Ein Bub im Jemen besucht eine von UNICEF unterstützte Schule.

Mehr als 57.000 Kinder im Jemen wurden in den vergangenen zwei Wochen vertrieben, während Kinder als getötet, verletzt und als vermisst gemeldet werden.

Amman/Wien – Erneute Kampfhandlungen im gesamten Jemen zwingen Familien zur Flucht aus ihren Häusern, töten und verletzen Kinder und beeinträchtigen den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Dadurch wird eine ohnehin bereits schwere humanitäre Krise weiter verschärft, warnte UNICEF heute.

Mehr als 104.000 Menschen, darunter über 57.000 Kinder, wurden innerhalb von nur zwei Wochen vertrieben. Seit dem 3. September wurden mindestens neun Kinder als getötet und zwölf als verletzt gemeldet. Drei weitere Kinder gelten nach einem Angriff auf der Straße von der Westküste des Jemen nach Aden als vermisst.

Die Kämpfe im westlichen Taiz, im südlichen Hudaydah, in Marib und anderen betroffenen Gebieten schneiden Kinder von lebenswichtigen Dienstleistungen ab. In 26 von UNICEF unterstützten Gesundheitseinrichtungen wurden die Leistungen eingeschränkt oder unterbrochen. Gleichzeitig wurden 243 Schulen geschlossen oder der Unterricht ausgesetzt, wodurch mehr als 137.000 Schülerinnen und Schüler betroffen sind.

UNICEF weitet seine Nothilfe aus, um bis zu 231.000 von der Eskalation betroffene Menschen zu erreichen. Die Hilfsmaßnahmen laufen bereits: In Taiz werden Gesundheitseinrichtungen unterstützt sowie Hygienesets und Wassertanks verteilt. In Marib werden zusätzliche Wasser- und Hygieneartikel bereitgestellt. Zudem wurden neun mobile Gesundheits- und Ernährungsteams an Orte mit Vertriebenen sowie in betroffene Gemeinden in Aden, Marib und Taiz verlegt. Die Soforthilfe im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene soll mehr als 200.000 Menschen mit sauberem Wasser, Hygieneartikeln und dringend notwendigen Reparaturen beschädigter Versorgungssysteme erreichen.

Kinderschutzteams leisten psychosoziale Unterstützung und Fallbetreuung, auch für unbegleitete und von ihren Familien getrennte Kinder. Darüber hinaus helfen sie Gemeinden dabei, die Risiken durch explosive Kampfmittel zu verringern.

Die Kinder im Jemen lebten bereits in einer der schwersten humanitären Krisen der Welt, und viele von ihnen kennen kaum etwas anderes als Konflikt und Vertreibung“, sagte Edouard Beigbeder, UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika. „Nun wurden innerhalb von nur zwei Wochen Zehntausende Familien aus ihren Häusern vertrieben. Viele mussten fliehen und konnten nur das mitnehmen, was sie tragen konnten. Für Kinder, die bereits Jahre von Hunger, Vertreibung und unterbrochenem Schulunterricht erlebt haben, zerstört diese jüngste Gewalt auch noch den letzten Rest an Stabilität, der ihnen geblieben war.

Die Auswirkungen der Eskalation sind auch auf der anderen Seite der Meerenge Bab al-Mandab zu spüren. Mehr als 2.000 Menschen, darunter viele Kinder, sind nach einer gefährlichen Überfahrt in Dschibuti angekommen. Diese war von extremer Hitze, Dehydrierung und erheblichen Schutzrisiken geprägt. UNICEF arbeitet gemeinsam mit den Behörden daran, neu angekommene Familien mit sauberem Wasser sowie Hygiene- und Sanitärdiensten zu versorgen, Kinderschutzangebote bereitzustellen und besonders schutzbedürftige Kinder an entsprechende Unterstützungsangebote zu vermitteln.

Bereits vor der jüngsten Eskalation waren schätzungsweise 12,2 Millionen Kinder im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 2,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden an akuter Mangelernährung, darunter über 515.000 Kinder mit schwerer akuter Mangelernährung. Gleichzeitig besuchen 3,2 Millionen Kinder im schulpflichtigen Alter keine Schule. Rund 17,8 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Gesundheitsversorgung sowie Wasser- und Sanitärdiensten, während nur 60 Prozent der Gesundheitseinrichtungen vollständig funktionsfähig sind.

