2016)
Tansania: Mutter und Kind bei der Ernährungsberatung für Schwangere und stillende Mütter.
© UNICEF/UN025822/Frisone
Tansania: Bei der Ernährungsberatung für Schwangere und stillende Mütter wird der Grundstein für eine gesunde Zukunft gelegt.

Jährlich werden circa 77 Millionen Neugeborene – oder eines von zwei weltweit – in der ersten Stunde nach ihrer Geburt nicht gestillt. Dadurch werden ihnen essenzielle Nährstoffe, Abwehrstoffe und der Hautkontakt mit ihrer Mutter vorenthalten, die sie laut UNICEF vor Krankheiten und Tod beschützen. 

In den vergangenen Jahren wurden laut UNICEF wenige Fortschritte bei der Förderung des sofortigen Stillens von Neugeborenen erreicht. So sind zum Beispiel in Subsahara-Afrika - der Region mit der weltweit höchsten Kindersterblichkeit unter fünf Jahren - die Fälle von sofortigem Stillen nach der Geburt kaum angestiegen. 

Auch in Südasien, wo Mütter seit 2000 fast dreimal häufiger ihre Kinder nach der Geburt stillen – von 16 Prozent im Jahr 2000 zu 45 Prozent im Jahr 2015 – warten immer noch 21 Millionen Neugeborene zu lange, bis sie von ihrer Mutter gestillt werden. 

Je länger Säuglinge nicht gestillt werden, desto geringer sind ihre Überlebenschancen im ersten Monat nach der Geburt. In vielen Ländern, in denen keine künstliche Säuglingsnahrung vorhanden ist, sind Kinder sehr stark auf die Muttermilch ihrer Mutter angewiesen. Untersuchungen von UNICEF zeigen auf, dass viele Frauen oft nicht die notwendige Unterstützung für sofortiges Stillen erhalten, selbst wenn sie medizinisch versorgt werden. 

Weltweit werden nur 43 Prozent aller Säuglinge unter sechs Monaten ausschließlich gestillt. Säuglinge, die überhaupt nicht gestillt werden, sind einem 14-mal höherem Todesrisiko als jenen ausgesetzt, die ausschließlich gestillt werden. 

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"From The First Hour Of Life. Part I: Focus on Breastfeeding" (Download, PDF, Englisch, 2 MB)




A Promise Renewed: Progress Report 2015
"A Promise Renewed: Progress Report 2015" als Download

Innerhalb nur einer Generation konnte die Rate der Reduktion der Kindersterblichkeit mehr als verdoppelt werden. Bei anhaltender Entwicklung könnten, in Übereinstimmung mit den Nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals), die Ende des Monats von der Weltspitze beschlossen werden, weitere 38 Millionen Menschenleben bis 2030 gerettet werden.

Zahlen des UNICEF-Berichts “A Promise Renewed: 2015 Progress Report” zeigen, dass seit 2000, als Regierungen die Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals) beschlossen, das Leben von 48 Millionen Kindern unter fünf Jahren gerettet werden konnte. Dieser bemerkenswerte Erfolg ist das Ergebnis anhaltender Maßnahmen von führenden PolitikerInnen – das Retten von Kinderleben zu einem Grundsatz und zu einer politischen Priorität zu machen, Daten zu Überlebenschancen von Kindern vermehrt zu nutzen und bewährte Maßnahmen zu erweitern.

Mehr Informationen gibt es hier>>




Ebola: getting to zero – for communities, for children, for the future. (2015)

Eine von fünf Ebola-Infektionen betrifft ein Kind

Neuer UNICEF-Report drängt auf Wiederherstellung von Basisdiensten

Ebola hat verheerende Folgen für Kinder, auf die etwa 20 Prozent aller Infektionen in Sierra Leone, Liberia und Guinea entfallen. Um sie und ihre Gemeinden zu schützen ist es laut einem neuen UNICEF-Report dringend notwendig, diese Krankheut zu besiegen und Basisdienste wiederherzustellen.

