Logistikprofi UNICEF liefert Überleben im Karton - ohne Wenn und Aber

Wien - Innerhalb von 48-72 Stunden erreichen UNICEF Hilfsgüter die entlegensten Winkel der Erde.

Mit Hilfe ausgeklügelter Logistik, engagierter MitarbeiterInnen, einem weltweiten Netzwerk und viel Wissen über die Situation der Kinder sowie dank großzügiger SpenderInnen steht UNICEF Kindern in Not weltweit bei - dafür ist kein Weg zu weit.

 

UNICEF_Kind in eine Decke eingewickelt in einem Familienzelt in einem Flüchtlingslage im Nord-Irak 2014_UN02444

UNICEF_Kind in eine Decke eingewickelt in einem Familienzelt in einem Flüchtlingslage im Nord-Irak 2014_UN02444

Im Rahmen der aktuellen Winterkampagne 2019/20 des UN-Kinderhilfswerks steht Hilfe zum Überleben im Mittelpunkt. UNICEF ist kein Weg zu weit oder zu mühsam, damit Kinder in Not, die Hilfe bekommen, die sie dringend benötigen. Nahrungsmittel, Medizin, Hygieneartikel, Decken und sogar Materialien zur Wasseraufbereitung liefert UNICEF zum Überleben im Paket – ohne Wenn und Aber.

Die nächsten Monate bringen neue Herausforderungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einerseits steht ein bitterkalter Winter in Ländern wie dem Irak, Jordanien, Libanon, Syrien und der Türkei bevor. Die Kinder dort brauchen Decken und Winterkleidung, um zu überleben. Andererseits leiden viele afrikanische und asiatische Länder unter Ernteausfällen und Nahrungsknappheit, vor allem bedingt durch Dürren oder Überschwemmungen. Diese Wetterextreme werden jedes Jahr durch den Klimawandel verstärkt. Sie treffen vor allem die ärmsten Menschen und Kinder.

UNICEF – von der Hilfe für Kinder in Europa zur Hilfe weltweit

Die Geschichte von UNICEF beginnt im verwüsteten Europa der Nachkriegszeit. Mit den ersten Hilfslieferungen in Paketen brachte UNICEF vor allem Lebensmittel, Medikamente und Kleidung. Insgesamt versorgte UNICEF 1946/47 sieben Millionen Kinder, elf Millionen konnten erfolgreich gegen Tuberkulose geimpft werden und sechs Millionen erhielten Kleidung. Seit über 70 Jahren verfolgt UNICEF die Vision, eine bessere Welt für Kinder zu verwirklichen. In beinahe einem dreiviertel Jahrhundert hat sich das UN-Kinderhilfswerk zu einem Profi und Big Player der Logistik entwickelt.

Ausgeklügelte Logistik

Das UNICEF-Logistikzentrum im Hafengebiet von Kopenhagen ist mit 20.000 Quadratmetern etwa so groß wie drei Fußballfelder. Von hier aus werden ca. 800 verschiedene Hilfsgüter wie Medikamente, Wasserreinigungstabletten, Moskitonetze und vieles mehr versendet. Dazu kommen regionale Warenlager in Panama, Dubai und Shanghai sowie über 350 Lager in den Programmländern. Hier stehen Hilfsgüter für den Katastrophenfall jederzeit bereit.

Weltweit bekommt jedes dritte Kind Impfstoffe von UNICEF. Auf der Reise zu ihnen muss das Serum ununterbrochen gekühlt werden – im Laderaum von Schiffen, auf Booten, Motorrädern oder Lasteseln, mit denen die wertvolle Fracht schließlich jedes einzelne Dorf erreicht.

Auch Millionen Moskitonetze und Hunderttausende Kisten mit Schulmaterial werden jedes Jahr in die entlegensten Gebiete gebracht. Die UNICEF LogistikexpertInnen sorgen dafür, dass alles heil am richtigen Ort ankommt – in guter Qualität und möglichst kostenschonend.

Shanelle Hall, Systemingenieurin, leitet seit 1998 die Logistik von UNICEF und erklärt: „Wir wollen das Leben von Kindern auf der ganzen Welt verbessern. Dazu braucht es einen umfassenden Ansatz. Wir arbeiten mit den Herstellern zusammen und entwickeln gemeinsam mit ihnen Lösungen, die genau den Bedürfnissen entsprechen – zum Beispiel Moskitonetze, die vor Malaria schützen, aber auch robust und langlebig sind. Wir drängen die Industrie aber auch dazu, neue Impfstoffe zu entwickeln und diese den Kindern in Entwicklungsländern zugänglich zu machen.“

Die meisten Produkte beschafft UNICEF lokal. Impfstoffe werden direkt vom Hersteller aus verschickt. Wo immer es möglich ist, transportiert UNICEF Hilfsgüter per Schiff, da die Kosten nur ein Zehntel der Flugkosten betragen. Häufig geben Fluggesellschaften UNICEF auch Rabatt. UNICEF übernimmt auch für andere große Hilfsorganisationen sowie Regierungen den Einkauf und stellt Lagerplatz sowie Know-how zur Verfügung. Weltweit sind dafür rund 1.100 MitarbeiterInnen im Einsatz.

UNICEF arbeitet mit den Dorfältesten, Schulen oder Frauenorganisationen zusammen, um die Notwendigkeit und die Anwendung von Hilfsgütern vor Ort zu erklären.

Weihnachtsspende für Kinder

Draußen wird es immer kälter, der Winter steht vor der Tür. Diese Jahreszeit ist sehr schwer für viele Kinder in Not, da es oft am Nötigsten fehlt. Vor allem Nahrung und warme Kleidung fehlen. Schon mit 15,- Euro können lebenswichtige Hilfsgüter für 1 Kind besorgt werden. Mehr Informationen sowie Spendenmöglichkeiten finden sich unter unicef.at/jetzt.

Für Redaktionen

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