UNICEF und die Regierung Panamas reagieren mit Nothilfegütern für die Bereiche Gesundheit, Wasser- und Sanitärversorgung, Bildung sowie Kinderschutz.
New York/Panama-Stadt/Wien – UNICEF schätzt, dass nach dem Erdbeben, das Panama am 9. Oktober erschütterte, rund 38.000 Menschen, darunter 8.300 Kinder, auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Das Erdbeben der Stärke 7,5 verursachte Schäden an Wohnhäusern, Schulen, Gesundheitseinrichtungen sowie an wichtiger Wasser- und Verkehrsinfrastruktur. Die Schadensbewertungen dauern weiterhin an, wobei erhebliche Auswirkungen in den Provinzen Veraguas, Coclé, Herrera und Los Santos bestätigt wurden.
„Drei Tage nach dem Erdbeben leiden Kinder und Familien weiterhin unter Angst und Belastungen, während die Nachbeben anhalten. Tausende Kinder in den am stärksten betroffenen Gemeinden sind nach wie vor von Unterbrechungen wichtiger Dienstleistungen betroffen, darunter der Zugang zu sicherem Trinkwasser und Bildung“, sagte die UNICEF-Vertreterin in Panama, Olga Isaza. „UNICEF arbeitet eng mit der Regierung Panamas und seinen Partnern zusammen, um betroffene Kinder und Familien in den kommenden Wochen zu unterstützen.“
Der Zugang von Kindern zu Bildung wurde erheblich beeinträchtigt. Vorläufigen Regierungsangaben zufolge wurden landesweit 656 Bildungseinrichtungen beschädigt. Der Unterricht wurde am 12. Oktober ausgesetzt, während die Überprüfungen zur strukturellen Sicherheit der Gebäude fortgesetzt werden. Die Behörden meldeten zudem Schäden an mindestens 25 Gesundheitseinrichtungen.
Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium hat UNICEF 72 Quadratmeter große Zelte bereitgestellt, um die Fortführung von Gesundheitsdiensten in den vom Erdbeben betroffenen Einrichtungen zu unterstützen. UNICEF hat den Gesundheitsbehörden 16 Zelte zur Verfügung gestellt und bewertet weiterhin den zusätzlichen Bedarf, um grundlegende Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche aufrechtzuerhalten.
UNICEF bewertet derzeit den Zugang zu sicherem Wasser und Sanitärversorgung, führt Schadensanalysen an Schulen sowie Bedarfsbewertungen im Bildungsbereich durch und beobachtet die Schutzrisiken, denen Kinder aufgrund von Vertreibung, unterbrochenen Dienstleistungen und psychischer Belastung ausgesetzt sind. UNICEF benötigt dringend 2,5 Millionen US-Dollar, um lebensrettende Hilfsmaßnahmen und erste Wiederaufbauaktivitäten für die vom Erdbeben betroffenen Kinder und Familien zu unterstützen.
In Abstimmung mit der Regierung Panamas haben UNICEF und humanitäre Partner ihre Nothilfe ausgeweitet, zusätzliches Personal entsandt und wichtige Hilfsgüter mobilisiert. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinder im Mittelpunkt der humanitären Hilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen stehen.
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