Die Bildung der Kinder im Sudan steht seit geraumer Zeit auf der Kippe. Die Zerstörung von Schulmaterialien in Nord-Kordofan verschärft die Situation.
New York/ Nairobi/ Khartoum/ Wien – Bei Drohnenangriffen auf zwei Lagerhäuser in der Ortschaft Shikan im Bundesstaat Nord-Kordofan am 20. September wurden über 292.000 Schulbücher, 40.000 Übungshefte für Arabisch und Mathematik sowie weitere Lernmaterialien zerstört, die für die Verteilung an Kinder bestimmt waren.
Die Materialien sollten ab Oktober 2026, zu Beginn des neuen Schuljahres, verteilt werden, unter anderem an Schulen in West-Bara, Bara und Um Dam; der Verlust wird voraussichtlich das Lernen Tausender Kinder beeinträchtigen.
„Die Zerstörung dieser Lernmaterialien ist ein Rückschlag für die Kinder in einer Zeit, in der alle Anstrengungen unternommen werden, um sie wieder in die Klassenzimmer zu bringen“, sagt Angela Kearney, UNICEF-Vertreterin im Sudan. „Viele Kinder haben aufgrund des Konflikts Jahre ihrer Schulbildung versäumt. Da die Schulen ohnehin schon mit einem Mangel an Lehrkräften, Schulbänken und Lernmaterialien zu kämpfen haben, wird dieser Verlust den Zugang der Kinder zu qualitativ hochwertiger Bildung weiter beeinträchtigen. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und dieses Recht muss geschützt werden.“
Die Lieferung von Schulmaterial in die Konfliktgebiete im Sudan ist oft eine Herausforderung, weshalb der Verlust dieser Materialien besonders schwer wiegt. Der Zugang zu sicheren Lernmöglichkeiten bleibt unerlässlich, um Kindern beim Lernen, bei der Bewältigung ihrer Traumata und beim Aufbau ihrer Zukunft zu helfen.
UNICEF fordert alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur zu schützen und ihren Verpflichtungen gemäß dem humanitären Völkerrecht nachzukommen. Schulmaterial und Bildungseinrichtungen müssen geschützt werden, um sicherzustellen, dass Kinder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können.
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