Nigeria: Der ausgezehrte Awana ist ein Jahr alt, wiegt aber nur so viel wie ein Baby.

Hunger in Afrika

Hunger und Dürre in Afrika

Hunger ist in Afrika weit verbreitet, die Kinder in der Sahelzone (Burkina Faso, Gambia, Kamerun, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal und Tschad) und am Horn von Afrika (Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti) sind besonders betroffen.

Die physischen Auswirkungen der Unterernährung sind enorm: Die geistige und körperliche Entwicklung ist beeinträchtigt, die Leistungsfähigkeit reduziert. Die betroffenen Kinder wachsen kaum noch, auch das Immunsystem leidet, das Kind wird extrem anfällig für tödliche Infektionskrankheiten. Körperliche Tätigkeiten werden zur Qual, die geistige Leistungsfähigkeit verringert sich. Die Welternährungsorganisation (FAO) berichtet, dass ungefähr ein Drittel der Bevölkerung Afrikas unterernährt ist. Wir helfen mit Spezialnahrung zur Behandlung von Mangelernährung, durch die Unterstützung und den Aufbau von Gesundheitszentren und Krankenhäusern und die Versorgung von Schulen mit Wasser und Essen.

Bitte spenden Sie, damit die Kinder in Afrika keinen Hunger leiden müssen!

Registrierungsnummer SO1250
Nummer 05769


Aktuelle Hungerkrisen in Afrika

Kinder sind in Nigeria, Somalia und dem Südsudan vom Tod durch schwere akute Mangelernährung bedroht. Aufgrund von Konflikten, Dürre und Wirtschaftskrisen drohen in den afrikanischen Ländern Hungersnöte.

Hunger im Südsudan

Südsudan: Ein Baby liegt in einem Krankenhausbett.
© UNICEF/UN053461/Modola
Südsudan: Ein mangelernährtes Baby in einer Klinik in Juba. Millionen Kinder sind momentan stark gefährdet.

Im Unity State im Norden sowie im Zentrum des Landes sind schätzungsweise 45.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht. 6 Millionen Menschen kämpfen täglich darum, genug Essen für sich und ihre Familien zu finden.

Im Jahr 2017 konnten bereits 3,4 Millionen Menschen mit Nahrung und anderen Nothilfemaßnahmen erreicht und versorgt werden, trotzdem bleibt noch viel zu tun - das Leben von Millionen hängt am seidenen Faden.

Kriegerische Auseinandersetzungen, Unruhen und der Zusammenbruch der Wirtschaft sind die Hauptursachen der Krise. Es wird damit gerechnet, dass bis Juli rund 5,5 Millionen Menschen von der Hungersnot bedroht werden. Derzeit sind nach offiziellen Angaben rund 40 Prozent der Menschen im Südsudan auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Viele Kinder, die vor der Gewalt geflohen sind, haben keine andere Möglichkeit, als wilde Früchte oder sogar Gras zu essen, um zu überleben. Weil sauberes Wasser fehlt, werden sie schnell krank. Kinder, die an akuter schwerer Mangelernährung leiden, haben ein neunmal so hohes Risiko an Krankheiten zu sterben, als ausreichend ernährte Kinder.

Zusätzlich leiden 5,1 Millionen Menschen unter Wasserknappheit und unhygienischen Lebensbedingungen, mehr als die Hälfte aller Wasserstellen wurden beschädigt oder zerstört. Als Konsequenz daraus, können sich Krankheiten schneller ausbreiten.

Bisherige Erfolge im Jahr 2017

So half UNICEF bisher im Südsudan (zum Ausklappen klicken)

  • Mehr als 293.000 Kinder wurden gegen Malaria, Lungenentzündung, Durchfall und andere lebensbedrohliche Krankheiten behandelt, ebenso weitere 5.000 Cholera-Fälle.
  • UNICEF versorgte 500.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser. Weitere 250.000 erhielten Zugang zu sanitären Einrichtungen.
  • Hilfsgüterlieferungen in Kooperation mit dem World Food Program erreichten mehr als 530.000 Menschen mit lebensrettenden Maßnahmen, davon 100.000 Kinder unter fünf Jahren.
  • Mehr als 80.000 Kinder wurden gegen schwere Mangelernährung behandelt.
  • 184.000 Kinder erhielten bereits Zugang zu Bildung.
  • 434 Kinder wurden wieder mit ihren Familien vereint. 1.538 Kinder, die als Kindersoldaten missbraucht wurden, erhielten psychosoziale Unterstützung zur Reintegration.


