Skrupelloser Angriff auf Kinder muss Wendepunkt des brutalen Kriegs im Jemen sein!

New York, 9. August 2018 – Der schreckliche Angriff auf einen Bus in Sa'ada im Jemen, bei dem angeblich viele Kinder getötet und verstümmelt wurden, markiert einen Tiefpunkt im brutalen Krieg des Landes.

Ein Bub und seine Mutter warten auf die Behandlung in der Gesundheitsstation.

© UNICEF/UN0219827 - Eine Mutter wartet mit ihrem Sohn im Alqatee'a Gesundheitszentrum in Aden.

Ein Statement von UNICEF Direktorin Henrietta Fore:

"Die Frage ist nun, ob es auch ein Wendepunkt sein wird - der Moment, der die Konfliktparteien, den UN-Sicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft endlich dazu bringen muss, das Richtige für Kinder zu tun und diesen Konflikt zu beenden.

UNICEF und andere haben wiederholt den Schutz von Kindern und die Achtung des humanitären Völkerrechts gefordert. Diese Aufrufe wurden mit völliger Missachtung beantwortet. Seit 2015 wurden fast 2.400 Kinder getötet, mehr als 3.600 verletzt und Tausende von unschuldigen Menschenleben zerstört. Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen und die notwendige Infrastruktur sind an der Tagesordnung.

Der anhaltende Konflikt, wiederholte Angriffe und Zugangsbeschränkungen aufgrund von Unsicherheit und Gewalt hindern uns auch daran, die Bedürftigsten zu erreichen, darunter elf Millionen Kinder, die humanitäre Hilfe benötigen.

Wie viele Kinder werden noch leiden oder sterben, bevor diejenigen, die handeln können, diese Geißel endlich beenden?  

In den letzten Wochen wurden eine von UNICEF unterstützte Wasserstation und ein Sanitärzentrum in Hodeida, die beide für die Versorgung der Familien mit sauberem Wasser und die Verhinderung eines erneuten Ausbruchs der Cholera unerlässlich sind, angegriffen und schwer beschädigt, wodurch die Gesundheit und das Wohlergehen von Hunderttausenden Menschen gefährdet wurden.

Es ist schwer zu glauben, dass wir in einer Welt leben, in der Kinder in Angst vor solchen Angriffen leben müssen, doch hier sind wir. Das muss aber nicht ihre Realität sein. Die Konfliktparteien und diejenigen, die Einfluss auf sie haben, einschließlich der Mitglieder des Sicherheitsrates, können und sollten sich dafür entscheiden, diese Katastrophe zum Wohle der Kinder im Jemen zu beenden.

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