Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals, kurz SDGs, befassen sich mit globalen Herausforderungen wie Armut, Ungleichheit, Klima, Umweltzerstörung, Wohlstand sowie Frieden und Gerechtigkeit.

Sie schaffen ein Bild von der Zukunft, das für alle Menschen weltweit bis zum Jahr 2030 erreicht werden soll. In 17 Zielen wird formuliert, was für die Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene notwendig ist.

Alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bekannt und berichten laufend über ihre Fortschritte.

UNICEF betont die Wichtigkeit, an konkreten Fortschritten zur Erreichung der SDGs für Kinder und Jugendliche zu arbeiten.



Fortschritte für Kinder in der SDG-Ära

Welche Fortschritte konnten auf dem Weg zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bis jetzt erreicht werden? Wo hinkt die Welt den Vorgaben hinterher? Und wo fehlen noch Daten, um den Fortschritt überhaupt zu messen?

Das Ausmaß, in dem die Welt die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 erreicht, wird sich direkt auf die Zukunft von Millionen von Kindern auswirken.

44 Indikatoren für die Messung der Sustainable Development Goals betreffen direkt Kinder und Jugendliche. Bessere und vergleichbare Daten sind notwendig um konkrete Schritte zu definieren und jedes benachteiligte Kind zu erfassen.

In unserem Infomaterial-Bereich können Sie nachlesen, wie es um die Fortschritte weltweit und in Österreich steht.



UNICEF und die Sustainable Development Goals

Die globalen Ziele sind ein Aufruf zum Handeln, um eine Welt zu schaffen, in der niemand zurückbleibt. Daher müssen Kinder ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

Ohne die Verwirklichung der Kinderrechte können die SDGs nicht erreicht werden.  Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, die auch zentrale Grundlage für die Arbeit von UNICEF bildet, verpflichtet die Staaten zur Förderung, zum Schutz und zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
Im Vergleich dazu zeigt die Agenda 2030 konkrete Wege auf, wie sich die Situation der Kinder und Jugendlichen weltweit verbessern lässt.

Im Mapping von UNICEF wird aufgezeigt, dass sich jeder Artikel der UN-Kinderrechtskonvention in den Sustainable Development Goals wiederfindet.



Wie können die SDGs umgesetzt werden?


  • Die Rechte aller Kinder erfüllen - Kinderrechte und SDGs verknüpfen: Die Umsetzung der Kinderrechte muss zentraler Bestandteil von Plänen zur Erreichung der SDGs sein. Dazu zählt auch, Kinder in der Schule über ihre Rechte aufzuklären.
  • Monitoring – Datensammlung und -analyse sind entscheidend: Die Unterteilung von Daten in Teilgruppen von Kindern ist zentral, um Gruppen von Kindern zu identifizieren, die am stärksten von einem Risiko betroffen sind, benachteiligt zu werden.
  • Investitionen – Öffentliche Ausgaben auf Kinder und Jugendliche fokussieren: Investitionen in die Bildung, den Schutz, die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern müssen Priorität haben.
  • Aktivieren – Bewusstseinsbildung und bedeutungsvolle Partizipation von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen: Dies kann auf nationaler oder lokaler Ebene zum Beispiel durch einen Jugendrat in einer Gemeinde erfolgen.
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen stärken: Kinder und Jugendliche bringen Kreativität, Energie und Fähigkeiten ein, die für die Erreichung der Sustainable Development Goals notwendig sind.


Unterrichtsmaterialien zu den nachhaltigen Entwicklungszielen

Die World’s Largest Lesson stellt Kindern und Jugendlichen in aller Welt die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung vor und fördert gemeinsames Handeln für eine bessere Welt von morgen. Dafür werden jedes Jahr in Kooperation mit UNICEF Materialien zur Vermittlung dieser zur Verfügung gestellt. Jährlich setzt die größte Unterrichtsstunde der Welt den thematischen Schwerpunkt auf ausgewählte SDGs, wie etwa Bildung, Gleichberechtigung, Armut oder Klima.

Unterrichtsmaterial zu den nachhaltigen Entwicklungszielen und Kinderrechten finden Sie in unserem Downloadbereich unter Kinderrechte & Unterrichtsmaterialien.



 

Haben Sie Fragen zu unseren Aktivitäten für Kinderrechte in Österreich?

