Welternährungstag: Alle 13 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger.

Wien - UNICEF Österreich startet die heurige Winterkampagne am Welternährungstag zu dem Thema Hunger, denn alle 13 Sekunden verhungert ein Kind. Der Klimawandel, Konflikte und die COVID-19-Pandemie verschärfen die ohnehin bereits für Millionen Kinder lebensbedrohliche Lage. Mit nahrhafter Erdnusspaste und Spezialnahrung können Kinderleben gerettet werden.

Koli wird in einem Gesundheitszentrum in Pibor im Südsudan auf Mangelernährung untersucht. September 2020

Koli wird in einem Gesundheitszentrum in Pibor im Südsudan auf Mangelernährung untersucht. September 2020 © UNICEF

In fast der Hälfte aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren stellt Mangelernährung die Ursache dar. Die Gründe für Hunger sind hochkomplex und oftmals spielen mehrere Faktoren zusammen.

Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen nehmen durch den Klimawandel zu. Gesamte Ernten können als Folge zerstört werden und die Nutztiere verenden. Dazu kommen von Menschen gemachte Konflikte. Zum Beispiel in Syrien, dem Jemen oder dem Südsudan schüren anhaltende Konflikte die Hungerproblematik.

Die ohnehin schon schwierige Situation der ärmsten Familien verschärft sich in diesen Ländern, wenn Importe erschwert werden oder Lebensmittelpreise drastisch steigen. Die aktuelle COVID-19-Pandemie stellt eine weitere Herausforderung dar. Die wirtschaftlichen Folgen der Krise zerstören die Einkommens- und Ernährungsgrundlage zahlreicher Familien.

Was bedeutet Mangelernährung

Akute Mangelernährung liegt bei Kinder vor, wenn deren Körpergewicht unter 80 Prozent des für ihr Alter angemessenen Gewichts liegt. Beträgt das Gewicht weniger als 70 Prozent, spricht man von schwerer akuter Mangelernährung.

Die Ursache für Mangelernährung ist ein chronischer Mangel an Vitaminen und lebenswichtigen Spurenelementen sowie eine zu geringe Lebensmittelzufuhr über einen langen Zeitraum. Mangelernährung hat weitreichende Folgen: Beeinträchtigung der Verdauung, Kinder können nicht mehr normal essen und drohen zu verhungern. Die Nahrung kann nicht richtig vom Körper aufgenommen werden. Mangelernährte Kinder sind anfälliger für Krankheiten wie Durchfall, Masern und Lungenentzündung.

So hilft UNICEF gegen den Hunger

UNICEF arbeitet in Regionen mit unzureichender Ernährung vor Ort intensiv mit nationalen Behörden, wie auch anderen UN-Organisationen und internationalen Partnern zusammen, um nationale Ernährungsprogramme zu erstellen und in die Praxis umzusetzen.

Allein im Südsudan möchte UNICEF 1,3 Millionen akut mangelernährte Kinder mit dringend notwendiger Hilfe erreichen. Mangelernährung führt vor allem bei Kleinkindern schnell zum Tod. UNICEF ist vor Ort und liefert Spezialnahrung.

Dank Spenden werden vom UNICEF-Logistikzentrum in Kopenhagen aus jährlich Millionen Produkte wie Proteinriegel, Erdnusspaste, Vitamin-A Tabletten oder orales Rehydrierungssalz an Krisenregionen, vor allem in Afrika und Südasien, verschickt, um den Welthunger zu bekämpfen.

UNICEF Österreich hat sich dazu entschieden, den Fokus der diesjährigen Winterkampagne auf das Hungerleid von Millionen Kindern und ihren Familien zu richten, um Spenden zu sammeln und damit weiterhin an der Seite der Mädchen und Buben zu sein – ohne Wenn und Aber. Bereits mit 30,- Euro wird einem mangelernährten Kind durch 92 Packungen Erdnusspaste geholfen zu überleben.

Mehr Informationen finden Sie unter: unicef.at/jetzt-helfen