Verheerendes Feuer vertreibt Tausende aus Rohingya-Flüchtlingslagern in Cox's Bazar, Bangladesch

Dhaka/Wien - Statement von Tomoo Hozumi, Leiter von UNICEF-Bangladesch

Eine Gruppe von Kindern wärmt sich in den frühen Morgenstunden an einem Feuer im Flüchtlingslager Balukhali in Cox's Bazar, Bangladesch. Dez. 2019.

Eine Gruppe von Kindern wärmt sich in den frühen Morgenstunden an einem Feuer im Flüchtlingslager Balukhali in Cox's Bazar, Bangladesch. Dez. 2019. © UNICEF

 

„Unsere Gedanken sind bei den Kindern und Familien, die von dem verheerenden Brand betroffen sind. Das Feuer hat bereits schwere Schäden verursacht und breitet sich weiter aus. Tausende Menschen sind vor den Flammen geflohen. Viele Menschen wurden evakuiert. Das ganze Ausmaß der Katastrophe lässt sich noch nicht erfassen.

UNICEF-Teams und unsere Partner sind vor Ort und leisten Nothilfe. Teams wurden mobilisiert, um erste Hilfe zu leisten und die Evakuierung der Unterkünfte zu unterstützen.
Die Katastrophe dauerte bis tief in die Nacht an. Ersten Berichten zufolge befinden sich Kinder unter den Verletzten; manche wurden von ihren Familien getrennt. UNICEF-Kinderschutzexpert*innen und unsere Partner kümmern sich darum, Kindern zu helfen. Unsere Partner versorgen die Kinder zudem mit dem Nötigsten und stellen Trinkwasser bereit.

UNICEF dankt den lokalen Behörden und Einsatzkräften, die unermüdlich daran arbeiten, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, während die geflüchteten Menschen und humanitäre Helfer in Sicherheit gebracht wurden. Unsere Priorität ist es nun, die Sicherheit und den Schutz der Kinder gemeinsam mit den Behörden, Einsatzkräften und Partnern zu gewährleisten.“

Für Redaktionen

Das Rohingya-Flüchtlingslager in Cox's Bazar ist eine der größten Flüchtlingsunterkünfte der Welt und beherbergt über 877.000 Flüchtlinge, von denen mehr als die Hälfte Kinder sind. Über 725.000 Rohingya-Flüchtlinge flohen im August 2017 nach einer Kampagne ethnischer Säuberungen in Myanmars Rakhine-Staat aus Myanmar nach Bangladesch.