Millionen von Kindern weltweit kämpfen tagtäglich mit dem Hunger und um ihr Leben: Über 180 Millionen Kinder unter fünf Jahren haben nicht genug zu essen. Sie erhalten keine abwechslungsreiche Nahrung und können nicht genug Nährstoffe zu sich nehmen, um gesund zu wachsen.
Diese sogenannte Ernährungsunsicherheit hat viele Ursachen: Kriege und Konflikte, steigende Lebensmittelpreise oder Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels.
In Länder wie dem Sudan, Jemen oder Gaza ist die Hungersnot für Kinder besonders tödlich. Am 22. August 2025 wurde die erste offizielle Hungersnot im Nahen Osten ausgerufen – das Leben von 1.200 Kindern ist aktuell akut bedroht.
Mit Ihrer Hilfe können Kinder weltweit mit Spezialnahrung versorgt werden. So können selbst Kinder, die unter schwerer Mangelernährung leiden, innerhalb kürzester Zeit gerettet werden.
Helfen Sie jetzt, um die weltweite Hungersnot zu stoppen!
Aktuelle Situation
Mehr als die Hälfte aller Kinder in Afghanistan haben nicht genug zu essen. 3,5 Millionen Kinder sind aktuell in Gefahr, an akuter Mangelernährung zu leiden. Wenn sie keine Behandlung erhalten, könnten sie an Hunger sterben.
UNICEF betreibt in Afghanistan mehr als 3.300 Anlaufstellen gegen Hunger, in denen Eltern Hilfe finden. Wir sind die einzige Organisation, die nährstoffreiche Erdnusspaste nach Afghanistan liefert.
Spezialnahrung wie Erdnusspaste kann im Kampf gegen Hunger lebensrettend sein. Die zweijährige Noor Bibi ist schwer mangelernährt und hat nur 6,8 Kilogramm. Sie wird in einem UNICEF Gesundheitszentrum behandelt und hat so die Chance, zu überleben.
Der Jemen durchlebt die schlimmste Hungerkrise der Welt.
Seit der Eskalation der Gewalt im Jahr 2015 spitzt sich die Lage immer weiter zu. Die Gesundheitsversorgung ist teilweise zusammengebrochen.
Über 600.000 Kinder sind so schwer mangelernährt, dass sie ums Überleben kämpfen.
UNICEF behandelt Kinder wie die 8 Monate alte Marwa, die unter akuter Mangelernährung leiden.
Mit Spezialnahrung können die Kinder in wenigen Wochen wieder deutlich an Körpergewicht und Energie gewinnen.
Aufgrund der anhaltenden Unruhen und Gewalt sind 2,9 Millionen Menschen im Norden des Landes auf der Flucht.
Die Hilfe gegen den Hunger wird durch die anhaltenden Konflikte erschwert. Hungernde Kinder können oft nur schwer mit lebensrettender Spezialnahrung erreicht werden.
Nigeria hat mit 3,5 Millionen Kindern die zweithöchste Rate an mangelernährten Kindern weltweit. Über 400.000 Kinder in den Konfliktregionen leiden zusätzlich unter akuter Nahrungsmittelknappheit.
UNICEF untersucht und behandelt Kinder wie den vierjährigen Umma. Wird Mangelernährung rechtzeitig erkannt, kann Spezialnahrung wie Erdnusspaste lebensrettend sein.
Aufgrund des anhaltenden Konflikts, Naturkatastrophen und Epidemien brauchen etwa 40 % aller Menschen in Somalia humanitäre Hilfe. Das Land leidet stark unter Dürren und Überschwemmungen als Folge des Klimawandels.
Auch wenn UNICEF in den letzten Jahren große Erfolge erzielen konnte, sind immer noch zu viele Menschen in Not.
Etwa 4 Millionen Menschen sind von Nahrungsmittelknappheit betroffen – darunter 1,7 Millionen mangelernährte Kinder.