Der Report beleuchtet auch die dramatischen Auswirkungen von Ebola auf Kinder. Von den mehr als 24.000 Infizierten sind etwa 5.000 Kinder. 16.000 Kinder haben einen oder beide Elternteile bzw. ihre Betreuungsperson verloren. Und viele der 9 Millionen Kinder, die in den betroffenen Gebieten leben, sind traumatisiert. Sie haben für sie unbegreifliches Leiden und Sterben miterlebt.

UNICEF hat seit August 2014 über 6.600 Tonnen Hilfsgüter in die betroffenen Regionen gebracht. Gemeinsam mit seinen Partnern versorgte UNICEF unter anderem 4 Millionen Kinder mit Hygienesets, richtet 63 Pflegezentren und 610 Ernährungszentren ein, lieferte 500.000 Schutzanzüge und betreute 52.000 traumatisierte Kinder.

Ebola: Getting to Zero als Download (Englisch, ca. 10mb, pdf)




UNICEF: Eine Million Neugeborene sterben am ersten Tag ihres Lebens (2014)

Fortschritte bei der Gesundheitsversorgung zu langsam

Die Überlebenschancen von Kindern haben sich laut UNICEF weltweit seit 1990 deutlich verbessert. Die Zahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben konnte halbiert werden – von 12,7 Millionen Anfang der 90er Jahre auf heute 6,3 Millionen. Trotzdem ist die stille Tragödie der Kinder noch nicht gestoppt. Der neue Report „A Promise Renewed“ zu Kindersterblichkeit zeigt, dass die Gefahren für Neugeborene weiter dramatisch sind. Schätzungsweise 2,8 Millionen Babys sterben in den ersten vier Wochen nach ihrer Geburt, eine Million am ersten Tag ihres Lebens.

Viele dieser Todesfälle könnten durch einfache und kostengünstige Maßnahmen vor, während oder nach der Geburt verhindert werden. Doch, so der Report, versagen in dieser kritischen Lebensphase in vielen Ländern die Gesundheitssysteme – insbesondere für die ärmsten Menschen. Fortschritte beim Zugang und bei der Qualität von Einrichtungen für Mütter und Neugeborene sind zwischen den Staaten und auch innerhalb der Länder ungleich verteilt.

Der Report “A Promise Renewed” zum Download.

Download "A Promissed Renewed" (pdf, deut.)




Towards an AIDS-free Generation
Download "Towards an AIDS-free Generation - Children and AIDS: Sixth Stocktaking Report" (PDF, Engl., 2,9MB)
© UNICEF
Download "Towards an AIDS-free Generation - Children and AIDS: Sixth Stocktaking Report" (PDF, Engl., 2,9MB)

Children and AIDS - Sixth Stocktaking Report

Mehr als 850.000 Kinder konnten seit 2005 vor HIV gerettet werden, unter den Jugendlichen zeigen sich aber alarmierende Trends

Wie ein neu veröffentlichter UNICEF-Bericht zeigt, konnten bei der Vermeidung der HIV-Übertragung von Müttern auf Kinder bedeutende Erfolge erzielt werden. Zwischen 2005 und 2012 konnten 850.000 Kinder in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Durchschnittseinkommen vor einer Infektion bewahrt werden.

Alarmierend sind hingegen die Zahlen, die im Bericht "Children and AIDS - Sixth Stocktaking Report" zu Jugendlichen finden sind. Ein Beleg dafür, dass die globalen und nationalen Bemühungen im Kampf gegen AIDS bei dieser Altersgruppe dringend verstärkt werden müssen.

Die AIDS-bedingten Todesfälle unter den 10- bis 19-jährigen nahmen zwischen 2005 und 2012 um 50% zu, was einen Anstieg von 71.000 auf 110.00 bedeutet. Die Zahl der mit dem HI-Virus infizierten Jugendlichen lag 2012 bei geschätzten  2,1 Millionen.

Mit zusätzlichen Geldmitteln, vor allem auch im Bereich Innovationen, könnten viele dieser Herausforderungen aber gemeistert werden, so der Report.

