Haiti: Ein Mädchen gelang durch Geldmangel in Kontakt mit Gangs.

Kinderschutz - Übersicht über die Situation weltweit


An Everyday Lesson - ENDviolence in Schools

Die Hälfte der Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren weltweit - rund 150 Millionen - berichten von Gewalt unter Gleichaltrigen in der Schule. Diese Angaben sind gemessen an der Zahl der Kinder, die in den letzten Monaten gemobbt wurde oder in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt waren. Es gibt jedoch noch viel mehr Formen der Gewalt, wie sexuelle Übergriffe oder genderbasierte Gewalt. Der Bericht von UNICEF "An Everyday Lesson - ENDviolence in Schools" zeigt, wie verbreitet Gewalt an Schulen auf der ganzen Welt ist. Gewalt wirkt sich auf das Lernverhalten aus, langfristig kann es zu Depressionen, Ängsten und sogar Selbstmord führen. Gewalt ist eine unvergessliche Lektion, die kein Kind lernen darf.

DOWNLOAD: An Everyday Lesson: #ENDviolence in Schools (PDF, Englisch, 3,8 MB)

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A Familiar Face: Violence in the lives of children and adolescents

Gewalt gegen Kinder ist ein globales Phänomen und wird häufig gerade durch die Personen ausgeübt, die für ihren Schutz verantwortlich sind. Schätzungsweise drei Viertel der zwei- bis vierjährigen Kinder weltweit – rund 300 Millionen Mädchen und Jungen – erleben körperliche oder verbale Gewalt durch ihre Erziehungsberechtigten zu Hause. Rund die Hälfte aller Kinder im Schulalter (732 Millionen) lebt in einem Land, in dem Prügelstrafen an der Schule nicht vollständig abgeschafft sind. Zu diesem Ergebnis kommt UNICEF in dem Bericht „A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents“, für den die neuesten verfügbaren Statistiken ausgewertet wurden.

DOWNLOAD: A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents (PDF, Englisch, 4,7 MB)

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Achieving a future without child marriage: Focus on West and Central Africa

Mädchen in West- und Zentralafrika sind der Gefahr, als Kinder verheiratet zu werden, am stärksten ausgesetzt. Während die Verbreitung von Kinderehen in West- und Zentralafrika in den letzten zwei Jahrzehnten zurückgegangen ist, verlief der Fortschritt nicht gleichmäßig. Vier von zehn jungen Frauen wurden vor dem Alter von 18 Jahren verheiratet, und davon jede dritte vor dem Alter von 15 Jahren.

Der UNICEF Report Achieving a future without child marriage: Focus on West and Central Africa zeigt, dass aufgrund des schnellen Bevölkerungswachstums und der starken Verbreitung, selbst eine Verdoppelung des aktuellen Rückgangs nicht ausreichen würde, um die Zahl der Mädchen zu reduzieren, die jährlich heiraten.

DOWNLOAD: Achieving a future without child marriage: Focus on West and Central Africa (PDF, Englisch, ca. 3 MB)


Social protection for child rights and well-being in Central and Eastern Europe, the Caucasus and Central Asia

Dieser Bericht liefert einen Überblick zur aktuellen Entwicklung in der Reduzierung von Kinderarmut und sozialer Absicherung für Kinder in 30 Ländern in Zentral- und Osteuropa und Zentralasien.
Der Bericht zeigt in Bezug auf die soziale Absicherung für Kinder die größten Herausforderungen für die Region und stellt Empfehlungen von UNICEF vor. Sozialer Schutz für Kinder bedeutet finanzielle Beihilfen, Zuschüsse für Gesundheits- und Bildungsleistungen, Beratung und soziale Arbeit und der Anspruch auf Karenz. Laut UNICEF geht es den Kindern in der Region zwar besser als vor 20 Jahren, jedoch leben immer noch zu viele in armen Haushalten, beraubt von grundlegenden Bedürfnissen, wie auch von Dienstleistungen und gesellschaftlichen Gruppen ausgeschlossen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind wie folgt:

  • Geldzuwendungen in der Region steigen an und erreichen Kinder und Familien in sozialer Not. Trotzdem gibt es weiterhin zu viele hilfsbedürftige Kinder, vor allem aus benachteiligten Gruppen.
  • Durch Geldzuwendungen und finanzielle Hilfsleistungen ändern sich die Lebensbedingungen für Kinder und Familien in der Region meistens nur gering.
  • Eltern mit niedrigeren Einkommen oder ohne Arbeit bekommen häufig keine soziale Unterstützung zur Resozialisierung oder Sozialleistungen. Dadurch verschlechtern sich die sozialen Ungleichheiten zunehmend.

Children's Rights in the Digital Age

Das Cover des Berichts "Children's Rights in the Digital Age" (PDF, Engl., ca. 3,2MB)

Etwa zwei Drittel der drei Billionen Internetuser weltweit sind Menschen aus Entwicklungsländern, ein großer Teil dieser neuen User sind Kinder und Jugendliche; in vielen Ländern übersteigt die Zahl an Internetusern unter 24 sogar jene aller anderen Altersgruppen zusammen. Untersuchungen zeigen dass Kinder auf der ganzen Welt verstärkt auf die Nutzung von digitalen Medien setzen, hauptsächlich um sich weiterzubilden, an der digitalen Welt teilzunehmen, sich sozial zu vernetzen oder zu Unterhaltungszwecken. Viele Beispiele zeigen, dass digitale Medien, wenn sie richtig eingesetzt werden, durch die Verbreitung von Informationen, Förderung von Bildung und als neue Unternehmensgrundlage, zu Entwicklung beitragen können. Partnerorganisationen aus 16 verschiedenen Ländern hielten Workshops mit Kindern zwischen 6 und 18 ab, in denen sie über ihren Gebrauch von digitalen Medien und die damit verbundenen Kinderrechte reflektieren sollten. Die Ergebnisse von diesem Projekt werden in dem vorliegenden UNICEF Bericht präsentiert.