"Über eine Million Kinder im Südsudan leiden bereits an akuter Mangelernährung, 250.000 davon schwer. Wenn wir sie nicht rechtzeitig erreichen, werden viele von ihnen sterben. Wir rufen alle Konfliktparteien auf, uns ungehinderten Zugang zur notleidenden Bevölkerung zu ermöglichen, um eine weitere Katastrophe zu verhindern."

Jeremy Hopkins, Leiter von UNICEF Südsudan

Hunger in Nigeria

Umara wird untersucht. Nach einer Spezialtherapie konnte er bereits zunehmen.
© UNICEF/UN041140/Vittozzi
Dem kleinen Umara geht es schon ein wenig besser, er konnte dank einer Therapie an Gewicht zulegen.

Mehr als 4,4 Millionen Kinder im Land benötigen dringend humanitäre Unterstützung.

Besonders schlimm ist die Lage im Bundesstaat Borno, in dem über 1,4 Millionen Menschen aufgrund der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram flüchten mussten. Vor allem Kinder in diesen Gebieten brauchen dringend Essen, medizinische Versorgung, Wasser und Hygieneeinrichtungen, Bildung und Schutz. Beinahe eine halbe Million Kinder leiden unter akuter Lebensmittelknappheit.

Des Weiteren können 2,2 Millionen Menschen in Borno noch nicht erreicht werden, wodurch sie keinerlei humanitäre Hilfe erhalten. UNICEF schätzt, dass in der Region circa 400.000 Kinder unter fünf Jahren schwer unterernährt sind.



Ajija ist schwer mangelernährt.

Ajija bekommt Vitamin A gegen ihre Mangelernährung.
© UNICEF/UN028421/Esiebo
Ajija musste vor Boko Haram flüchten und bekommt nun eine Behandlung gegen Mangelernährung.

Ajija ist sechs Jahre alt und wiegt nur mehr neun Kilogramm - sie ist stark mangelernährt. Sie musste mit ihrer Mutter Mariam aus ihrem Dorf in Mafa (Borno) vor Boko Haram fliehen.

"Als Boko Haram unser Dorf vor einem Jahr überfiel, konnten nicht alle flüchten. Die, die es nicht schafften, mussten unter ihrer Herrschaft leiden. Sie töteten meinen Ehemann, als er das Dorf verlassen wollte, um Vieh zu verkaufen. Ajija hatte keine Möglichkeit Medikamente zu bekommen, wenn sie krank war.", erzählt Mariam vom Leidensweg ihrer Familie.

Nach der Befreiung durch die nigerianische Armee, mussten sie den tagelangen, kräftezehrenden Weg in ein Flüchtlingslager in Maiduguri bewältigen. Dort bekommt Ajija nun Vitamine und Spezialnahrung gegen Mangelernährung, damit sie wieder zu Kräften kommt.



Dürre in Somalia

Tirig und ihre Familie mussten ihr Zuhause verlassen, um nach Wasser und Essen zu suchen.
© UNICEF/UN056038/Holt
Somalia: Die Familie von Tirig (sechs Jahre alt) und ihrer Schwester musste ihr Zuhause verlassen, um nach Wasser und Nahrung zu suchen.

Mehr als 4,4 Millionen Kinder im Land benötigen dringend humanitäre Unterstützung.

Besonders schlimm ist die Lage im Bundesstaat Borno, in dem über 1,4 Millionen Menschen aufgrund der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram flüchten mussten. Vor allem Kinder in diesen Gebieten brauchen dringend Essen, medizinische Versorgung, Wasser und Hygieneeinrichtungen, Bildung und Schutz. Beinahe eine halbe Million Kinder leiden unter akuter Lebensmittelknappheit.

Des Weiteren können 2,2 Millionen Menschen in Borno noch nicht erreicht werden, wodurch sie keinerlei humanitäre Hilfe erhalten. UNICEF schätzt, dass in der Region circa 400.000 Kinder unter fünf Jahren schwer unterernährt sind.