UNICEF bekräftigt den Appell des Generalsekretärs an alle Konfliktparteien, die Zivilbevölkerung, einschließlich der Kinder, zu schützen, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und einen sicheren sowie ungehinderten humanitären Zugang zu ermöglichen, damit dringend benötigte Hilfe die betroffenen Gemeinden erreichen kann.

Hinweis

Bleiben Sie immer informiert und abonnieren Sie den UNICEF Österreich WhatsApp-Channel.

Weitere Informationen zur Arbeit von UNICEF im Jemen.

UNICEF Spenden
Typ:
Spendengrund:
Betrag:

Jetzt spenden und Kindern in Not helfen!

Spendengrund

Mit der Angabe deines vollständigen Namens laut Meldezettel sowie deines Geburtsdatums wird die Privatspende automatisch in deiner Arbeitnehmer:innen-Veranlagung abgesetzt.

Deine Adresse

Deine Kontaktdaten

Wir verwenden deine freiwillig bekanntgegebene Telefonnummer für Serviceanrufe, um dich über weitere Spendenmöglichkeiten zu informieren. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per Mail an service@unicef.at widerrufen
Datenschutzinformation:
Neben der Verwaltung deiner Spende, verarbeiten wir personenbezogene Daten, um dir weitere Informationen zuzusenden. Damit wir diese Zusendungen personalisieren können, indem wir z.B. Spendenvorschläge in individueller Höhe erstellen, führen wir personenbezogene Daten zusammen und werten diese aus (Profiling gemäß Artikel 4 Ziffer 4 DSGVO). Du kannst unsere Zusendungen jederzeit abbestellen und der Zusammenführung und Auswertung deiner Daten widersprechen (service@unicef.at). Weitere Informationen findest du unter unicef.at/datenschutz. Du kannst diese Informationen auch telefonisch unter 01/879 00 00 als kostenfreie Postzusendung anfordern. Unseren externen Datenschutzbeauftragten erreichst du unter: datenschutz@pilgermair.at.
Lade…
SEPA-Lastschrift Mandat (für UNICEF Patenschaften und Einmaleinzüge vom Bankkonto) Ich/Wir ermächtige(n) das Österreichische Komitee für UNICEF, Zahlungen von meinem/unserem Konto mittels SEPA-Lastschrift einmalig/wiederkehrend einzuziehen. Zugleich weise(n) ich/wir unser Kreditinstitut an, die vom Österreichischen Komitee für UNICEF auf mein/unser Konto gezogenen SEPA-Lastschriften einzulösen. Ich kann/Wir können innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrags verlangen. Es gelten die mit meinem/unserem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. Benachrichtigung: Meine Spende soll so schnell wie möglich helfen, eine zusätzliche Information 2 Wochen vor dem Lastschriftstermin ist daher nicht nötig. Ich/Wir verzichte(n) daher auf die Benachrichtigungsfrist (Prenotification) von 14 Tagen. Länger Rückbuchen: Rückerstattung direkt bei UNICEF Österreich sogar innerhalb von 13 Monaten nach Abbuchungstag möglich. Ändern und Stornieren: Du kannst deine Einzugsermächtigung jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern oder stornieren. Zahlungsempfänger: Österreichisches Komitee für UNICEF, Mariahilfer Straße 176/10, 1150 Wien; Creditor Identification (CID): AT19 ZZZ 000000 24038
Speicherung deiner Zahlungsdaten (für UNICEF Patenschaften): Mit dem Abschluss einer Patenschaft gibst du dein Einverständnis zur Speicherung deiner Zahlungsdaten, damit deine regelmäßige Spende abgebucht werden kann.
Spende absetzbar Logo Spendengütesiegel
Information zu Spenden: Es kann nicht garantiert werden, dass die Spende ausschließlich dem oben beschriebenen Projekt gewidmet wird. Ihre Spende wird verwendet, um Kinder weltweit zu unterstützen.
Alle Meldungen lesen