DOWNLOAD: Children's Rights in the Digital Age (PDF, Englisch, ca. 3,2 MB)

DOWNLOAD: Kinder im digitalen Zeitalter (PDF, Zusammenfassung auf Deutsch, 2 Seiten, 311 KB)


Hidden in Plain Sight - Unsichtbare Gewalt

Für den Report „Hidden in Plain Sight“ hat UNICEF systematisch Daten zu Gewalt gegen Kinder durch Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde oder Mitschüler aus 190 Ländern untersucht.
Kinder und Jugendliche sind weltweit in ihrem näheren Lebensumfeld in erschreckendem Ausmaß körperlichen, sexuellen und seelischen Misshandlungen ausgesetzt. Drei von zehn Erwachsenen weltweit sind der Meinung, dass körperliche Züchtigungen zur Erziehung dazugehören, um ein Kind zu disziplinieren und gut aufzuziehen. Bis heute sind Einstellungen, die Gewalt rechtfertigen, sie stillschweigend hinnehmen oder als nicht schädlich ansehen, weit verbreitet. Dies ist das Ergebnis der aktuell umfassendsten Datensammlung zu Gewalt gegen Kinder.

DOWNLOAD: "Hidden in plain sight: A statistical analysis of violence against children" - vollständiger Bericht (PDF, Englisch, ca. 70,6MB)

DOWNLOAD: "Das Unsichtbare sichtbar machen" - dt. Zusammenfassung (PDF, Deutsch, ca. 40KB)

 

 


Female Genital Mutilation/Cutting: A statistical overview and exploration of the dynamics of change

„Female Genital Mutilation/Cutting: A statistical overview and exploration of the dynamics of change“ (PDF-Download, Engl., 13,4MB)

Mädchen werden heute deutlich seltener Opfer von Genitalverstümmelung als noch ihre Mütter. Inzwischen spricht sich die Mehrheit der Menschen in den meisten betroffenen Ländern dafür aus, die Tradition der Mädchenbeschneidung abzuschaffen. 

Das ist das Ergebnis eines umfassenden neuen UNICEF Berichts über die 29 am stärksten betroffenen Länder. Dennoch geht der Wandel in vielen Regionen nur langsam voran. So sind weiterhin jährlich drei Millionen Mädchen in Gefahr, an ihren Genitalien beschnitten zu werden. Weltweit müssen 125 Millionen Mädchen und Frauen mit den Folgen des Eingriffs leben. UNICEF setzt sich weltweit gemeinsam mit Partnern und den Gemeinden selbst für die Abschaffung ein.Das ist das Ergebnis eines umfassenden neuen UNICEF-Berichts über die 29 am stärksten betroffenen Länder. Dennoch geht der Wandel in vielen Regionen nur langsam voran. So sind weiterhin jährlich drei Millionen Mädchen in Gefahr, an ihren Genitalien beschnitten zu werden. Weltweit müssen 125 Millionen Mädchen und Frauen mit den Folgen des Eingriffs leben. UNICEF setzt sich weltweit gemeinsam mit Partnern und den Gemeinden selbst für die Abschaffung ein.

Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass in allen 29 Ländern in Afrika und im Mittleren Osten, in denen Mädchenbeschneidung hauptsächlich praktiziert wird, immer weniger Frauen und Männer die Tradition unterstützen. Deutliche Fortschritte gibt es in Irak, Kenia, Liberia, Nigeria, Tansania und Zentralafrikanische Republik. Doch trotz des Einstellungswandels hat sich in einigen Ländern wie Ägypten, Dschibuti, Guinea und Somalia in den vergangenen Jahren wenig geändert: Hier werden weiter mehr als 90 Prozent der Mädchen beschnitten.

Als häufigster Grund für die fortgesetzte Mädchenbeschneidung wird das Gefühl sozialer Verpflichtung angegeben. Die Angst vor Ausgrenzung ist dabei sogar stärker als die Sorge vor Strafverfolgung: In den meisten Ländern ist Mädchenbeschneidung mittlerweile gesetzlich verboten. Der UNICEF-Bericht kommt deshalb zu dem Schluss, dass Gesetze allein zum Schutz der Mädchen nicht ausreichen. Vielmehr müssen möglichst viele Frauen und Männer in den Prozess einbezogen werden, die Tradition zu hinterfragen und offen zu diskutieren. Denn oft lassen Eltern ihre Töchter beschneiden, weil sie annehmen, dass das erwartet wird – obwohl in mehreren Ländern auch die Mehrheit der Männer gegen Mädchenbeschneidung ist.

UNICEF unterstützt in den betroffenen Ländern Aufklärungs- und Bildungsprojekte.

DOWNLOAD: Female Genital Mutilation/Cutting: A statistical overview and exploration of the dynamics of change (PDF, Englisch, 13,4 MB)