Dürre in Äthiopien

Äthiopien: Eine für Flüchtlinge ausgehobene Wasserstelle wird untersucht.
© UNICEF/UN059433/Ayene
In Äthiopien wird eine für Flüchtlinge ausgehobene Wasserstelle untersucht.

Schwache und unregelmäßige Regenfälle belasten das Land bereits seit 2015. Nachdem auch im Dezember 2016 die saisonalen Regenfälle ausgefallen sind, verschlimmert sich die Situation beständig - es herrscht Dürre.

Besonders betroffen sind die Somali Region, Teile von Oromia und die Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker (Southern Nations, Nationalities and People’s, SNNP). Mehr als 4,2 Millionen Menschen leiden in diesen Gebieten unter Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, insgesamt sind 8,5 Millionen Kinder betroffen. Bereits jetzt gibt es 248.000 Menschen, die unter starker Mangelernährung leiden.


Komplexe Ursachen

In Mauretanien bringt eine Mutter ihr unterernährtes Kind zur Gewichtskontrolle.
© UNICEF/UNI125782/Brandt
Kumbaba ist sieben Monate alt und stark mangelernährt. Seine Mutter bringt ihn zur Gewichtskontrolle.

Wetterextreme wie Dürren haben stark zugenommen. Und wenn es dann doch einmal regnet, kommt es zu schweren Überschwemmungen, die oft Choleraausbrüche nach sich ziehen. Auch Heuschreckenplagen und andere Katastrophen tragen zur aktuellen Situation bei. Weitere Ursachen sind politische Instabilität, bewaffnete Konflikte oder das Fehlen staatlicher Strukturen wie z.B. in Somalia.

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Lebensmittelpreise stark ansteigen lassen, viele Familien können ihre Kinder deswegen nicht ausreichend ernähren. Bittere Armut, Flüchtlingsströme wie zur Zeit aus Mali, sowie Krankheiten wie HIV/AIDS und Malaria tragen ebenfalls zur Problematik bei.


"Es tut weh zu sehen, wie die Kinder leiden."

Südsudan: Angela Griep im Einsatz für Unicef.

Die UNICEF Mitarbeiterin Angela Griep arbeitet momentan für UNICEF in Juba, der Hauptstadt des Südsudans.

Wie leben die Kinder in den Hungergebieten?
Ich war gerade in Thonyor, einem Ort in den Hungergebieten. Was ich sah, konnte ich kaum glauben. Wo einst kleine Lehmhütten gestanden haben, waren Quadrate am Boden. Keine der Hütten existiert mehr, alles ist komplett abgebrannt, nicht mal Teile der Wände sind übrig. Ich habe kein einziges Wohnhaus gesehen oder auch nur eine Ruine, nur diese Quadrate am Boden und einige Container die zum Beispiel von Hilfsorganisationen genutzt wurden. Es gibt keine Schule, keine Gesundheitsstation, einfach gar nichts. Der Boden ist von der Hitze aufgerissen. Die wenigen Bäume spenden kaum Schatten. Eine Mondlandschaft.

Kann UNICEF den Kindern überhaupt helfen?
An der Tatsache, dass wir eine Hungersnot in weiten Teilen des Landes bisher verhindern konnten, sieht man, dass man trotz der schwierigen Lage helfen kann. In Gegenden, in denen die Sicherheitslage gut ist, stärken wir die Grundversorgung der Familien. Wir bauen oder renovieren Gesundheitsstationen und Schulen, sorgen für Zugang zu sauberem Wasser, bilden Lehrer und Krankenpfleger aus. Wir versuchen systematisch Voraussetzungen zu schaffen, dass Kinder gesund aufwachsen und lernen können. In Gebiete, in denen der Zugang schwierig ist, gehen UNICEF und die Welternährungsorganisation mit sogenannten „Rapid Response Missionen“ rein. Dazu werden Teams für eine bestimmte Zeit eingeflogen. Sie leben in Zelten in den kleinen Dörfern. Während die Welternährungsorganisation die Bewohner registriert um Lebensmittel zu verteilen, untersucht und behandelt UNICEF die mangelernährten Kinder, impft sie gegen Masern und Polio, verteilt Hygieneartikel und Tabletten zur Wasserreinigung. Die Helfer registrieren unbegleitete Kinder und richten kinderfreundliche Orte ein, in denen Kinder psychosozial betreut werden und ein wenig entspannen können. Sie unterstützen auch die Lehrer, um den Schulunterricht sicherzustellen.

