Afrika steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits wächst der Kontinent rasant, andererseits fehlt Millionen junger Menschen der Zugang zu Arbeit, Bildung und Perspektiven. Über 60 % der Arbeitslosen sind unter 25 Jahre alt – und doch steckt in dieser Generation enormes Potenzial, Lösungen für ihre Gemeinschaften, ihre Länder und den Planeten zu schaffen.
Yoma („Youth Agency Marketplace“) ist die Antwort auf diese Herausforderung. Die von UNICEF und Partnern entwickelte digitale Plattform begleitet Jugendliche vom „Lernen zum Verdienen“ („Learning to Earning“). Über praxisnahe Lernangebote, innovative digitale Challenges und persönliche Entwicklungsaufgaben erwerben junge Menschen zukunftsrelevante Fähigkeiten und öffnen sich damit Türen zu Jobs, Unternehmertum und gesellschaftlichem Engagement.
Digitale Bildung in Afrika: So funktioniert Yoma
Yoma bringt UNICEF und zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft zusammen, um jungen Menschen praxisorientierte Bildung zu bieten – weit über das hinaus, was Schule oder Universität allein leisten können. Inhalte entstehen in enger Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und vermitteln gezielt „21st Century Skills“ wie digitale Kompetenzen, Umweltbewusstsein und unternehmerisches Denken.
Schwerpunkte der Yoma-Programme
- Umwelt- & Klimaschutz (Enviro-Champs)
- Digitale Kompetenzen & Tech-Ausbildung (African Drone & Data Academy, ADDA)
- Unternehmertum & Jobvorbereitung
- Soziales Engagement & Community-Projekte
Über sogenannte „Impact Tasks“, von Umweltschutzaktionen über Social Innovation Labs bis hin zu Mikro-Unternehmertrainings, sammeln Teilnehmende digitale Tokens.
Diese lassen sich gegen Bildungsangebote, Online-Kurse oder Handyguthaben eintauschen. Parallel entsteht ein verifizierbarer digitaler Lebenslauf, der als innovatives Sprungbrett in die Berufswelt dient.
Yoma in Zahlen: Messbarer Impact mit Innovation
- 50.000 registrierte Jugendliche auf der Plattform
- Über 465.000 erreichte Jugendliche weltweit
- 67.000 absolvierte Impact-Challenges
- 8 Millionen verteilte Tokens (Wert: >190.000 USD)
- Mehr als 13.000 verifizierte Zertifikate
- Über 164.000 absolvierte Lernstunden
- 12+ Partnerorganisationen, darunter UNICEF
Der Österreicher Michael Scheibenreif war für UNICEF ein treibender Faktor für diese beeindruckenden Zahlen. In einem kurzen Gespräch erzählt er selbst, was ihn an Yoma begeistert.
Wenn du einem Jugendlichen in einem abgelegenen Dorf YOMA in einem Satz erklären müsstest – was würdest du sagen?
YOMA bringt UNICEF und viele Partner zusammen, um junge Menschen in Afrika zeitgemäß auszubilden, sie über praktische Tätigkeiten etwa im Bereich Klimaschutz einzubinden, und sie dabei in ihrer „from learning to earning“ journey zu unterstützen.
Warum brauchen junge Menschen heute eine Plattform wie YOMA – und was macht sie anders als Schule oder Uni?
Arbeitegeber im Privatsektor sagen uns ganz klar, dass die Ausbildung in der Schule und Uni in vielen Ländern nicht zeitgemäß ist, weil sie etwa aktuelle „21st century skills“ vernachlässigt. Wir erabeiten Inhalte und Tätigkeiten zum Sammeln von Erfahrungen direkt in der Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und bereiten Jugendliche damit auf die Erwerbstätigkeit in etwa umweltrelevanten Themen vor.
Was war der Moment, in dem du gemerkt hast: YOMA wirkt wirklich?
Als ich die ersten Yoma „Enviro Champs“ Jugendlichen in Südafrika getroffen haben, die durch Yoma partner ausgebildet die Wasserqualität von Flüssen überprüfen, die Behörden bei Verschmutzungen alamieren, durch ihre Ausbildung dabei ihren Schulabschluss nachholen können – und sogar noch etwas Geld verdienen!
Perspektiven und Zukunftsvisionen von Yoma
Yoma will seine Reichweite ausbauen und bis 2030 in mehr als 15 Ländern aktiv sein. Als Motor für Selbstbestimmung, Innovationen, Bildung, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in Afrika.
UNICEF Österreich fördert gezielt – machen Sie mit!
UNICEF Österreich übernimmt im Rahmen der Yoma-Plattform eine zentrale Rolle und unterstützt zwei wegweisende Projekte: die African Drone & Data Academy (ADDA) in Malawi sowie Enviro-Champs in Südafrika. Diese Initiativen eröffnen österreichischen Unternehmen eine einzigartige Gelegenheit, sich als verantwortungsbewusste Partner zu positionieren, aktiv nachhaltige Perspektiven mitzugestalten und gemeinsam an einer stabileren, zukunftsfähigen Welt zu arbeiten.
Möchten Sie erfahren, wie Ihr Unternehmen diese Bewegung wirkungsvoll unterstützt und Teil einer globalen Bildungs- und Entwicklungsinitiative wird? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
Gleich in Kontakt treten
Silvia Dallabrida, MA
Corporate & Strategic Partnerships
dallabrida@unicef.at