Die 11 Monate alte Saja wurde wegen akuter Mangelernährung behandelt. Ihre Familie musste 2022 vor der starken Dürre fliehen. Ihr gesamtes Vieh hatte nichts mehr zu essen und zu trinken und ist verendet.
Der Hunger in Gaza ist eine humanitäre Katastrophe. Nahrung, Wasser und andere überlebenswichtige Güter sind nicht ausreichend vorhanden. Die Lebensmittelpreise sind seit Beginn des Konflikts um bis zu 700 Prozent gestiegen.
Jedes einzelne Kind unter 5 Jahren ist von akuter Mangelernährung bedroht.
Zusätzlich ist die Gesundheitsversorgung beinahe zusammengebrochen und Hunderte Krankenhäuser wurden zerstört.
Auch unter schwierigsten Bedingungen bleibt UNICEF vor Ort, um Kinder in Not mit Hilfe zu erreichen. Monat für Monat behandeln wir Tausende Kinder mit lebensrettender Spezialnahrung gegen Hunger.
Warum hungern so viele Kinder?
Die Ursachen für Hunger sind sehr komplex und oft kommen mehrere Faktoren zusammen.
- Durch den Klimawandel werden Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen immer häufiger. Wenn komplette Ernten ausfallen, verlieren Familien ihre Einkommensquellen und Hungersnöte bringen Kinderleben in Gefahr.
- Durch Rezessionen und Inflationen haben viele Eltern Probleme, die laufenden Kosten zu tragen. Steigende Nahrungsmittelpreise und Arbeitslosigkeit führen dazu, dass immer mehr Kinder an Hunger leiden.
- Der Exportrückgang durch Kriege führt zu einer Nahrungsmittelknappheit in vielen Regionen der Welt. Die Folge ist ein Anstieg der Nahrungsmittelpreise und steigender Druck auf krisengeplagte Länder Afrikas, den Jemen oder Afghanistan.
So hilft UNICEF gegen den Hunger
- Ernährung: Mangelernährung führt vor allem bei Kleinkindern schnell zum Tod. UNICEF ist vor Ort und liefert Spezialnahrung.
- Wasser und Hygiene: Sauberes Wasser ist überlebenswichtig und schützt vor Krankheiten.
- Bildung: Durch Ernährungsschulungen für Eltern und Stillberatung für Mütter wollen wir Mangelernährung verhindern und den weltweiten Hunger reduzieren.
- Gesundheit und Medikamente: In einigen Ländern führen schlechte sanitäre Verhältnisse und verschmutztes Wasser zu neuen Cholera-Ausbrüchen. UNICEF liefert Hygiene-Artikel und Medikamente für Familien und Kinder vor Ort, um die Krankheit einzudämmen.
Erdnusspaste als Lebensretter für Haneya
Die elf Monate alte Haneya aus Afghanistan war schwer mangelernährt und hatte kaum Energie. Nach sechs Behandlungen im UNICEF Ernährungszentrum kann Haneya wieder essen.
„Die Therapie hat geholfen. Ich befolge einfach die Anweisungen und gebe ihr die Spezialnahrung“, erzählt Haneyas Mutter über die Behandlung mit nährstoffreicher Erdnusspaste.
Unsere Kollegen in den Ernährungszentren arbeiten unermüdlich daran, dass Kinder wie Haneya wieder gesund werden.
„Die Mitarbeiter sind freundlich, und ich fühle mich hier immer willkommen. Sie behandeln Haneya wie ein eigenes Kind“, erzählt Haneyas Mutter voll Dankbarkeit.
Ihre Spende kommt an!
Ihre Spende wird zum Wohl der Kinder eingesetzt!
- Weltweit arbeiten wir mit Partnerorganisationen und lokalen Initiativen, damit Kinder vor Ort die Hilfe erhalten, die sie am dringendsten brauchen.
