Kinder-Blog: Johanna (12) über Kinderrechte

Anlässlich des Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November haben wir Mädchen und Buben, die in Österreich leben, nach ihrer Meinung zu Kinderrechten gefragt.

Zwei Mädchen lächeln in die Kamera, im Hintergrund spielen Kinder.

Kinder in Uganda nehmen ein Video für den Internationalen Tag der Kinderrechte auf.

Johanna (12 Jahre) berichtet, was Kinderrechte für sie bedeuten.

Meiner Meinung nach sind die Kinderrechte sehr wichtig. Natürlich gilt dies für ALLE Kinder auf der Erde unter 18 Jahren. Es ist auch egal, wo die Kinder leben, wie sie aussehen oder welche Sprache sie sprechen.

Ein sehr wichtiges Recht ist die „Gesundheit“ zu erhalten bzw. zu fördern. In einigen Ländern ist dies nicht möglich, da ärztliche Behandlungen nicht möglich oder zu teuer sind. Ebenfalls ist die Nahrung ausschlaggebend, ob man gesund ist oder nicht und ob man da gute Voraussetzungen hat. Einige Kinder müssen täglich ums Überleben kämpfen, da sie sehr wenig Essen erhalten.

Das Schlimmste ist aber die Kinderarbeit. Hier beutet man die Kinder aus und sie werden unter widrigsten Umständen zum Arbeiten gezwungen und können so keiner Schulbildung nachgehen. Zum Glück ist dies in Österreich verboten, aber in den ärmeren Regionen der Erde ist das leider nicht so.

Auch bedeutend sind die Familie und Freunde, die mir Halt und Vertrauen geben und schenken. Eine eigene Meinung ist überlebensnotwendig, da man wichtige Entscheidungen nur selber treffen kann. Sicherheit und Schutz sind unbedingt erforderlich, denn nur so kann man vertrauen und lernen. Deshalb ist es wichtig, auch an die Flüchtlingskinder zu denken und ihnen zu helfen und ihnen eine Bleibe zu geben. Kleidung und Schuhe benötigen wir alle ebenfalls, denn dies schützt uns vor Kälte. Auch ein Dach über dem Kopf kann überlebenswichtig sein, da es Schutz vor Tieren bietet und vor allem Wärme und Geborgenheit vermittelt.

Kinderrechte sind also überlebenswichtig, doch ich kenne auch Kinder, die meinen, dass Internet und stundenlanges Computerspielen auch zu den Rechten gehören. Aber das stimmt nicht. Das ist schon ein Luxus und es sind daraus wachsende Bedürfnisse, aber keine Rechte. Jede/r hat andere Bedürfnisse und einer mehr als der andere aber die Rechte sind für alle gleich, da sie gleiche Voraussetzungen bieten. Manche Kinder haben nur das Bedürfnis nach Nahrung, Kleidung, einem Dach über dem Kopf und Trinkwasser, das ja ihre Rechte sind. Die ihnen aber nicht erfüllt werden (können).