Durch eine Erhöhung der Investitionen in Maßnahmen für Jugendliche in einkommensschwachen Ländern auf ca. 5,5 Milliarden US$ bis 2014 könnten in den Jahren bis 2020 2 Millionen Heranwachsende, vor allem Mädchen, vor einer Infektion bewahrt werden. 2010 lagen diese Investitionen bei 3,8 Milliarden US$.

„Wenn wirkungsvolle Interventionen verstärkt werden, indem ein integrativer Ansatz verwendet wird, können wir die Zahl der Neuinfektionen unter Jugendlichen bis 2020 halbieren“, so UNICEF-Direktor Anthony Lake. „Es geht darum, die besonders gefährdeten Jugendlichen mit effektiven Programmen zu erreichen – so schnell wie möglich.“

Ein solcher Ansatz beinhaltet Maßnahmen wie Kondome, antiretrovirale Behandlungen, die Vermeidung von Mutter-Kind-Übertragungen, Aufklärung über sichere Verhaltensweisen und gezieltes Vorgehen bei Risikogruppen. Aber auch in den Bereichen Bildung, Wohlfahrt und Gesundheitssystem muss mehr investiert werden.

Ganz im Gegensatz zu den besorgniserregenden Entwicklungen bei den Jugendlichen konnten bei einer anderen Altersgruppe große Fortschritte erzielt werden. Waren es im Jahr 2005 noch 540.000 Neuinfektionen von Kindern unter 14 Jahren, so waren es 2012 nur mehr 260.000.

„Dieser Bericht erinnert uns daran, dass eine AIDS-freie Generation bedeutet, dass kein Kind mehr mit HIV geboren wird, dass sie auch im Rest ihres Lebens von der Infektion verschont bleiben und dass all jene, die mit dem Virus leben müssen, Zugang zu angemessener medizinischer Behandlung haben“, sagt Michel Sidibe, Direktor von UNAIDS. „Er erinnert uns auch daran, dass die Gesundheit und das Wohlergehen von Frauen im Zentrum der Bemühungen gegen AIDS stehen sollten. Ich habe keine Zweifel, dass wir diese Ziele erreichen können.“




Bericht zur weltweiten Kindersterblichkeit 2013
© UNICEF/NYHQ2012-0165/Diffidenti
Fatma, 3, sitzt auf ihrem Bett in Tika, einem von UNICEF unterstützten Flüchtlings-Camp.

Laut UNICEF erleben heute mehr Kinder ihren fünften Geburtstag als jemals zuvor. Seit 1990 konnte die Zahl der Todesfälle bei Babys und Kleinkindern von mehr als zwölf Millionen auf rund 6,6 Millionen fast halbiert werden. Auch in sehr armen Ländern wie Äthiopien und Bangladesch ist es durch Impfkampagnen und den Einsatz von Gesundheitshelfern in den ärmsten Gemeinden gelungen, die Überlebenschancen der Kinder deutlich zu verbessern.  Das Ziel der Weltgemeinschaft, bis Ende 2015 die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken (UN-Millenniumsziel 4), wird aber aller Voraussicht nach klar verfehlt. Dies ist Ergebnis der neuesten Schätzungen zur Kindersterblichkeit, die UNICEF zusammen mit anderen Organisationen heute weltweit veröffentlicht.

Mehr zum Bericht zur weltweiten Kindersterblichkeit 2013




Jedes vierte Kind leidet unter „verstecktem Hunger" (2013)

Neuer UNICEF-Bericht über weltweite Ernährungssituation von Kindern

UNICEF ruft zu verstärktem Einsatz gegen chronische Unterernährung bei Kindern auf. Jedes vierte Kind unter fünf Jahren weltweit leidet laut des neuen UNICEF-Berichts zur weltweiten Ernährungssituation von Kindern unter verstecktem Hunger – und wird  damit für sein  gesamtes weiteres Leben geschädigt.

