Erklärung von Edouard Beigbeder, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika
AMMAN, 10. Juni 2026 – „An diesem Wochenende wurden Berichten zufolge acht Kinder an fünf verschiedenen Orten im Gazastreifen getötet und weitere 17 verletzt. Im Westjordanland starb zudem ein sieben Monate alter Bub, nachdem er im Gebiet Tel Rumeida in Hebron von israelischen Streitkräften erschossen wurde.
Erneut wurden Kinderleben viel zu früh ausgelöscht. In einem der betroffenen Gebiete im Gazastreifen wurde eine Gruppe von Kindern, die gerade Fußball spielte, durch einen nahegelegenen Angriff verletzt.
Im Westjordanland wurde ein Säugling, der noch nicht einmal die Chance hatte, seine ersten Schritte zu machen, erschossen, während er auf dem Schoß seiner Mutter auf dem Rücksitz eines Autos saß.
Wir dürfen nicht zulassen, dass dies zur neuen Normalität wird – dass Kinder durch Gewalt ihr Leben verlieren, muss weltweit Empörung hervorrufen und auf allen Ebenen verurteilt werden.
Im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, zeigen das Töten und Verletzen von Kindern und ihren Familien, Zwangsvertreibungen sowie Angriffe auf Schulen, Wohnhäuser und Wasser- und Gesundheitsinfrastruktur eine eklatante Missachtung der Rechte von Kindern.
UNICEF fordert die israelischen Behörden auf, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um alle palästinensischen Kinder zu schützen. Die Behörden müssen transparente, glaubwürdige und gründliche Untersuchungen sicherstellen sowie Rechenschaftspflicht gewährleisten, wann immer Kinder getötet oder verletzt werden.
Das internationale Menschenrechtsrecht und das humanitäre Völkerrecht müssen eingehalten werden, und das grundlegende Recht jedes Kindes auf Leben muss geschützt werden.“
Hinweis
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