COVID-19-Pandemie: Gegen die Verbreitung falscher Informationen werden stärkere Maßnahmen gefordert

New York/Zürich/Wien - Die WHO ruft zusammen mit der UNO, UNICEF und weiteren Partnern dazu auf, Aktionspläne gegen die Verbreitung von Corona-Fehlinformationen zu entwickeln.

Danny (7) sitzt an einem Computer, während sein Vater Arthur G. arbeitet. Eriwan in Armenien, April 2020

Danny (7) sitzt an einem Computer, während sein Vater Arthur G. arbeitet. Eriwan in Armenien, April 2020 © UNICEF

„Fehlinformationen gehören zu den am schnellsten wachsenden Herausforderungen für Kinder heutzutage,“ betont Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin. „Sie untergraben das Vertrauen in die Wissenschaft und Medizin und spalten Gemeinschaften. In ihrer verhängnisvollsten Form, etwa wenn sie Eltern davon überzeugt, ihre Kinder nicht zu impfen, können sie sogar tödlich sein. Da Fehlinformationen eher ein Symptom als eine Krankheit sind, erfordert ihre Bekämpfung mehr als nur die Vermittlung der Wahrheit. Sie erfordert auch Vertrauen zwischen Führungskräften, Gemeinschaften und Einzelpersonen.“

„Um die Pandemie zu bekämpfen, brauchen wir Vertrauen und Solidarität. Falsche Informationen behindern die Reaktion auf die Pandemie. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um die COVID-19- Pandemie zu bekämpfen und wissenschaftlich fundierte Ratschläge zur öffentlichen Gesundheit fördern,“ so WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die WHO und ihre Partner fordern die Länder nachdrücklich dazu auf, ihre Gemeinden bei der Entwicklung ihrer nationalen Aktionspläne einzubinden und Vertrauen und Widerstandskraft gegen falsche Informationen aufzubauen. Auch die Medien, die verschiedenen Social Media Plattformen, führende Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft und Influencer wurden aufgefordert, ihre Aktionen zur Verbreitung genauer Informationen zu verstärken und die Weitergabe von Fehlinformationen zu verhindern. Der Zugang zu korrekten Informationen und der freie Austausch von Ideen online und offline sind der Schlüssel zu wirksamen und glaubwürdigen Reaktionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit.