COVID-19: UNICEF kritisiert Trend zu erneuten Schulschließungen

New York/Köln/Wien – Weltweit kann im Moment eines von fünf Kindern wegen Corona-bedingter Schulschließungen nicht in die Schule gehen (Daten von UNESCO)

Mauretanien 2020: Die junge Fatimetou trägt eine Schiefertafel mit dem Satz „Ich liebe Schule“ in arabischer Sprache.

Mauretanien 2020: Die junge Fatimetou trägt eine Schiefertafel mit dem Satz „Ich liebe Schule“ in arabischer Sprache. © UNICEF

Seit Anfang November ist die Anzahl Kinder, die von Schulschließungen wegen COVID-19 betroffen sind, um 38 Prozent auf 320 Millionen gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von fast 90 Millionen Kindern innerhalb eines Monats.

Wegen steigender Infektionszahlen beschließen viele Regierungen erneut teils landesweite Schulschließungen. Dies obwohl Schulen nachweislich nicht als Treiber der Pandemie gelten. Kinder verlieren somit vorübergehend einen Ort, an dem sie lernen, unterstützt werden, Schulmahlzeiten erhalten und geschützt sind. Für die ärmsten Kinder ist das Risiko am größten, dass sie ganz aus dem Schulsystem fallen.

UNICEF fordert Regierungen nachdrücklich dazu auf, auf die Wiedereröffnung von Schulen zu setzen und alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um sie so sicher wie möglich zu machen. „Eines haben wir während der Corona-Krise über Schulbildung gelernt: Die Vorteile, die sich ergeben, wenn Schulen geöffnet bleiben, überwiegen bei weitem die Nachteile für ihre Schließungen. Und landesweite Schließungen von Schulen sollten um jeden Preis vermieden werden“, sagt Robert Jenkins, UNICEF-Bildungsdirektor.