Trotz wachsender Krisen, zunehmender Konflikte und massiver Kürzungen internationaler Hilfsgelder konnte UNICEF im Jahr 2025 weltweit Millionen Kinder erreichen. Auch UNICEF Österreich blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, mit konkreten Fortschritten für Kinderrechte im Inland und starker Unterstützung für Kinder in Not weltweit.
Das Jahr 2025 war für Kinder weltweit eines der herausforderndsten der vergangenen Jahre. Bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen, Hungerkrisen und die weltweite Reduktion humanitärer Finanzmittel haben den Bedarf an Unterstützung auf Rekordniveau steigen lassen. Dennoch blieb UNICEF handlungsfähig und leistete gemeinsam mit Partnern Nothilfe in mehr als 100 Ländern.
Zu den bedeutendsten Erfolgen des Jahres zählen:
- Bereitstellung von 1,6 Milliarden Polio-Impfstoffdosen für Kinder weltweit.
- Unterstützung von 255 Millionen Kindern bei der Früherkennung und Behandlung akuter Mangelernährung.
- Zugang zu sauberem Trinkwasser für mehr als 34 Millionen Menschen.
- Bildungsangebote für 27,8 Millionen Kinder und Jugendliche.
- Förderung psychischer Gesundheit und kinderfreundlicher Maßnahmen in 101 Ländern.
Weiters profitierten 423 Millionen Kinder unter fünf Jahren von Maßnahmen zur Vorbeugung von Wachstumsverzögerungen, 10,4 Millionen von Kinderheirat bedrohte Mädchen wurden erreicht und 6,5 Millionen Kinder mit Behinderungen erhielten Zugang zu Inklusionsprogrammen.
Humanitäre Hilfe für Kinder in den größten Krisen der Welt
Besonders stark war UNICEF 2025 in akuten Krisensituationen gefordert. Insgesamt reagierte die Organisation auf 414 humanitäre Notfälle in 101 Ländern.
Im Sudan erhielten mehr als 4,5 Millionen Kinder und Frauen Zugang zu Gesundheitsdiensten; über 612.000 schwer mangelernährte Kinder wurden mit therapeutischer Spezialnahrung behandelt. In Myanmar versorgte UNICEF nach dem verheerenden Erdbeben mehr als 1,2 Millionen Menschen mit sauberem Wasser und erreichte über 1,4 Millionen Menschen mit psychosozialer Unterstützung.
Auch in der Ukraine blieb UNICEF ein verlässlicher Partner für Kinder und Familien. Sieben Millionen Menschen, darunter 2,5 Millionen Kinder, wurden mit Hilfsmaßnahmen erreicht. Gleichzeitig unterstützte UNICEF den Wiederaufbau und die Modernisierung von Bildungssystemen, um Kindern auch unter Kriegsbedingungen Zugang zu Lernen zu ermöglichen.
Im Gazastreifen erhielten knapp 730.400 Kinder und Frauen medizinische Versorgung über UNICEF-unterstützte Einrichtungen, während rund 1,6 Millionen Menschen monatlich Zugang zu Wasser und Trinkwasserversorgung bekamen.
Lebensrettende Versorgung für Millionen Kinder
Selbst unter schwierigen Bedingungen konnte UNICEF lebenswichtige Güter wie Impfstoffe, Medikamente, therapeutische Spezialnahrung, Wasser- und Hygieneprodukte sowie Bildungsmaterialien bereitstellen.
Allein in humanitären Kontexten lieferte UNICEF im Jahr 2025 Hilfsgüter im Wert von 1,44 Milliarden US-Dollar aus. Diese Unterstützung ermöglichte Impfkampagnen, Ernährungsprogramme und medizinische Versorgung selbst in schwer erreichbaren Krisengebieten.
UNICEF Österreich: Kinderrechte stärken – national und international
Auch UNICEF Österreich konnte 2025 wichtige Meilensteine erreichen. Ein besonderer Erfolg war die erstmalige Zertifizierung von sieben Wiener Volksschulen als UNICEF Kinderrechteschulen. Damit werden Kinderrechte nicht nur gelehrt, sondern aktiv im Schulalltag gelebt.
UNICEF Österreich trat auch in Hintergrundgesprächen für kinderrechtliche Anliegen ein im Rahmen der Regierungsbildung ein, darunter Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut, zur Stärkung des Kinderschutzes und zur Förderung von Chancengerechtigkeit. Ebenso startete die Petition „Online sicher – für jedes Kind“, die sich für mehr Schutz junger Menschen im digitalen Raum einsetzt.
Ein weiteres Highlight war die Gründung des UNICEF Österreich Jugendbeirats, in dem sich zwölf Jugendliche aus ganz Österreich aktiv für Themen wie Bildung, mentale Gesundheit, Klima und digitalen Kinderschutz engagieren.
Besondere Veranstaltungen 2025
Das Jahr 2025 war auch von zahlreichen Veranstaltungen geprägt, die Kinderrechte sichtbar machten und wichtige Mittel für UNICEF-Projekte mobilisierten. Zu den Höhepunkten zählten:
- Die Dreamland Gala von UNICEF-Ehrenbeauftragtem Yury Revich im Palais Niederösterreich zugunsten der weltweiten UNICEF-Nothilfe.
- Das Benefizkonzert „Concert for Children’s Rights“ im Wiener Rathaus am Internationalen Tag der Kinderrechte.
- Die feierliche Auszeichnung von 92 Kinderfreundlichen Gemeinden und zwei Regionen in Eisenstadt.
- Das Benefizkonzert des Nova Orchester Wien im Musikverein.
- Der erste Charity-Stream der Streamerin „JustBecci“ zugunsten von Bildungsprojekten für Kinder.
- Die Ernennung von Schauspieler und Regisseur Cornelius Obonya zum neuen UNICEF Österreich Ehrenbeauftragten.
Hinweis
Zum UNICEF Österreich Jahresbericht 2025.
Zum Jahresbericht von UNICEF International.
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