Vater und Tochter aus Syrien haben die Flucht überlebt und sind im Zug in ein besseres Leben.

Kinder auf der Flucht - Hilfe vor Ort und in umliegenden Ländern

Fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind in Folge von Flucht und Migration entwurzelt – mehr als die Hälfte von ihnen (28 Millionen) wurden durch Konflikte aus ihrem Zuhause vertrieben.

UNICEF unterstützt Kinder auf der Flucht mit kinderfreundlichen Zonen, Zugang zu Schulbildung, Medikamenten, Nahrung und Wasser. Entweder vor Ort oder in Flüchtlingslagern in den umliegenden Ländern.

Diese Kinder brauchen unsere Hilfe am dringendsten. Sie sind täglich Gewalt, Kälte oder Hitze, Krankheit und Armut ausgesetzt. An eine normale Kindheit ist nicht zu denken. Mit ihrer Unterstützung helfen wir den Jüngsten auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft.

Ihre Spende hilft dabei die entwurzelten Kinder zu schützen, mit jedem Euro leisten Sie einen wichtigen Beitrag.


Aktuelle Zahlen & Fakten

Im Debaga Camp verdunkeln die Rauchschwaden von IS verursachten Ölfeldbränden den Himmel.
© UNICEF/UN036066/Mackenzie
Debaga Camp, Irak: Rauchschwaden verhängen den Sonnenuntergang, der IS hat Ölfelder angezündet.

Bis Mitte Mai 2017 sind auf der gefährlichen Mittelmeerroute von Nordafrika nach Italien 200 Kinder gestorben – das entspricht mehr als einem Kind täglich.

Mindestens 28 Millionen Kinder wurden durch Gewalt und Krieg entwurzelt und vertrieben, davon sind 11 Millionen auf der Flucht oder Asyl suchend. Besonders gefährdet sind Kinder, die ohne ihre Eltern flüchten mussten. 300.000 Kinder waren es zwischen 2015 und 2016, 9 von 10 der in Italien im Jahr 2016 angekommenen Kinder waren ohne Begleitung.

Viele dieser geflüchteten Kinder werden in Europa aufwachsen und sind zukünftige EU-BürgerInnen. Sie sollten an erster Stelle als Kinder wahrgenommen werden, ungeachtet ihres Migrationsstatus. Die Mitgliedstaaten müssen mehr in sie investieren und sie zugleich stärken, sodass sie ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft werden.

UNICEF ist zutiefst besorgt über die fehlenden Schutzmaßnahmen für Flüchtlingskinder in Europa. Bisher wurden von seitens der EU und der Mitgliedstaaten viel zu wenig getan, um die jeweiligen Bedürfnisse und Probleme von Flüchtlingskindern anzusprechen. So müssen zum Beispiel Kinder in Schweden bis zu einem Jahr warten, bis sie in einem Asylverfahren angehört werden. In Griechenland gestrandete Kinder sind im Durchschnitt bereits seit 20 Monaten nicht mehr in der Schule gewesen. Viele Kinder müssen zudem mehr als ein Jahr warten, um ihre Familienmitglieder in anderen EU-Staaten zu erreichen – dadurch sind Kinder oft einer großen Gefahr ausgesetzt oder geraten in die Hände von Schleppern.

Die kleine Adra ist erleichert die gefährliche Überfahrt aus dem Irak nach Griechenland überstanden zu haben.
© UNICEF/UNI197502/Gilbertson.
Adra (7) hat die gefährliche Überfahrt aus dem Irak überstanden

"Wir fühlten uns, als würden wir sterben."

Adra, 7, und ihre Familie mussten aus dem Irak flüchten, nachdem sie von Extremistengruppen bedroht wurden. Um nach Europa zu gelangen, unternahm die Familie die Fahrt über das Mittelmeer.

Die Bootsüberfahrt ist für Kinder auf der Flucht lebensgefährlich: starke Unterkühlung, Dehydrierung und Winterstürme am offenen Meer machen die Überfahrt derzeit noch risikoreicher als sonst.

Völlig durchnässt und in eine Decke eingehüllt erreicht Adra die Küste von Lesbos: „Ich hatte große Angst. Wir fühlten uns, als würden wir sterben. Nur in den Armen meines Vaters fühlte ich mich sicher,“ sagt die Siebenjährige über ihre gefährliche Reise.

Warum müssen so viele Kinder flüchten?

Kinder bringen Feuerwehrmännern Essen, sie löschen vom IS gelegte Feuer.
© UNICEF/UN057851/Romenzi
Qayyara, Irak: Der IS wurde aus dem Gebiet verdrängt, sie hinterließen Feuer und Verwüstung.
  • Der Krieg in Syrien trieb mehr Menschen in die Flucht als jede andere Krise in den letzten Jahren. 70% der in Italien angekommenen Kinder sind aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan.
  • Der Südsudan, Jemen und Nordost Nigeria leiden gerade unter Hungersnöten oder sind knapp davor. 1.5 Millionen Kinder werden dort schätzungsweise von lebensbedrohlicher Mangelernährung betroffen sein. Zwischen 2015 und 2016 stieg die Zahl der von Hungersnöten bedrohten Menschen um ca. 30 Millionen.
  • Armut ist weiterhin ein großer Faktor. Wenn die aktuellen Trends anhalten, werden bis Ende 2030 167 Millionen Kinder in extremer Armut leben – 90% davon in Subsahara Afrika.
  • Klima: Mehr als 500 Millionen Kinder leben in Gebieten, die stark von Überflutungen betroffen sind, 160 Millionen leben in Zonen, die ein hohes Risiko für lange Dürreperioden aufweisen.

