Kinder sind am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich, aber sie tragen die größte Last seiner Auswirkungen. Nicht nur in Zukunft, sondern schon heute. Jedes einzelne Kind ist aktuell von den Folgen des Klimawandels betroffen. Rund 1 Milliarde Kinder sind sogar in ihrer Entwicklung und ihrem Überleben bedroht.
Die Folgen für Kinder sind gravierend!
1 von 3 Kindern weltweit lebt in einer Region mit akuter Wasserknappheit. Deswegen unterstützen wir solarbetriebene Wasserpumpenprojekte in Malawi. Diese geben nicht nur den Kindern an Schulen, sondern auch gesamten Regionen und Dörfern Zugang zu sauberem Trinkwasser und das nachhaltig und klimafreundlich. Unser interaktives Tool zeigt Ihnen, wie Ihr Beitrag dabei konkret aussehen kann.
Unser Ziel: Ganze Regionen aus der Dürre zu befreien, Kindern eine Möglichkeit zur Bildung zu geben und gleichzeitig mit sauberen Trinkwasser Krankheiten vorbeugen!
Aktuelle Lage: Klimawandel kennt keine Grenzen
Die globale Erwärmung betrifft uns alle!
Die Folgen sind in Alaska durch das schnelle Schmelzen von Gletschern und Eiskappen extrem. Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie die Luft.
Dies führt zu starken negativen Auswirkungen auf das Ökosystem und auf die indigenen Kinder in Alaska.
So ist die Wasserversorgung durch das Verschwinden der Eisschichten bedroht. Denn wo bisher natürliche Trinkwasser-Reservoirs vorhanden waren, könnten diese in den nächsten Jahrzehnten versiegen.
Von diesem Effekt der globalen Erwärmung ist rund ein Sechstel der gesamten Weltbevölkerung betroffen.
In den letzten drei Jahren hat Malawi eine Zunahme von Naturkatastrophen erlebt. Immer wieder verwüsten heftige Tropenstürme und Zyklone das Land. Auf der anderen Seite sorgt das Klimaphänomen El-Niño für Dürren in zahlreichen Regionen Malawis.
Mehr als 25 % der gesamten Bevölkerung hat nicht genug zu essen. In vielen Regionen im Süden des Landes ist die Zahl der mangelernährten Kinder gravierend. Über 2,8 Millionen Kinder waren im Jahr 2024 mangelernährt. Zerstörte Ernten oder verdurstete Rinder in ausgetrockneten Flussbetten sind kein seltener Anblick.
Der zweijährige Ephraim Sam lebt in der Region Nsanje im Süden Malawis. Er ist schwer mangelernährt und muss mit Spezialnahrung behandelt werden, um überleben zu können. Die Maisfelder seiner Familie sind von der Dürre in der Region betroffen.
Die jährliche Monsunsaison in Bangladesch führt zu verheerenden Stürmen und Überschwemmungen. Tausende Familien werden jedes Jahr durch Naturkatastrophen aus ihren Häusern vertrieben.
Besonders gefährdet sind vor allem schwangere Frauen, Babys und junge Mütter. In Notsituationen haben sie oft keinen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser, Nahrung und Schutz.
Die 20-jährige Zannat musste im Juli 2025 mit ihrem vierjährigen Kind vor einem Zyklon flüchten. Erschöpft hat sich die Familie durch das Überschwemmungsgebiet gekämpft, um eine Notunterkunft zu erreichen.
UNICEF hilft durch die Bereitstellung lebensrettender Hilfsgüter wie Hygiene-Sets, sauberes Trinkwasser, mobile Gesundheitsdienste und psychosoziale Betreuung.
Auch Mali gehört zu den Ländern, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Wüstenbildung und Umweltverschmutzung gehören zu den großen Gefahren in Mali. Das Land ist jedoch kaum darauf vorbereitet, mit den Herausforderungen des Klimawandels umzugehen. Die ganze Region leidet außerdem unter den schweren Konflikten, die viele Kinder zur Flucht zwingen.
UNICEF unterstützt die Menschen in Mali mit zahlreichen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel.
Die elfjährige Noumoussira Diarra besucht eine Schule in Chettou. Um der Wüstenbildung entgegenzuwirken, haben Noumoussira Diarra und ihre Schulkollegen an einem UNICEF Projekt teilgenommen, bei dem Bäume rund um die Schule gepflanzt wurden. Auf diesem Weg kann das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels bei Kindern und Jugendlichen gesteigert werden.
