Dakar/Abuja/Wien – In den frühen Morgenstunden vergangenen Freitag wurden Berichten zufolge zahlreiche Kinder und Lehrkräfte aus einer weiterführenden Schule im nigerianischen Bundesstaat Niger entführt.

Nur wenige Tage zuvor waren bei einem separaten Angriff im Bundesstaat Kebbi am Montag 25 Mädchen aus einem Internat verschleppt worden.

„Kinder dürfen niemals Ziel von Gewalt sein. Schulen müssen sichere Orte sein, an denen Mädchen und Jungen ohne Angst lernen können“, erklärte Gilles Fagninou, UNICEF-Regionaldirektor für West- und Zentralafrika. „Die Entführung von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ist eine brutale und schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte und ein erschütternder Angriff auf ihre Sicherheit und Bildung.“

Fagninou forderte: „Wir appellieren an alle Beteiligten, die sofortige und sichere Freilassung jedes entführten Kindes und jeder Lehrkraft zu gewährleisten. Nigerias Kinder brauchen Schutz. Familien müssen ihre Kinder zur Schule schicken können, in dem Wissen, dass sie sicher nach Hause zurückkehren.

Bereits 2015 hat die nigerianische Regierung die Safe Schools Declaration unterzeichnet. Diese legt konkrete Maßnahmen fest, um den zivilen Charakter von Schulen und Universitäten zu wahren und den sicheren Zugang zu Bildung auch in Konfliktsituationen zu gewährleisten. UNICEF ruft alle relevanten Akteure dazu auf, die Umsetzung der Safe Schools Declaration in Nigeria konsequent voranzutreiben.

UNICEF arbeitet gemeinsam mit Regierungspartnern, der Zivilgesellschaft und lokalen Gemeinschaften daran, Kinderschutzsysteme zu stärken und sichere, inklusive Lernumgebungen im ganzen Land zu fördern. Die Stärkung dieser Strukturen ist entscheidend, um zukünftige Übergriffe zu verhindern und Kinder besser zu schützen.

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