Mutter und Kind im Gazastreifen.

Gaza-Stadt/Genf/Wien – Eine Zusammenfassung der Aussagen des UNICEF-Sprechers James Elder bei der heutigen Pressekonferenz im Palais des Nations in Genf, dem die zitierten Passagen zugeschrieben werden können.

„Seit der Waffenruhe Anfang Oktober sind im Gazastreifen mehr als 100 Kinder getötet worden. Das entspricht in etwa einem getöteten Mädchen oder Jungen pro Tag. Während einer Waffenruhe.

Das Leben im Gazastreifen bleibt erdrückend. Das Überleben ist weiterhin an Bedingungen geknüpft. Zwar haben Bombardierungen und Schusswechsel während der Waffenruhe nachgelassen, doch sie haben nicht aufgehört.

Was die Welt heute als ‚Ruhe‘ bezeichnet, würde anderswo als Krise gelten. Leider hatte die Waffenruhe auch eine unbeabsichtigte Folge: Palästinensische Kinder im Gazastreifen sind aus dem Blickfeld verschwunden.

Seit Beginn der Waffenruhe hat UNICEF Berichte über mindestens 60 getötete Jungen und 40 getötete Mädchen im Gazastreifen registriert. Die Zahl von 100 spiegelt nur jene Vorfälle wider, zu denen ausreichend Informationen für eine Erfassung vorlagen; die tatsächliche Zahl der getöteten palästinensischen Kinder dürfte daher höher liegen. Hunderte Kinder wurden verletzt.

Ich saß vor wenigen Tagen bei einem dieser Opfer. Der neunjährige Abid Al Rahman sammelte mit seinen Freunden Holz in Khan Younis, als ein Luftangriff einschlug. Metallsplitter rissen ihm ins Auge – dieses Stück explosiven Metalls steckt dort noch immer.“

Gleichzeitig bestehen trotz fortgesetzter Angriffe weiterhin massive Einschränkungen beim Zugang zu lebenswichtigen Gütern im Gazastreifen – von essenziellen medizinischen Verbrauchsmaterialien über Kochgas und Treibstoff bis hin zu Ersatzteilen für lebensrettende Wasser- und Sanitärsysteme.

Es ist wichtig festzuhalten, dass die Waffenruhe in bestimmten Bereichen echte Fortschritte ermöglicht hat:

  • Im Gesundheitsbereich haben UNICEF und seine Partner die primäre Gesundheitsversorgung ausgeweitet, einschließlich Impfungen – insbesondere im bislang völlig unterversorgten Norden, während Menschen versuchen, in ihre Häuser zurückzukehren.
  • Zur Verbesserung von Hygiene und Sanitärversorgung setzt UNICEF alles ein – von Eseln bis zu Bulldozern – und entfernt monatlich tausend Tonnen festen Abfalls.
  • In letzter Zeit hat es im Gazastreifen geregnet und es war bitterkalt, doch dank der frühzeitigen Wintervorbereitungen von UNICEF konnten wir fast eine Million Thermodecken sowie Hunderttausende Winterbekleidungssets für Kinder bereitstellen.
  • Bemerkenswerterweise konnten wir dringende, lebensrettende Reparaturen an Wasserleitungen, Pumpstationen und Abwassernetzen durchführen – weitgehend dank palästinensischer Einfalls­kraft und weniger aufgrund zugelassener Ersatzteile.
  • Und im Bereich Ernährung haben wir mehr als 70 zusätzliche Ernährungseinrichtungen im gesamten Gazastreifen eröffnet. Die Hungersnot ist zurückgedrängt worden.

Trotz dieser bescheidenen Fortschritte haben zwei Jahre Krieg das Leben der Kinder im Gazastreifen unvorstellbar schwer gemacht. Kinder leben weiterhin in Angst, und ihre psychischen Verletzungen bleiben unbehandelt – sie vertiefen sich und werden umso schwerer zu heilen, je länger diese Situation anhält.

Eine Waffenruhe, die Bomben verlangsamt, ist ein Fortschritt – doch eine Waffenruhe, unter der weiterhin Kinder begraben werden, ist nicht ausreichend. Sie ist eine Warnung und erfordert Durchsetzung, humanitären Zugang und Rechenschaftspflicht.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, reduzierte Gewalt in echte Sicherheit zu verwandeln: den Zugang für Hilfsgüter zu öffnen, medizinische Evakuierungen massiv auszuweiten und diesen Moment zu dem zu machen, an dem das Töten von Kindern im Gazastreifen tatsächlich endet.“

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