 Demnach sind 165 Millionen Kinder als Folge von chronischer Unterernährung in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung beeinträchtigt (englisch: „stunted“). Chronische Unterernährung gilt als „versteckter Hunger“, weil die Folgen weniger deutlich sichtbar sind als bei akuten Hungerkatastrophen. Die Kinder sind zu klein für ihr Alter, aber auch die Entwicklung des Gehirns und damit der kognitiven Fähigkeiten ist häufig für immer beeinträchtigt: Der Rückstand in den entscheidenden ersten 1.000 Tagen im Mutterleib und bis zum zweiten Geburtstag lässt sich meist nicht wieder aufholen.

Drei Viertel der unterentwickelten Kinder leben in Südasien oder im südlichen Afrika. Kinder aus armen Familien sind doppelt so häufig betroffen, ebenso sind die Gefahren für Kinder in ländlichen Gebieten größer als für Kinder in Städten. Ursachen für chronische Unterernährung sind zu wenig Nährstoffe sowie häufige Krankheiten, die die Kinder weiter schwächen.

Den Bericht zur weltweiten Ernährungssituation von Kindern finden Sie hier>>




Ein Drittel der Weltbevölkerung wird 2015 keinen Zugang zu Sanitäranlagen haben
Schülerinnen in Kenia verlassen gerade die Latrinen ihrer Schule.
© UNICEF/NYHQ2012-0784/Noorani
Schülerinnen in Kenia verlassen gerade die Latrinen ihrer Schule.
Der Report “Progress on Sanitation and Drinking-Water. 2013 Update”.
Der Report “Progress on Sanitation and Drinking-Water. 2013 Update”.
(PDF, Engl., 5,8MB)

Report von UNICEF und WHO

Ein Drittel der Weltbevölkerung – 2,4 Milliarden Menschen – wird im Jahr 2015 laut einem neuen Report von UNICEF und WHO noch immer keinen Zugang zu hygienischen Sanitäranlagen haben.

Der Report “Progress on Sanitation and Drinking-Water. 2013 Update” warnt, dass das Millenniums-Entwicklungsziel, die Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu „verbesserter“ Sanitärversorgung haben, bis 2015 zu halbieren, um 8 Prozent (oder um eine halbe Milliarde Menschen) verfehlt werden wird. Unter „verbesserte“ Sanitärversorgung fallen Wassertoiletten, Abwassernetzwerke, Klärtanks, verschiedene Arten von Latrinen, die den Kontakt mit Exkrementen verhindern und Geruchsbildung vermindern, sowie Komposttoiletten.

UNICEF unterstützt den Bau einfacher Latrinen und öffentlicher Toiletten. In Slumvierteln bringt UNICEF Bewohner und Stadtverwaltung an einen Tisch, um die Müll- und Abwasserentsorgung besser zu organisieren.

Weitere Ergebnisse des Reports (neueste Daten aus 2011):

  • Fast zwei Drittel der Weltbevölkerung (64 Prozent) hat Zugang zu verbesserter Sanitärversorgung, 1,9 Milliarden mehr als im Jahr 1990
  • 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu verbesserter Sanitärversorgung. Davon benützen 761 Millionen öffentliche oder Gemeinschaftssanitäranlagen. 693 Millionen benützen Einrichtungen, die nicht den Minimumstandards für Hygiene entsprechen.
  • Eine Milliarde Menschen verrichtet ihre Notdurft im Freien, 90 Prozent davon in ländlichen Gebieten.

Download:

“Progress on Sanitation and Drinking-Water. 2013 Update” (PDF, Englisch, 5,8MB)

 

 




Weitere Berichte und Reports

Levels & Trends in Child Mortality

Die Zahl der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren ist weltweit in den letzten 20 Jahren von mehr als 12 Millionen 1990 auf 7,6 Millionen zurückgegangen. Kurz vor dem Weltkindertag am 20. September legt UNICEF gemeinsam mit anderen UN-Organisationen die neuesten Schätzungen zur Kindersterblichkeit vor.