Madagaskar gehört zu den 10 Ländern weltweit, in denen Kinder am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Die Anzahl verheerender Regenfälle, Überschwemmungen sowie Dürreperioden nimmt deutlich zu.
Im Süden des Landes haben die Menschen wegen der schweren Dürre nicht genug Wasser und Nahrung. Über 20 % der Bevölkerung des Landes hungert.
Im Südosten des Landes sorgen heftige Zyklone für Zerstörung. Dort lebt auch der 15-jährige Théo. Sein Haus in der Anosy Region wurde im Frühjahr 2025 durch einen schweren Sturm beschädigt.
UNICEF unterstützt die Menschen in Madagaskar durch ein besonderes Projekt. Jugendliche helfen dabei, wichtige Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel umzusetzen. Vor schweren Stürmen gehen die Jugendlichen beispielsweise von Haus zu Haus und informieren Menschen darüber, wie sie sich in Notfällen schützen können.
So hilft UNICEF gegen die Klimakrise
UNICEF macht Kinder zum Mittelpunkt der Klimaschutzpolitik und unterstützt junge Menschen , die sich für das Klima und die Umwelt einsetzen, dass ihre Stimme gehört wird.
Für eine nachhaltige Stromversorgung setzt UNICEF auf den Einsatz von Solarpanels und -anlagen. Für die erforderlichen Installationen werden Frauen und Mädchen geschult.
Die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der ökologischen Nachhaltigkeit ist für UNICEF unerlässlich. Wir arbeiten mit Partnern auf globaler und lokaler Ebene zusammen, damit Kinder in einer sicheren und sauberen Umwelt leben können
UNICEF unterstützt Initiativen um Schulen, Gesundheitszentren, Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen gegen klimawandelbedingte Katastrophen resistent zu machen.
Kinder auf der Flucht vor dem Klima
Naturkatastrophen werden in Malaysia immer häufiger. In den hochwassergefährdeten Gebieten birgt jeder Regen die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen.
Die neunjährigen Ameera aus der Region Kelantan hat ein schweres Hochwasser erlebt. Ihre Eltern weckten sie mitten in der Nacht, da das Haus von Minute zu Minute immer weiter unter Wasser stand. Mit einem kleinen Boot hat sich die Familie in ein Evakuierungszentrum gerettet.
„Ich mag die Flutsaison nicht. Die Notunterkunft ist sehr überfüllt“, erzählt Ameera.
Seit 2022 organisiert UNICEF gemeinsam mit dem Bildungsministerium Klimaprogramme für Kinder und Jugendliche. Dort lernen sie auf spielerische Weise, wie sie sich vor, während und nach Naturkatastrophen schützen können.
1.500 Schüler und Lehrer in ganz Malaysia wurden durch dieses Programm bereits erreicht.
Ihre Spende kommt an!
Ihre Spende wird zum Wohl der Kinder eingesetzt!
- Weltweit arbeiten wir mit Partnerorganisationen und lokalen Initiativen, damit Kinder vor Ort die Hilfe erhalten, die sie am dringendsten brauchen.
- Unsere Arbeit ist nur mithilfe von Spenden wie Patenschaften möglich, da wir keine Pflichtbeiträge von Regierungen erhalten.
- Wir arbeiten gewissenhaft und berichten detailliert und transparent. Daher ist UNICEF Österreich mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.
- Ihre Spende und Patenschaft ist steuerlich absetzbar.
Jetzt spenden und Kindern in Not helfen!
Spendengrund
Häufige Fragen zu Klimawandel & Kindern
Was macht UNICEF für den Klimaschutz in Österreich?
Bewusstseinsbildung zur UN-Kinderrechtskonvention ist ein Eckpfeiler der Arbeit von UNICEF Österreich. Die Kinderrechte und die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind eng miteinander verwoben.
Denn Kinder und Jugendliche können auch eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung klimabedingter Auswirkungen spielen, indem sie einen umweltverträglichen Lebensstil fördern und ein Beispiel für ihre Gemeinden geben. Außerdem arbeiten wir mit Regierungen und Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass Kinderrechte ein wesentlicher Bestandteil von politischen Maßnahmen sind.
Warum ist die Klimakrise eine Kinderrechtekrise?
