Vier Buben stehen in ihrer Hütte und haben Regenschutz an.
© UNICEF/UN0214043/Mawa
UNICEF unterstützt Kinder in über 170 Ländern, auch in Bangladesch.

UNICEF Österreich Jahresbericht 2017

Ihre Hilfe kommt an. Im Jahr 2017 war die Hilfe der österreichischen Spenderinnen und Spender überwältigend. Nur dank dieser großartigen Unterstützung ist unsere Arbeit für die Kinder dieser Welt möglich. Denn wo immer UNICEF bei den Kindern ist - dort sind auch unsere Spenderinnen und Spender.

Wir sind stolz darauf, dass die österreichische UNICEF-Familie ein stabiler und verlässlicher Teil dieser globalen Familie für die Kinder ist. Ein herzliches DANKE an Sie!

Gesundheit

Die vierjährige Zaenab bekommt ihre Schluckimpfung gegen Polio.
© UNICEF/UN047358/Khuzaie
Irak: Die vierjährige Zaenab wird im Zuge einer großangelegten Polio-Impfkampagne geimpft.

Weltweite Gesundheitsprogramme gehören zu unseren größten Erfolgen. Seit 1990 konnte die Kindersterblichkeit bereits um die Hälfte gesenkt werden. Doch noch immer sterben täglich 15.000 Kinder unter fünf Jahren – das sind elf Kinder pro Minute. Wir arbeiten weiter, bis kein Kind mehr an einer vermeidbaren Ursache sterben muss. Im Zentrum unserer Arbeit steht der Aufbau einer flächendeckenden, lokalen Gesundheitsversorgung, umfassender Impfschutz für alle Kinder, Gesundheit in humanitären Notlagen und Versorgung von Müttern und Neugeborenen.

Ernährung

Niger: Zahira wird von ihrer Mutter gehalten und isst Erdnusspaste.
© UNICEF/UNI141591/Dicko
Im Niger finden zahlreiche Flüchtlinge aus den umliegenden Ländern Unterschlupf. Mit unserer Erdnusspaste kommen die Kinder wieder zu Kräften - so wie Zahira.

Jedes vierte Kind auf der Welt ist chronisch mangelernährt. Hunger ist eine Katastrophe und beeinträchtigt Kinder für ihr gesamtes Leben. Wir helfen von Anfang an und klären Eltern über gesunde Ernährung und die Bedeutung des Stillens auf. Mit langfristigen Programmen tragen wir dazu bei, dass jedes Kind die Nährstoffe bekommt, die es braucht. In Notsituationen retten wir extrem von Hunger betroffenen Kindern mit therapeutischer Erdnusspaste oder Spezialmilch das Leben. 2017 leiteten UNICEF und Partner Ernährungsprogramme in 120 Ländern.

Schule

Zwei Schülerinnen schreiben während des Unterrichts konzentriert in ihre UNICEF-Blöcke.
© UNICEF/UNI198148/Soulieman
Die Schülerinnen und Schüler der Al-Athra’a Schule (Syrien) können ihre neuen Notizbücher gut im Unterricht gebrauchen.

Der Schulbesuch ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Kinder später ihren Weg aus der Armut finden und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Doch für Millionen Mädchen und Buben ist der Unterricht ein noch unerfüllter Traum. Wir konnten 2017 jedoch große Erfolge im Bereich Bildung erzielen: So versorgten wir 12,5 Millionen Kinder und fast 250.000 Klassen mit Schulmaterialien. 79% der Kinder aus den ärmsten Haushalten besuchen nun zumindest die Volksschule bzw. äquivalente Schulstufen. Weltweit gehen mehr Kinder als je zuvor in die Schule!

Wasser & Hygiene

Rund 10 Kinder waschen ihre Hände in ihrer Schule in Indien.
© UNICEF/UN016421/Singh
Ein mehrjähriges Projekt soll hygienische Probleme in Indien der Vergangenheit angehören lassen.

