Erklärung von Etleva Kadilli, UNICEF-Regionaldirektorin für Ost- und Südliches Afrika.
Nairobi/Wien – „Berichten zufolge wurden bei einem bewaffneten Drohnenangriff auf einen Markt in Nyala im sudanesischen Bundesstaat Süddarfur am 26. Oktober mindestens fünf Kinder im Alter zwischen sieben und 14 Jahren getötet, darunter drei Buben und zwei Mädchen. Zwei weitere Kinder wurden verletzt.
Nur eine Woche zuvor, am 19. Oktober, wurde berichtet, dass bewaffnete Drohnenangriffe auf einen belebten Markt in Abyei mindestens 80 Menschen getötet haben, darunter Frauen und Kinder.
Märkte sind Orte, an denen Familien Lebensmittel einkaufen und Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Ein Marktbesuch sollte niemals ein Kind das Leben kosten.
Diese Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem bewaffnete Drohnenangriffe einen zunehmend hohen Tribut unter Kindern und der Zivilbevölkerung im Sudan fordern. Zwischen Jänner und September 2026 wurden Berichten zufolge mehr als 400 Kinder getötet oder verletzt, wobei bewaffnete Drohnenangriffe für einen erheblichen Anteil dieser Opfer verantwortlich sind. Bewaffnete Drohnenangriffe haben zudem Wohnhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt, darunter Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasserversorgungssysteme und Märkte.
Für Kinder im Sudan werden selbst die gewöhnlichsten Bereiche des täglichen Lebens zunehmend gefährlich. Kinder sollten einen Markt besuchen, zur Schule gehen oder medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können, ohne dabei ihr Leben zu riskieren.
Nach mehr als drei Jahren Konflikt benötigen die Kinder im Sudan mehr Schutz vor Gewalt und keine neuen Wege, über die sie vom Konflikt erreicht werden. Das Töten und Verletzen von Kindern muss ein Ende haben.“
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