Khartum/Wien – Im Sudan wurden mindestens 12 Kinder, einige von ihnen erst zwei Jahre alt, Berichten zufolge in den vergangenen Tagen bei zwei getrennten Vorfällen in den Bundesstaaten West-Kordofan und Khartum getötet.
Am Samstag, dem 17. Oktober, wurden bei einem Angriff auf ein Lager für vertriebene Familien östlich von Sanakit im Bundesstaat West-Kordofan mindestens neun Kinder getötet, fünf Buben und vier Mädchen im Alter zwischen fünf und zehn Jahren.
Zwei Tage später, am Montag, dem 19. Oktober, traf eine bewaffnete Drohne ein Wohngebiet in Khartum. Berichten zufolge wurden dabei drei Kinder, zwei Mädchen und ein Bube im Alter zwischen zwei und sechs Jahren, gemeinsam mit ihrem Vater getötet.
„In West-Kordofan wurden Kinder in einem Lager getötet, in das ihre Familien geflohen waren, um Sicherheit zu finden. In Khartum wurden Berichten zufolge drei kleine Kinder gemeinsam mit ihrem Vater in ihrem eigenen Viertel getötet – in einer Stadt, in die viele Familien zurückgekehrt sind, um ihr Leben wieder aufzubauen“, sagte Angela Kearney, amtierende UNICEF-Repräsentantin im Sudan. „Familien im Sudan tun alles, was sie können, um ihre Kinder zu schützen, sei es durch Flucht oder durch die Rückkehr nach Hause. Doch beides schützt sie nicht. Jede Konfliktpartei muss Kinder schützen, wo immer sie sich befinden.“
Im gesamten Sudan sind Kinder auch nach mehr als drei Jahren Konflikt weiterhin tödlicher Gewalt ausgesetzt. Für Familien, die bereits Vertreibung und unermessliche Entbehrungen ertragen mussten, bieten selbst Orte der Zuflucht keine Garantie für Sicherheit.
UNICEF fordert alle Konfliktparteien auf, ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht nachzukommen und die Zivilbevölkerung sowie zivile Infrastruktur zu schützen. Kinder müssen jederzeit und überall geschützt werden.
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