Kinshasa/Bujumbura/New York/Wien – Statement von UNICEF zur Eskalation der Gewalt und der damit verbundenen Flucht von Kindern.
„UNICEF ist zutiefst besorgt über die rapide Eskalation der Feindseligkeiten in Süd-Kivu, im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), die Hunderttausende von Kindern und Familien dazu gezwungen hat, auf der Flucht nach Sicherheit zu suchen, sowohl innerhalb der DR Kongo als auch über die Grenzen hinweg in Burundi und Ruanda.
UNICEF ruft alle Parteien dazu auf, Kinder zu schützen und ihre Verpflichtungen nach internationalem humanitärem Recht und der Konvention über die Rechte des Kindes einzuhalten.
Seit dem 1. Dezember haben die intensiven Kämpfe mehr als 500.000 Menschen vertrieben, darunter mehr als 100.000 Kinder allein im Süd-Kivu. Mit der Ausbreitung der Gewalt wird erwartet, dass die Zahl der Vertriebenen weiter steigen wird. UNICEF ist zutiefst besorgt um die Sicherheit und das Wohlbefinden vieler Kinder, die fliehen und Schutz suchen.
Seit dem 2. Dezember wurden hunderte Menschen getötet. Schwere Verstöße gegen die Rechte von Kindern wurden ebenfalls gemeldet, darunter die Ermordung von vier Schüler:innen, Verletzungen von sechs Schüler:innen und Angriffe auf mindestens sieben Schulen, bei denen Klassenzimmer beschädigt oder zerstört wurden.
Während die Familien unter Beschuss fliehen, sind Kinder akuten Schutzrisiken ausgesetzt, darunter Trennung von der Familie, Gewalt, Ausbeutung, geschlechtsbezogene Gewalt und psychische Belastungen.
Viele der vor der Gewalt fliehenden Menschen sind nach Burundi geflüchtet, mit Berichten über mehr als 50.000 neue Ankünfte allein zwischen dem 6. und 11. Dezember, fast die Hälfte von ihnen Kinder. Es wird erwartet, dass die Zahl noch deutlich höher ist, da die Behörden weiterhin die Vertriebenen identifizieren. Viele haben Verletzungen aus dem Konflikt erlitten, sind unbegleitete und getrennte Kinder oder Frauen, die einem höheren Risiko ausgesetzt sind.
UNICEF arbeitet mit den nationalen Behörden und Partnern sowohl im DR Kongo als auch in Burundi zusammen, um eine dringende, kinderorientierte humanitäre Reaktion zu mobilisieren und gleichzeitig eng mit anderen UN-Agenturen und Partnern zu koordinieren, um schnelle Einschätzungen durchzuführen und die Hilfe so schnell wie möglich auszubauen, sobald es die Sicherheitslage zulässt.
Kinder dürfen niemals den Preis eines Konflikts zahlen. UNICEF steht bereit, jedes Kind zu unterstützen, das von dieser eskalierenden Krise betroffen ist.“
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