Erklärung des UNICEF-Regionaldirektors für den Nahen Osten und Nordafrika, Edouard Beigbeder zur Tötung zweier junger Geschwister am Wochenende in Tammun. Die Zahl der Kinderopfer steigt weiter.
Amman/Wien – „Erneut hat Gewalt das Leben palästinensischer Kinder im Westjordanland gefordert. Am 14. März wurden zwei Geschwister im Alter von fünf und sieben Jahren von israelischen Streitkräften in der Stadt Tammun im Westjordanland erschossen, gemeinsam mit ihren Eltern, die sich mit ihnen im Auto befanden.
Seit Jänner 2025 wurden 65 palästinensische Kinder im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, getötet – im Durchschnitt etwa ein Kind pro Woche – und mehr als 760 verletzt. Die meisten dieser Todesfälle wurden durch scharfe Munition verursacht.
Für die Kinder, die solche Vorfälle überleben, sind die Folgen tiefgreifend. Einige erleiden dauerhafte Behinderungen, die ihr weiteres Leben prägen werden. Viele Kinder kämpfen mit schweren psychischen Belastungen, nachdem sie miterleben mussten, wie Freunde oder Familienmitglieder gewaltsam getötet oder verletzt wurden.
UNICEF fordert die israelischen Behörden auf, unverzüglich und entschlossen Maßnahmen zu ergreifen, um palästinensische Kinder zu schützen und ihr Recht auf Leben gemäß internationalem Recht zu gewährleisten. Die Behörden müssen transparente und robuste Rechenschaftspflicht sicherstellen, wenn Kinder getötet oder verstümmelt werden, und wirksame Maßnahmen ergreifen, um weitere Gewalt zu verhindern. Zudem müssen sie ihrer Verpflichtung nachkommen, humanitären Zugang sowie medizinische Versorgung für Verwundete sicherzustellen.“
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