Schätzungsweise eine Milliarde Kinder weltweit lebt in Armut. Die Fortschritte in der Bekämpfung von Kinderarmut gehen seit einigen Jahren zurück.
Kinder sind überproportional häufig von Armut betroffen. Das bedeutet wenig Nahrung, Wasser, fehlende oder schlechte Unterkünfte sowie sanitäre Einrichtungen, einen Mangel an medizinischer Versorgung und Bildung.
Die Folgen dieser Armut können lebensbedrohlich sein. Kinder, die in Armut aufwachsen, werden im Falle von Krisen eher ausgegrenzt. Sie haben weniger Möglichkeiten zu lernen und verdienen so auch als Erwachsene weniger Geld. Oft müssen die Kinder auch arbeiten, statt in die Schule zu gehen. Mädchen heiraten viel zu jung.
Unterstützen Sie uns dabei, diesem Kreislauf der Armut ein Ende zu bereiten!
Kinderarmut gibt es weltweit
Rund 1 von 6 Kindern weltweit lebt in extremer Armut.
333 Millionen Kinder müssen von weniger als 2,15 US-Dollar pro Tag überleben. Extreme Kinderarmut tritt in Afrika, Südamerika, Asien und Europa auf und somit in fast allen Regionen unserer Welt. Subsahara-Afrika hat mit fast 40 Prozent die höchste Rate an Kinderarmut. In einigen Ländern wie dem Tschad, Sudan oder Kamerun sind 80 – 95 % aller Kinder von Armut betroffen.
Eine Milliarde Kinder leiden unter multidimensionaler Armut. Mehrere ihrer Grundbedürfnisse wie Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten, sauberes Wasser oder genug Essen sind nicht gedeckt.
Selbst in den reichsten Ländern der Welt leben mehr als 69 Millionen Kinder in Armut. In der EU ist fast jedes vierte Kind von Kinderarmut und sozialer Ausgrenzung bedroht.
Sie können in ihrem Zuhause nicht ausreichend heizen. Oft gibt es nicht genug oder kein nahrhaftes Essen. Kinderarmut bedeutet auch keine neuen Kleider, kein Handy oder kein Geld für Geburtstagsgeschenke.
Und die Armut ist vererbbar. Kinder in armen Familien schließen seltener eine gute Ausbildung ab. Auch die Lebenserwartung ist 8 bis 9 Jahre kürzer als bei Kindern aus wohlhabenden Familien.
Aufgrund von Krisen und Konflikten haben viele Länder weltweit immer mehr Schulden. Als Folge sinken die Sozialausgaben für Familien und die Kinderarmut nimmt zu.
Kriege wie beispielweise in der Ukraine und Gaza sowie Dürren in Teilen Afrikas treiben Menschen in die Armut.
Nur rund die Hälfte der Weltbevölkerung erhält mindestens eine Sozialleistung. Jedes vierte Kind weltweit bekommt sogar keine einzige Form der sozialen Unterstützung!
Soziale Reformen und Bargeldhilfen gegen Kinderarmut
- UNICEF hilft dabei, Kinderarmut in all ihren Dimensionen zu messen. Wir erarbeiten mit Regierungen und Partnern Programme zur Armutsbekämpfung.
- Wir unterstützen die Ausweitung von Sozialschutzprogrammen mit einem Fokus auf Kinder – wie das allgemeine Kindergeld.
- Wir versorgen von Armut betroffene Kinder mit Medikamenten, Essen, Wasser und Bildungsmöglichkeiten.
- UNICEF unterstützt Familien mit Bargeldhilfen („Cash-Transfer“), um genau das zu kaufen, was ihre Kinder gerade am dringendsten brauchen.
Bargeldhilfe für die Opfer des Ukraine-Krieges
Die 16-jährige Sofia und ihre Familie haben ihr Haus in Irpin verloren, nachdem es von einer Granate getroffen wurde. Sie sind entschlossen, es wiederaufzubauen.
Nachdem ihre Eltern wegen dem Krieg ihre Arbeit verloren, wurde das Geld knapp. Im letzten Sommer erhielten sie finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 765 Euro. Ein Teil des Geldes diente der Reparatur der Sommerküche, damit die Familie ein Dach über dem Kopf hat. Mit dem Rest kauften Sie Kleidung für die Kinder. Ähnliche Programme führt UNICEF im Kampf gegen Kinderarmut auf der ganzen Welt durch, egal ob Europa, Asien oder Afrika.