Mehr als 663 Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und rund 2,4 Milliarden Menschen verfügen über keine hygienischen Latrinen oder Toiletten. Täglich sterben Kinder an den Folgen von verschmutztem Wasser. Anhand der WASH (Water, Sanitation and Hygiene) Strategie sichern wir die Wasserversorgung, verbessern sanitäre Einrichtungen und Hygiene und fördern WASH-Programme an Schulen, Kindergärten und bei humanitären Krisen. 2017 hat UNICEF so viele Menschen wie noch nie mit WASH-Programmen in Notsituationen erreicht, darunter mehr als 32 Millionen mit sauberem Wasser.

Hungersnot

Maria sitzt lachend auf ihrem Bett.
© UNICEF/UN0152308/Gonzalez Farran
Südsudan: Dank Ihnen und der schnellen Hilfe von UNICEF kann Maria wieder lachen.

Im letzten Jahr erreichten uns dringende Hilferufe aus vier Krisenregionen: Nigeria, Somalia, Jemen und Südsudan. Aufgrund von Konflikten, Dürre und Wirtschaftskrisen waren in diesen Ländern 1,4 Millionen Kinder schwer akut mangelernährt. Für Teile des Südsudan hat die UNO im Februar 2017 offiziell eine Hungersnot ausgerufen – zum ersten Mal überhaupt seit 2011.

Dank der Hilfe von Menschen wie Ihnen können wir rasche Nothilfe leisten. 750 UNICEF MitarbeiterInnen kämpfen vor Ort in Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen um das Leben der Kinder.

So konnten wir Kinder wie Maria vor dem Hungertod bewahren: Maria wog gerade mal sechs Kilo und war völlig entkräftet, als ihre Mutter mit ihr in ein von UNICEF unterstütztes Krankenhaus im Südsudan kam. Sie ist zwei Jahre alt und hätte in ihrem Alter eigentlich schon doppelt so viel wiegen müssen.

Zum Glück erhielt Maria schnell Spezialnahrung wie nährstoffreiche Erdnusspaste von UNICEF, die ihr schon nach wenigen Tagen neue Kraft gab. Bald war das Mädchen wieder auf den Beinen und kann jetzt normal essen, laufen und vor allem fröhlich lachen.

Kinder im Krieg

Syrien: Eine Wasserlieferung erreicht eine Schule in Damaskus, die Kinder freuen sich.
© UNICEF/UN047417/Al- Asadi
Die Kinder der Sulimean Al-Halabi Schule in Damaskus freuen sich über eine Wasserlieferung.

Aufwachsen im Krieg hinterlässt oft lebenslanges Leid und raubt Millionen Mädchen und Buben die Kindheit. Rund 30 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind laut UNICEF im eigenen Land oder über Landesgrenzen hinweg auf der Flucht vor Konflikten – mehr als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Für zu viele dieser Kinder gleicht ihr Leben einem Albtraum. Konflikte, die bereits mehrere Jahre andauern – wie etwa in Syrien, dem Irak oder Jemen – bringen immer wieder Wellen an Gewalt und Vertreibung in das Leben von Kindern. Wir sind vor Ort! Wir sind bei den Kindern in Kriegsgebieten und leisten wichtige Nothilfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren Impfkampagnen und medizinische Hilfe, versorgen die Menschen mit Trinkwasser und Nahrung, richten Notschulen ein und verteilen Pakete mit Hygieneartikeln oder Kleidung.

In Syrien erreichten wir folgendes:

  • Zugang zu sauberem Wasser für 5,9 Millionen Menschen.
  • Eine Millionen Kinder wurden mit Bildung erreicht.
  • 4,8 Millionen Kinder wurden durch Impfungen vor Masern geschützt.

Das alles und noch mehr macht die weltweite UNICEF-Familie möglich. Denn UNICEF finanziert seine weltweite Arbeit ausnahmslos mit freiwilligen Beiträgen.

UNICEF „Highlights“ 2017

  • Vier Millionen Kinder wurden gegen akute Mangelernährung behandelt.
  • 32,7 Millionen Menschen bekamen Zugang zu sauberem Wasser.
  • 18 Millionen Kinder wurden gegen Masern geimpft.
  • 8,8 Millionen Kinder erhielten Zugang zu Schulbildung.
  • 3,5 Millionen Kinder bekamen psychosoziale Unterstützung.