Was bedeutet es für dich und deine Kollegen in einer solchen Krisensituation zu arbeiten?
Es tut weh zu sehen, wie die Kinder leiden und ihnen in manchen Fällen nicht helfen zu können, obwohl wir wüssten, wie. Zum Beispiel mussten wir im letzten Jahr unser Programm für unbegleitete Kinder herunterschrauben. Über 14.000 Kinder wurden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt. 4.000 konnten wir wieder mit ihrer Familie vereinen, aber 9.000 warten immer noch darauf, dass wir ihnen helfen. Anstatt den Prozess zu beschleunigen, mussten wir ihn verlangsamen, weil die Gelder nicht da waren. So etwas ist furchtbar.

Wie erlebst du die Kinder?
Viele Kinder hier sind sehr traumatisiert. Sie haben Dinge gesehen, die niemand je erleben sollte. Wenn sie ihre Geschichten erzählen und weinend um Hilfe bitten, bricht es einem das Herz. Man fragt sich, ob sie wohl je über das Erlebte hinwegkommen können. Aber viele Kinder hier sind auch einfach Kinder – wenn sie krank sind und Hilfe brauchen, sind sie traurig, wenn sie wieder gesund sind, sind sie fröhlich, lachen, spielen, sind neugierig und wollen lernen. Man trifft nicht eines, dass nicht unbedingt zur Schule gehen und lernen will. Ihr Lebenshunger und Wissensdurst ist erstaunlich und birgt ein unglaubliches Potenzial. Wir müssen ihnen nur helfen, es zu entwickeln.


So hilft UNICEF

Ein Mitarbeiter sitzt bei der Medikamentenausgabe in Aburoc, Südsudan. Im Hintergrund die Wartenden.
© UNICEF/UN065971/Hatcher-Moore
In einer improvisierten Apotheke in Aburoc (Südsudan) holen sich die BewohnerInnen Medikamente ab.
  • Wir errichten laufend Ernährungszentren.
  • Wir statten Zentren und Spitäler mit Medikamenten und therapeutischer Nahrung aus.
  • Wir schulen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und stellen technisches Gerät zur Verfügung.
  • Wir organisieren regelmäßige Untersuchungen der Kinder.
  • Wir organisieren Ausspeisungen für Kinder.
  • Und wir helfen den Müttern, damit sie ihre Kinder ausreichend ernähren können.

Mit unseren Partnern arbeiten wir unermüdlich daran, jedes einzelne Kind mit unseren lebensrettenden Programmen zu erreichen!
Erfahren Sie mehr darüber, wie wir mangelernährte Kinder behandeln.


Hintergrundwissen: Hunger und Mangelernährung

Offiziell wird eine Hungersnot von der jeweiligen Regierung eines Landes nach bestimmten Kriterien erklärt. Sie kann sich dabei auf die Einschätzung einer internationalen Arbeitsgruppe nach den sogenannten „IPC-Phasen“ berufen. IPC steht für „Integrated Food Security Phase Classification“. Auf dieser Skala für Ernährungssicherheit werden fünf Stufen unterschieden, die von Phase eins „Minimal“ über „Strapaziert“ (Englisch: Stressed), „Krise“ (Crisis), „Notsituation“ (Emergency) bis hin zu Phase fünf „Hungersnot“ (Famine) reichen.
Bei einer Hungersnot fehlen mindestens jedem fünften Haushalt nahezu vollständig Lebensmittel und/oder andere lebenswichtige Dinge wie Trinkwasser, wodurch zahlreiche Menschen hungern und sterben. Das ist aktuell in Teilen des Südsudan (Unity State) der Fall. Zu den Kriterien gehört zum Beispiel auch, dass mehr als 15 Prozent der Kinder in einem Gebiet an schwerer akuter Mangelernährung leiden. In einigen Hungergebieten im Südsudan liegt der Anteil dieser Kinder derzeit bei über 30 Prozent.