- Unsere Arbeit ist nur mithilfe von Spenden wie Patenschaften möglich, da wir keine Pflichtbeiträge von Regierungen erhalten.
- Wir arbeiten gewissenhaft und berichten detailliert und transparent. Daher ist UNICEF Österreich mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet.
- Ihre Spende und Patenschaft ist steuerlich absetzbar.
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Spendengrund
Wichtige Fragen zum Thema Hunger & Hungersnot
Wann spricht man von einer Hungersnot?
Offiziell wird eine Hungersnot von der jeweiligen Regierung eines Landes nach bestimmten Kriterien erklärt. Sie kann sich dabei auf die Einschätzung einer internationalen Arbeitsgruppe nach den sogenannten „IPC-Phasen“ berufen. IPC steht für „Integrated Food Security Phase Classification“.
Auf dieser Skala für Ernährungssicherheit werden fünf Stufen unterschieden, die von Phase eins „Minimal“ über „Strapaziert“ (Englisch: Stressed), „Krise“ (Crisis), „Notsituation“ (Emergency) bis hin zu Phase fünf „Hungersnot“ (Famine) reichen.
Bei einer Hungersnot fehlen mindestens jedem fünften Haushalt nahezu vollständig Lebensmittel und/oder andere lebenswichtige Dinge wie Trinkwasser, wodurch zahlreiche Menschen hungern und sterben.
Was unternimmt UNICEF gegen den Welthunger?
UNICEF arbeitet eng mit Regierungen zusammen, um nationale Ernährungsprogramme zu etablieren. Wir setzen vor allem stark auf Präventionsmaßnahmen, um Hungersnöte zu verhindern.
Durch geschulte Ernährungsexperten erhalten Eltern in allen Regionen unserer Erde Stillberatung und Kurse für gesunde Ernährung. Nur wenn Eltern verstehen, welche Nährstoffe ihre Kinder für ein gesundes Wachstum brauchen, kann Mangelernährung verhindert werden.
Im Kampf gegen Hunger ermöglichen wir Familien in Armut durch Bargeldprogramme ausreichend finanzielle Mittel für eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder.
Wenn Kinder jedoch schon hungern und an Mangelernährung leiden, kann spezielle Zusatznahrung wie Spezialmilch oder Erdnusspaste in wenigen Wochen Leben retten.
Warum hungern immer noch Kinder?
Viele Menschen stellen sich berechtigterweise die Frage, warum im 21. Jahrhundert immer noch Kinder hungern. Die Zahl der Kinder, die an Hunger sterben, hat im letzten Jahrhundert abgenommen.
Dennoch führen die oben genannten Faktoren dazu, dass der weltweite Hunger wieder steigt. Vor allem der Klimawandel könnte in den nächsten Jahrzehnten zu weiteren Hungersnöten führen und den Hunger in Afrika und dem nahen Osten verstärken.
Wie viele Kinder sterben an Hunger?
Etwa die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren sind auf Hunger zurückzuführen.
Etwa 1 von 4 Kindern weltweit hat nicht genug zu essen. Sie haben eine 50 % höhere Chance, an einer Form von Mangelernährung zu leiden. Dazu zählen ein zu geringes Körpergewicht, Wachstumsstörungen, aber auch Übergewicht.
Wieso kann Erdnusspaste mangelernährten Kindern das Leben retten?
Mangelernährte Kinder erhalten Erdnusspaste in fertigen Päckchen. Die Paste muss nicht mehr zubereitet werden, ist ungekühlt haltbar und kann direkt gefüttert werden.
Das hat den Vorteil, dass sie jederzeit und überall eingesetzt werden kann. Auch Kinder, deren Verdauungssystem nicht mehr normal arbeitet, können die Paste schlucken und leicht verdauen.
Durch etwa drei Packungen Erdnusspaste täglich für vier bis sechs Wochen können sich mangelernährte Kinder oft wieder komplett erholen. Eine Packung enthält 500 Kalorien und überlebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe.