Waffenruhe in Äthiopien - humanitäre Hilfe steht bereit

Zürich/Wien - Die Waffenruhe in Äthiopien verschafft UNICEF und anderen Hilfsorganisationen die Möglichkeit, die von einer akuten Hungersnot bedrohte Bevölkerung mit überlebensnotwenigen Nahrungsmitteln zu versorgen. Die Sicherheitslage in der Region Tigray bleibt jedoch weiterhin instabil.

Kinder, die vor der Gewalt in der äthiopischen Region Tigray geflohen sind, warten auf ein Frühstück.
Kinder, die vor der Gewalt in der äthiopischen Region Tigray geflohen sind, warten auf ein Frühstück, das von dem Freiwilligen Mahlet Tadesse, 27, in Mekele, der Hauptstadt der Region Tigray, organisiert wurde. 23. Juni 2021 © UNICEF

UNICEF steht bereit, um der von einer Hungersnot bedrohten Bevölkerung humanitäre Hilfe zu leisten. Die am Montag angeordnete Waffenruhe in Äthiopien verschafft UNCIEF und anderen Hilfsorganisationen den Zugang zu den bisher unzugänglichen Gebieten. Damit kann die Bevölkerung und insbesondere die schwer mangelernährten Kinder mit den dringend benötigten, lebenserhaltenden Nahrungsmitteln versorgt werden. Doch bleibt die Sicherheitslage weiterhin instabil.

Mindestens 33.000 Kinder in Tigray sind schwer akut mangelernährt und stehen ohne sofortige Hilfe kurz vor dem Tod. Allein im letzten Monat hat sich die Zahl der wöchentlichen Einweisungen von Kindern zur Behandlung schwerer akuter Mangelernährung vervierfacht. UNICEF geht davon aus, dass noch in diesem Jahr bis zu 56.000 Kinder unter fünf Jahren in Tigray wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden müssen. 5,5 Millionen Menschen sind mit einem hohen Maß an akuter Ernährungsunsicherheit konfrontiert, davon allein 4 Millionen in Tigray.