17. Juli: Kinder und Frauen stehen in Al Obeid im sudanesischen Bundesstaat Nord-Kordofan für Wasser an.
© UNICEF/UN0894842

New York/Nairobi/Khartum/Wien – Mindestens 23 Kinder wurden Berichten zufolge getötet, weitere 25 verletzt – in den zwei Monaten, in denen sich die Kämpfe rund um Al Obeid Ende Mai verschärft haben.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Freitag, den 24. Juli, im Gebiet Burbur südlich von Al Obeid. Dort wurden Berichten zufolge mindestens vier Kinder – zwei Buben und zwei Mädchen im Alter von acht bis 16 Jahren – getötet. Damit steigt die Zahl der im Juli getöteten oder verletzten Kinder auf mindestens acht.

Dies folgt auf Berichte, wonach im Mai mindestens zehn Kinder getötet oder verletzt und im Juni mindestens 30 Kinder getötet oder verletzt wurden. Das jüngste betroffene Kind war erst zwei Monate alt.

„Vier weitere Kinder haben ihr Leben in einem Konflikt verloren, der Kinder und ihre Familien weiterhin in größte Gefahr bringt“, sagt Sheldon Yett, UNICEF-Vertreter im Sudan. „Hinter jeder Zahl steht ein Kind, dessen Leben viel zu früh beendet wurde, und eine Familie, deren Zukunft für immer verändert wurde. Kinder sind weiterhin die Leidtragenden dieses Konflikts. Ihre Sicherheit, ihre Rechte und die lebenswichtigen Dienste, auf die sie angewiesen sind, müssen geschützt werden.“

Im gesamten Sudan tragen Kinder die Hauptlast des mittlerweile über drei Jahre andauernden Konflikts. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden Berichten zufolge mindestens 330 Kinder getötet oder verletzt. Anhaltende Gewalt, wiederholte Vertreibungen und die Zerstörung ziviler Infrastruktur gefährden das Leben, das Wohlergehen und die Zukunft von Kindern.

UNICEF fordert alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung – insbesondere Kinder – zu schützen und ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht nachzukommen. Es müssen alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um Kinder vor den Auswirkungen der Kampfhandlungen zu bewahren und die Infrastruktur sowie die Dienstleistungen zu schützen, auf die sie angewiesen sind, darunter Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Wasserversorgungssysteme.

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