Nach dem Report „Child Mortality – Levels And Trends 2011“ starben 2010 täglich fast 21.000 Kinder unter fünf Jahren, das sind rund 12.000 weniger als 1990. Dies entspricht einem Rückgang um 35 Prozent in zwanzig Jahren. Trotzdem reichen die Fortschritte nicht aus, um bis zum Jahr 2015 die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken, wie es die internationale Gemeinschaft mit dem Millenniumsziel Nr. 4 vereinbart hatte. UNICEF weist darauf hin, dass gerade die ärmsten Kinder in den Entwicklungs- und Schwellenländern weiterhin nur wenig von einer besseren medizinischen Grundversorgung profitieren. So tragen Kinder aus ländlichen und ärmeren Gegenden oder aus sehr armen Familien ein 1,7 bis 2 Mal höheres Risiko, vor ihrem fünften Geburtstag zu sterben, als ihre Altersgenossen in den Städten oder in wohlhabenderen Familien. Besonders Neugeborene und Säuglinge müssten stärker in den Fokus gerückt werden: Mehr als 40 Prozent der Todesfälle treten im ersten Lebensmonat auf. Mehr als 70 Prozent der Todesfälle treten während des ersten Lebensjahres auf, so der Bericht.

UNICEF ruft Regierungen dazu auf, sich gezielt für eine bessere Grundversorgung für die am stärksten benachteiligten Familien einzusetzen. So müssen einfache und kostengünstige Maßnahmen wie Impfungen, imprägnierte Moskitonetze oder die Ausbildung von Hebammen ausgeweitet und das Stillen gefördert werden, um das Überleben der Frauen und damit ihrer Kinder zu sichern.

Der Bericht „Levels & Trends in Child Mortality“ wird veröffentlicht von der UN Inter-agency Group for Child Mortality Estimation (IGME), UNICEF, WHO, Weltbank und UN Population Division. 2011

Download "Levels & Trends in Child Mortality" (pdf, engl., 3,52 MB)


Immunization Summary. A statistical reference containing data through 2008

(The 2010 Edition) Immunization Summary for 2008 data – jointly produced by the United Nations Children’s Fund (UNICEF) and the World Health Organization (WHO) – presents detailed statistics on the performance of national and local immunization systems in 194 countries and territories. The attached CD-ROM complements the print version and provides such reports and forms as:

  • Excel worksheets containing WHO/UNICEF coverage estimates with data for all years since 1980, plus reported data that include districtlevel performance indicators, supply and safety indicators, survey data and national immunization schedules for 2007 - 2008.
  • Samples of the WHO/UNICEF Joint Reporting Form on Immunization in English, French and Spanish.
  • National Immunization Coverage Final Report (PDF) for each country or territory.
  • Full-text version of Immunization Summary: A Statistical Reference containing data through 2008.

Download "Immunization Summary. A statistical reference containing data through 2008" (pdf, engl., 1,37 MB)


Narrowing the Gaps to Meet the Goals

A special report on a new study by UNICEF shows that an equity-focused approach to child survival and development is the most practical and cost-effective way of meeting the health Millennium Development Goals for children. 2010

Download "Narrowing the Gaps to Meet the Goals" (pdf, engl., 317 KB)


Facts for Life

The fourth edition of Facts for Life contains essential information that families and communities need to know to raise healthy children. This handbook provides practical advice on pregnancy, childbirth, childhood illnesses, child development and the care of children. This edition also features a new chapter on child protection. The book is intended for parents, families, health workers, teachers, youth groups, women’s groups, community organizations, government officials, employers, trade unions, media, and non-governmental and faith-based organizations. 2010

Download "Facts for Life" (pdf, engl., 3,49 MB)


Levels and Trends in Child Mortality. Report 2010

The latest United Nations under-five mortality estimates are published in the 2010 report Levels & Trends in Child Mortality, issued by the UN Inter-agency Group for Child Mortality Estimation (IGME), and in a special commentary in The Lancet. The estimates are the work of a number of UN system organizations that form the Inter-agency Group for Child Mortality Estimation, and are developed with oversight and advice from independent experts from academic institutions.

Download "Levels and Trends in Child Mortality. Report 2010" (pdf, engl., 3,90 MB)