Als akut mangelernährt gelten Kinder, deren Körpergewicht unter 80 Prozent des für ihr Alter angemessenen Gewichts liegt. Beträgt das Gewicht weniger als 70 Prozent, spricht man von schwerer akuter Mangelernährung. Ursache von Mangelernährung ist chronischer Mangel an Nahrungsmitteln, aber auch an Vitaminen und lebenswichtigen Spurenelementen. Mangelernährung hat weitreichende Folgen. Da die Verdauung beeinträchtigt wird, können die Kinder nicht mehr normal essen. Die Nahrung wird nicht richtig vom Körper aufgenommen. Dadurch werden die Kinder ab einem gewissen Punkt immer schwächer. Mangelernährte Kinder sind anfälliger für Krankheiten wie Durchfall, Masern und Lungenentzündung. Häufiges Kranksein wiederum zehrt ihren Körper weiter aus – ein Teufelskreis. Das Risiko, dass ein schwer mangelernährtes Kind stirbt, ist neunmal so hoch wie bei einem gesunden Kind.

UNICEF verfügt über eine starke Präsenz in Regionen mit unzureichender Ernährung und kann daher intensiv mit nationalen Behörden, wie auch anderen UN-Organisationen und internationalen Partnern zusammenarbeiten, um nationale Ernährungsprogramme zu erstellen und in die Praxis umzusetzen. Durch Spenden, die vor allem durch die nationalen UNICEF-Komitees und internationalen SpenderInnen zustande kommen, werden vom UNICEF-Logistikzentrum in Kopenhagen aus jährlich Millionen von Produkten wie Proteinriegel, Erdnusspaste, Vitamin-A Tabletten oder orales Rehydrierungssalz an Krisenregionen, vor allem in Afrika und Südasien, verschickt.

Wird die Mangelernährung rechtzeitig erkannt und behandelt, haben die Kinder sehr gute Chancen zu überleben und wieder gesund zu werden. UNICEF sorgt in Krisensituationen weltweit dafür, dass der Ernährungszustand von möglichst vielen Kindern überprüft wird – zum Beispiel, indem man mit einem Maßband den Umfang des Oberarms misst. Zeigt das Maßband rot, muss das Kind sofort behandelt werden.

Für die Behandlung setzt UNICEF therapeutische Zusatznahrung ein, vor allem angereicherte Spezialmilch und Päckchen mit sehr energiehaltiger Erdnusspaste. Schon nach wenigen Tagen geht es den meisten Kindern damit deutlich besser. Die therapeutische Zusatznahrung ist so zusammengesetzt, dass schwer mangelernährte Kinder diese Nahrung auch im extrem ausgezehrten Zustand essen, schlucken und verdauen können. Sie enthält zudem lebenswichtige Vitamine und Mineralien, damit die Kinder wieder zu Kräften kommen.

Sehr junge und sehr geschwächte Kinder erhalten therapeutische Spezialmilch, die über einen Nasenschlauch oder mit einem Löffel in kleinen Portionen verabreicht wird. Manche Kinder müssen gleichzeitig zum Beispiel gegen Durchfall oder Malaria behandelt werden.

Wenn es den Kindern etwas besser geht, bekommen sie eine angereicherte Erdnusspaste. Die Erdnusspaste ist in kleinen Portionen verpackt, lange haltbar und kann direkt aus den Päckchen gefüttert werden. Wenn die Kinder nicht in einem kritischen Zustand sind, können die Eltern die Päckchen vom Ernährungszentrum mit nach Hause nehmen und ihre Kinder zu Hause versorgen.
Die mangelernährten Mädchen und Buben erhalten die therapeutische Nahrung in der Regel einige Wochen lang, bis sich ihr Gewicht stabilisiert hat. Während dieser Zeit werden sie weiterhin regelmäßig medizinisch untersucht. Therapeutische Zusatznahrung sollte nur in Fällen von schwerer Mangelernährung verwendet werden. Sie ist eine Behandlung für stark geschwächte Kinder und kein Ersatz für gesunde Ernährung.


Helfen wir gemeinsam!

UNICEF verstärkt seine Hilfe in den Hungerregionen in Afrika, um Kinder frühzeitig vor einem Teufelskreis aus akuter schwerer Mangelernährung und Krankheiten zu schützen. In Nigeria sollen in diesem Jahr 220.000 betroffene Kinder therapeutisch behandelt werden.  Im Südsudan sollen 200.000 und in Somalia 277.000 Kinder erreicht werden. 




Bitte spenden Sie, damit jedes Kind genug zu essen hat. Jede Hilfe zählt!

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