Das Programm soll dazu beitragen, die Bedürfnisse von Familien in der Ukraine zu decken. Vor allem derer, die am stärksten vom Krieg betroffen sind.
Ismaels Winter: Hoffnung inmitten der Kälte
Der 11-jährige Ismael lebt im abgelegenen Bargimatal-Distrikt, Afghanistan. Die Temperaturen fallen im Winter auf bis zu -33°C. Dichte Schneefälle schneiden sein Dorf von der Außenwelt ab. Für Ismael und seine Familie bedeutet der Winter Hunger, Kälte und Krankheit.
Ohne Zugang zu Märkten geht das Essen zur Neige. Die dünnen Decken bieten kaum Schutz vor den eisigen Nächten. UNICEF liefert Winterpakete mit warmer Kleidung, Decken sowie finanzielle Unterstützung. Die finanzielle Hilfe erlaubt der Familie, lebenswichtige Güter zu kaufen, ohne Schulden machen zu müssen.
Ismaels Geschichte steht stellvertretend für viele in Afghanistan. Dort hat UNICEF im Winter 2025 rund 70.000 Familien geholfen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Kinder wie Ismael nicht in Kinderarmut abrutschen und die Chance auf eine Zukunft bekommen.
Ihre Spende kommt an!
Ihre Spende wird zum Wohl der Kinder eingesetzt!
- Weltweit arbeiten wir mit Partnerorganisationen und lokalen Initiativen, damit Kinder vor Ort die Hilfe erhalten, die sie am dringendsten brauchen.
- Unsere Arbeit ist nur mithilfe von Spenden wie Patenschaften möglich, da wir keine Pflichtbeiträge von Regierungen erhalten.
- Wir arbeiten gewissenhaft und berichten detailliert und transparent. Daher ist UNICEF Österreich mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.
- Ihre Spende und Patenschaft ist steuerlich absetzbar.
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Spendengrund
Wichtige Fragen zum Thema Kinderarmut
Was tut UNICEF gegen Kinderarmut?
UNICEF arbeitet auf allen Ebenen, um Kinderarmut zu verhindern und zu beenden. Wir arbeiten mit Regierungen an Konzepten und Programmen, die Kinder aus der Armut holen sollen.
Vor allem in Afrika, Südamerika, Asien und allen von Krisen betroffenen Regionen gibt es zusätzlich Bargeldhilfen, um das größte Leid zu mindern. Ein Schlüssel, um dauerhaft aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen, ist Bildung. Nur Kinder, die eine Schule besuchen können, können sich auch selbstbestimmt aus der Armut befreien.
Wo gibt es Kinderarmut?
Kinderarmut gibt es in Europa, Afrika, Asien, Südamerika – kurz gesagt: Kinderarmut gibt es leider auf der ganzen Welt. Am stärksten ausgeprägt ist sie in Ländern, die häufig unter Krisen wie Dürren oder bewaffneten Konflikten leiden.
Was sind Auswirkungen und Folgen von Kinderarmut?
Kinderarmut hat viele Facette und ebenso viele mögliche Auswirkungen. Die Folgen von Kinderarmut sind gravierend. Weltweit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die ärmsten Kinder im Kindesalter sterben, doppelt so hoch wie bei ihren reicheren Altersgenossen.
Für diejenigen, die in humanitären Krisen aufwachsen, steigt das Risiko von Benachteiligung und Ausgrenzung am stärksten. In Armut lebende Kinder sind auch gefährdet, Kinderarbeit leisten zu müssen, viele Mädchen heiraten viel zu jung. Fehlender Schulbesuch und fehlende Ausbildung führen dann zu einer Armutsspirale, aus der die Kinder auch als Erwachsene nur schwer ausbrechen können.
Hat COVID-19 Armut verschlimmert?
Ja, es scheint so. Etwa 100 Millionen Kinder sind durch COVID-19 in multidimensionale Armut gestürzt. Fortschritte der letzten Jahrzehnte wurden zu Nichte gemacht. Aktuell verschlimmern weltweite Krisen und Kriege die Kinderarmut.