Durch die Klimakrise sind viele Kinderrechte bedroht. Viele Errungenschaften der letzten Jahrzehnte sind durch den Klimawandel gefährdet. Die Auswirkungen der Klimakrise sind in einigen sehr offensichtlichen Formen spürbar.
Bedroht ist zum Beispiel das Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung. Vor allem auch das Recht auf den höchsten erreichbaren Gesundheitsstandard ist durch Faktoren wie Luftverschmutzung oder Wassermangel gefährdet.
Sind die Risiken des Klimawandels für alle Kinder gleich?
Kinder, die von Armut betroffen sind, haben es schwerer mit Krisen umzugehen. Der Klimawandel erhöht die Häufigkeit von Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen. Je öfter eine Familie von solchen Krisen betroffen ist, desto schwieriger ist es, sich von den Folgen zu erholen. Aus diesem Grund sind Gebiete mit zahlreichen Naturkatastrophen auch sehr häufig von Armut betroffen.
Wie viel Zeit bleibt uns noch, um die schlimmsten Klimawandel-Folgen für Kinder zu verhindern?
Die Zeit ist sehr knapp. Wir haben weniger als 11 Jahre, um die die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Die Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre müsste bis 2030 um 45 % reduziert werden, um eine globale Erwärmung über 1,5 Grad zu verhindern.
Was ist die Agenda 2030
Die Agenda 2030 und die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden 2015 verabschiedet. Staaten, die in den Vereinten Nationen vertretenen sind, haben damit eine Verpflichtung in Bezug auf den Schutz unseres Planeten abgegeben und sich verpflichtet dabei niemanden zurückzulassen. Ziel ist unter anderem, die Ursachen und Folgen des Klimawandels dauerhaft zu bekämpfen.
Wie bezieht UNICEF Kinder in die Bekämpfung des Klimawandels ein?
Kinder werden die größten Auswirkungen des Klimawandels tragen, daher ist es enorm wichtig, sie in Entscheidungen zu involvieren. Wir setzen uns dafür ein, Kinder in die Klimaverhandlungen und -plattformen einzubeziehen, damit ihre Stimmen gehört werden. Kinder und Jugendliche können eine Schlüsselrolle beim Umgang mit klimabedingten Risiken spielen. Indem sie ihre Ansichten, Meinungen und Bedenken vertreten und dabei helfen, Lösungen zu finden.
Die Beteiligung junger Menschen ist eine Notwendigkeit und Teil ihrer Grundrechte. Durch unseren Kreativwettbewerb „Denk dir die Welt!“ geben wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit Ihre Sichtweise auf aktuelle Themen in kreativer Art und Weise darzustellen, aufbauend auf Ihren Einreichungen erstellen wir einen Ideenkatalog den wir gemeinsam mit ihnen bei verschiedensten Veranstaltungen und bei Gesprächen mit politischen Entscheidungsträger:innen präsentieren.
Was unternimmt UNICEF, um nachhaltig zu agieren?
Wir sind laufend auf der Suche nach Möglichkeiten, um unsere Energieeffizienz zu steigern und nachhaltige Energie auch in unseren Büros zu implementieren. Dadurch minimieren wir unseren CO2-Fußabdruck.
Außerdem leisten wir Kompensationszahlungen und beziehen Nachhaltigkeit in unsere Beschaffungsprozesse mit ein. Projekte und Initiativen werden auf Umwelt- und soziale Auswirkungen überprüft. Darüber hinaus betreiben wir Bewusstseinsbildung zu dem Thema und versuchen verschiedene Zielgruppen und Aktuere auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.
Hat der Klimawandel auch Einfluss auf die Gesundheit von Kindern?
Ja und nicht nur auf ihre Ernährung. 90 Prozent aller durch den Klimawandel erzeugter Krankheiten betreffen Kinder unter fünf Jahren. Durch Überschwemmungen verbreiten sich die Moskitos, die wiederrum lebensgefährliche Krankheiten übertragen, und durch kontaminiertes Wasser steigen Cholera- und Typhusinfektionen an.
Wie kann ich mein Wissen zum Klimawandel verbessern?
UNICEF schreibt viele Studien zu dem Thema und stellt einige kostenlose Materialien und Quizze für Kinder und Erwachsene zur Verfügung, durch die das Wissen um Kinderrecht und den Klimawandel verbessert werden kann. Sie finden diese in unseren Informationsmaterialien.