Ein Behandlungszentrum für Ebola in der DR Kongo.

New York/Kampala/Kinshasa/Wien – „UNICEF ist zutiefst besorgt über bestätigte Ebola-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und in Uganda sowie über das wachsende Risiko für Kinder und gefährdete Gemeinschaften in der gesamten Region, eine Situation, die von der Weltgesundheitsorganisation inzwischen als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft wurde.

Bislang wurden insgesamt 246 Verdachtsfälle gemeldet, mit 80 vermuteten Todesfällen in der Provinz Ituri im Osten der DRK; auch Uganda hat zwei Fälle gemeldet, darunter ein Todesfall. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, die Regierungen bei der Umsetzung schneller Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu unterstützen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern – unter Einbeziehung der Gemeinschaften und relevanter Akteure sowie durch Sicherstellung grenzüberschreitender Koordination.

Diese Variante des Ebola-Virus, der Bundibugyo-Stamm, ist weniger verbreitet als der Zaire-Stamm. Derzeit gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung. Es wird angenommen, dass die Verbreitung dieses speziellen Ebola-Virus Ende April begonnen haben könnte.

Das instabile Sicherheitsumfeld, anhaltende Zugangsbeschränkungen und eine hohe Mobilität der Bevölkerung erhöhen das Risiko einer raschen Übertragung in betroffenen und angrenzenden Gebieten. Kinder sind den Auswirkungen von Ebola-Ausbrüchen besonders ausgesetzt, darunter Unterbrechungen grundlegender Dienstleistungen, der Verlust von Eltern und Betreuungspersonen, Stigmatisierung, psychosoziale Belastungen und erhöhte Schutzrisiken.

UNICEF hat bereits nahezu 50 Tonnen an Materialien zur Infektionsprävention und -kontrolle mobilisiert, darunter Desinfektionsmittel und Seife, persönliche Schutzausrüstung sowie Wasseraufbereitungstabletten und Wassertanks, die nach Bunia geliefert wurden. Ein multidisziplinäres Notfall-Schnellreaktionsteam trifft ebenfalls in Kürze ein, um technische Unterstützung in vorrangigen Bereichen zu leisten, einschließlich der Unterstützung von Risikokommunikation und Maßnahmen zur Einbindung der Gemeinschaft. Ziel ist es, die Kommunikation zu verstärken, damit Familien verstehen, wie Ebola übertragen wird und wie sich das Infektionsrisiko verringern lässt. Mehr als 2.000 Gemeindegesundheitshelfer sind bereits im Einsatz, doch werden dringend zusätzliche Kapazitäten und Ressourcen benötigt, um eine wirksame Abdeckung sicherzustellen, insbesondere in schwer zugänglichen Gebieten.

Als Reaktion auf den Ausbruch hat UNICEF seine höchste Notfallklassifizierung aktiviert (eine unternehmensweite Notlage der Stufe 3), um eine organisationsweite Ausweitung der Vorbereitungs- und Reaktionsmaßnahmen in betroffenen und gefährdeten Gebieten zu unterstützen. Die Aktivierung ermöglicht die sofortige Bereitstellung flexibler Mittel, die beschleunigte Entsendung von Notfallpersonal, vereinfachte operative Verfahren für Länderbüros sowie eine verstärkte Koordination auf regionaler Ebene und in den Hauptquartieren, um betroffene Kinder und Familien zu unterstützen. UNICEF arbeitet dabei eng mit Partnern zusammen, darunter die WHO und Africa CDC, zur Unterstützung von durch Regierungen geleiteten Maßnahmen.

Jeder Ebola-Ausbruch bringt Kinder in Gefahr – nicht nur durch das Virus selbst, sondern auch durch die umfassenden Störungen von Gesundheits-, Ernährungs-, Bildungs- und Schutzsystemen. UNICEF fordert einen sofortigen, sicheren und dauerhaften humanitären Zugang zu den betroffenen Gemeinschaften, insbesondere im Osten der DRK, um gefährdete Kinder und Familien erreichen zu können.

Schnelles Handeln, vertrauensvolle Einbindung der Gemeinschaften sowie anhaltende Unterstützung für Einsatzkräfte an vorderster Front und Gemeindegesundheitshelfer – die ebenfalls erheblichen Risiken ausgesetzt sind – werden entscheidend sein, um Kinder zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.“

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