So hilft Ihre Spende

Syrische Mädchen fühlen sich in einem provisorischen Flüchtlingscamp sicher.
© UNICEF/NYHQ2013-1311/Dar Al Mussawir
Syrische Mädchen in einem Camp im Libanon

Wir helfen vor Ort:

Parallel zu dem Engagement für Flüchtlingskinder in Europa muss auch die humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe in den Herkunftsländern stärker unterstützt sowie die Bemühungen zur Beendigung von Konflikten und zur Bekämpfung der Armut verstärkt werden.

Syrien und die Nachbarländer sind von den Konflikten schwer gezeichnet. UNICEF verteilt gemeinsam mit PartnerInnen vor Ort Hygiene-Sets, errichtet Brunnen und sanitäre Anlagen. Medizinische Grundversorgung und Nahrungsmittel sind überlebenswichtig, seit Mai konnten wir über 2 Millionen Kinder impfen und tausende mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung versorgen.

Die vierjährige Lamar aus Syrien malt und freut sich auf die Wiedervereinigung mit ihrer Familie.
© UNICEFMK/2015/TomislavGeorgiev
Lamar aus Syrien ist vier Jahre alt und freut sich auf die Wiedervereinigung mit ihrer Familie.

Wir helfen Kindern auf der Flucht

UNICEF leistet psychosoziale Hilfe für Familien auf der Flucht und hat sogenannte kinderfreundliche Zonen eingerichtet. Dies ist ein abgegrenzter Bereich, in dem sich Kinder und Mütter aufhalten, erholen und ein Stück Normalität im Chaos erfahren können. Außerdem wurde im November begonnen Winterkleidung, Kinderschuhe, Decken sowie Hygienesets zu verteilen. Es wird dafür gesorgt, dass alle von UNICEF unterstützten kinderfreundlichen Zonen in Kroatien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Serbien und bald auch Slowenien und Griechenland beheizt und wetterfest sind.

Ein syrischer Bub bekommt eine Polio Schluckimpfung in einem Flüchtlingslager im Irak.
© UNICEF/UNI201460/Khuzaie
Ein syrischer Bub bekommt seine Polio Impfung in einem Flüchtlingslager im Irak - nur dank Ihrer Spenden!

Ihre Spende unterstützt Flüchtlinge in den betroffenen Regionen

4,2 Millionen Flüchtlinge - davon über zwei Millionen Kinder - sind aus Syrien in die Nachbarländer geflohen. Vor allem der Irak, Libanon und Jordanien tragen hierbei eine große Last.

UNICEF arbeitet in den angrenzenden Ländern mit Hochdruck daran, die Not der Menschen zu lindern:

  • Über 230.000 Menschen wurden bereits mit Trinkwasser versorgt

  • Mehr als 400.000 Kinder wurden gegen Kinderlähmung (Polio) geimpft

  • 150.000 Kinder haben psychosoziale Unterstützung bekommen

Gemeinsam Perspektiven schaffen - NO LOST GENERATION!

Flüchtlingskinder aus Syrien können dank Ihrer Spende in provisorischen Schulen unterrichtet werden.
© UNICEF
Syrische Kinder können nun im Irak wieder zur Schule gehen

700.000 der syrischen Flüchtlingskinder können in den Nachbarländern nicht zur Schule gehen. Besonders in einem von Gewalt und Verlust geprägten Alltag gibt Schule Halt und sorgt für Abwechslung. Deshalb richtet UNICEF Notschulen für Flüchtlingskinder ein, verteilt Lernmaterial und hilft den Regierungen in der Region, möglichst viele Kinder in die Schule zu bringen.

Da die finanziellen Ressourcen der meisten Familien erschöpft sind, müssen immer mehr Kinder arbeiten: In Jordanien trägt fast die Hälfte der Flüchtlingskinder zum Familieneinkommen bei – oft sind sie sogar die Hauptverdienenden.

Gemeinsam mit unseren PartnerInnen konnten wir bereits knapp einer halben Million Flüchtlingskindern im Irak Zugang zu Schulbildung ermöglichen.
Helfen Sie uns, Flüchtlingskinder im Irak, Libanon und in Jordanien zu versorgen und ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben!

Bildungschancen sind Zukunftschancen

Fatima (12) aus dem Irak kann dank UNICEF wieder eine Schule besuchen.
© UNICEF/UNI203158/Anmar
Fatima aus dem Irak freut sich darüber, wieder in die Schule gehen zu können

Voller Freude sitzt die 12-jährige Fatima in ihrem neuen Klassenzimmer in der Al-Harith Schule für im eigenen Land vertriebene Kinder im Irak. Fatima musste mit ihrer Familie vor Krieg und Gewalt fliehen und konnte deshalb ein Jahr lang keine Schule besuchen. Sie möchte gerne Mathematiklehrerin werden und hofft, bald in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Im November 2015 eröffnete UNICEF 3 Schulen in Kirkuk, Irak und ermöglicht damit mehr als 2000 Flüchtlingskindern den Schulbesuch.




Sie können noch heute Kindern auf der Flucht helfen - mit Ihrer Spende!

Ein Flüchtlingsmädchen kuschelt sich in ihre neue Winterdecke.

30 Euro wärmen Kinder auf der Flucht mit 5 Decken

Der kleine Ali aus Syrien wird mit Nährstoffpulver aufgebaut

70 Euro liefern 2.560 Packungen Nährstoffpulver

Rahf aus dem Irak freut sich über ihre neuen Stifte, mit denen sie lernen und malen kann.

100 Euro versorgen 22 Kinder auf der Flucht mit Schulsachen

Kongo: Marie wurde aus ihrem Dorf vertrieben, ein Teddybär bereitet ihr wieder Freude.

Freier Betrag: Bitte bestätigen Sie mit der Enter-Taste





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