Bogotá/Panama-Stadt/New York/Wien – Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4, das den Westen Kolumbiens erschüttert hat, weitet UNICEF seine Hilfsmaßnahmen aus, um betroffene Kinder und Familien im Departamento Chocó sowie in der Stadt Buenaventura (an der Pazifikküste) zu unterstützen. Tausende Menschen, darunter auch Kinder, sind von der Katastrophe betroffen. Chocó, das dem Epizentrum der Katastrophe am nächsten gelegene Departamento, gehört dabei zu den verwundbarsten betroffenen Gebieten.

Offiziellen Angaben zufolge hat das Erdbeben 181 Todesopfer gefordert, 195 Menschen werden vermisst, und mehr als 2.595 Personen wurden verletzt. Während die Gesamtzahl der betroffenen Kinder noch ermittelt wird, schätzen die Behörden, dass 796 Schulen beschädigt wurden. Dies gibt Anlass zu Sorge hinsichtlich möglicher Unterbrechungen des Unterrichts sowie des Zugangs von Kindern zu sicheren Orten.

„Kinder haben erlebt, wie ihre Häuser und Schulen beschädigt wurden, und sind zunehmenden Risiken ausgesetzt, da wichtige Dienstleistungen in den am stärksten betroffenen Gemeinden weiterhin beeinträchtigt sind“, sagte Tanya Chapuisat, UNICEF-Landesrepräsentantin in Kolumbien. „UNICEF mobilisiert in Chocó und Buenaventura eine Soforthilfe im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene, um Gesundheitsrisiken zu verringern und die Würde der betroffenen Familien zu schützen, während die grundlegenden Dienstleistungen wiederhergestellt werden und die Bedarfsanalysen fortgesetzt werden.“

Schäden an kritischer Infrastruktur haben den Zugang zu Wasser, Strom, Bildung, Gesundheitsversorgung und Telekommunikation beeinträchtigt. Gleichzeitig erschweren Herausforderungen bei der Konnektivität sowie die geografische Verstreuung der Gemeinden weiterhin die Bedarfsanalysen.

UNICEF stellt Wasser-, Sanitär- und Hygieneartikel für 22.000 Menschen in Chocó und Buenaventura bereit. Dazu gehören WASH-Familienkits, Versorgungspakete für Mütter, Menstruationshygiene-Kits sowie Wassertanks zur Speicherung von Trinkwasser. Darüber hinaus arbeitet UNICEF mit dem Kolumbianischen Institut für Familienwohlfahrt (ICBF) zusammen, um Präventions- und Schutzmaßnahmen für Kinder, die von dem Erdbeben betroffen sind, zu stärken und auszubauen.

Mit einer Präsenz von mehr als zwei Jahrzehnten in Chocó und einer kontinuierlichen Präsenz in Buenaventura koordiniert UNICEF seine Hilfsmaßnahmen mit nationalen und lokalen Behörden sowie Partnerorganisationen. UNICEF ist bereit, seine Unterstützung weiter auszubauen, um sicherzustellen, dass Kinder und ihre Familien Zugang zu lebensrettender Hilfe und Schutz erhalten.

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