Kontaktieren Sie uns unter kinderrechte@unicef.at



Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele kurz zusammengefasst

Armut in all ihren Formen und überall beenden. Armut beeinträchtigt Kinder besonders stark. Eins von fünf Kindern lebt in extremer Armut. Die Sicherstellung von Sozialschutz (Absicherung bei Krankheit usw.) für alle Kinder sowie andere gefährdete Gruppen ist ein entscheidender Faktor bei der Armutsreduzierung. Infoblatt „Keine Armut"

Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Nur durch eine tiefgreifende Änderung des weltweiten Systems der Ernährung und Landwirtschaft, können 800 Millionen Hungernde und der zu erwartende Anstieg der Weltbevölkerung um ca. 2 Milliarden Menschen bis 2050 versorgt werden. Infoblatt „Kein Hunger"

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern. Obwohl in den vergangenen Jahren große Anstrengungen gemacht wurden, Gesundheit und Wohlergehen der Menschen zu verbessen, besteht  weiterhin ein Ungleichgewicht beim Zugang zur Gesundheitsfürsorge. Infoblatt „Gesundheit und Wohlergehen"

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern. Bildung ermöglicht es auch, den benachteiligten Menschen ihre Situation zu verbessern und zum Beispiel einen besseren Job und Einkommen zu bekommen.  Bildung ist wichtig, um der Armut zu entkommen. Infoblatt „Hochwertige Bildung"

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen. Die Hälfte der Weltbevölkerung sind Frauen und Mädchen. Das bedeutet, dass auch die  Hälfte des Potenzials zur Förderung der weltweiten Entwicklung bei Frauen und  Mädchen liegt. Dennoch existiert Geschlechterungleichheit weiterhin, wodurch der soziale Fortschritt nicht vorankommt. Infoblatt „Geschlechtergleichheit"

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten. Der Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene ist ein Menschenrecht, jedoch stehen Milliarden noch immer vor täglichen Herausforderungen, selbst die grundlegendsten  Dienstleistungen in Anspruch  zu nehmen. Infoblatt „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen"

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern. Ein gut aufgestelltes Energiesystem unterstützt alle Sektoren: von der Wirtschaft über Medizin und Bildung bis hin zu Landwirtschaft, Infrastruktur, Kommunikation und hochmoderner Technologie. Infoblatt „Bezahlbare und saubere Energie"

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern. Nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum kann Fortschritt und Arbeitsplätze für alle schaffen und die Lebensqualität verbessern. Infoblatt „Menschenunwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum"

Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen. Wirtschaftswachstum, gesellschaftliche Entwicklung und Klimaschutz hängen stark von Investitionen in die Infrastruktur, einer nachhaltigen industriellen Entwicklung und technologischen Wandel ab. Infoblatt „Industrie, Innovation und Infrastruktur"

Ungleichheiten in und zwischen Ländern verringern. Innerhalb und zwischen Ländern bestehen nach wie vor Ungleichheiten aufgrund von Einkommen, Geschlecht, Alter, körperlicher Beeinträchtigung, sexueller Orientierung, Herkunft, ethnischen Zugehörigkeit oder ihres Glaubens. Langfristig bedroht Ungleichheit die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, schadet der Armutsbekämpfung und zerstört das Selbstwertgefühl von Menschen. Infoblatt „Weniger Ungleichheiten"

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, und widerstandsfähig und nachhaltig gestalten. Unsere Welt wird zunehmend urbaner. Bereits seit 2007 lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Städte und Metropolen sind Motoren des wirtschaftlichen Wachstums und machen etwa 60 Prozent unseres globalen Bruttoinlandsprodukts  aus. Allerdings verursachen Städte gleichzeitig rund 70 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen und verbrauchen über 60 Prozent unserer Rohstoffe. Infoblatt „Nachhaltige Städte und Gemeinden"

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen. Der wirtschaftliche und soziale Fortschritt des letzten Jahrhunderts ist an eine Zerstörung der Umwelt gekoppelt, die genau die Systeme gefährdet, von denen unsere zukünftige Entwicklung und unser Überleben abhängen. Wenn wir unsere Konsum- und Produktionsmuster nicht ändern, werden wir unwiderrufliche Schäden an unserer Umwelt verursachen. Infoblatt „Nachhaltiger Konsum und Produktion"

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen. Unwetter, Dürren und der steigende Meeresspiegel wirken sich auf Menschen und deren Eigentum in Entwicklungs- und Industrieländern aus. Infoblatt „Maßnahmen zum Klimaschutz"

Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen. Die Ozeane liefern natürliche Ressourcen einschließlich Nahrung, Medikamente, Biotreibstoffe und andere Produkte. Sie helfen bei der Zersetzung und Beseitigung von Müll und Verschmutzung. Ihre Küstenökosysteme können Sturmschäden verringern. Gesunde Meeeresökosysteme unterstützen den Klimaschutz und die Maßnahmen gegen den Klimawandel. Infoblatt „Leben unter Wasser"

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern. Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen und Bodendegradation beenden und umkehren um dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen. Infoblatt „Leben an Land"

Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen. Infoblatt „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen"

Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen. Im Jahr 2015 verabschiedeten die führenden Politiker die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Um die Sustainable Development Goals zu erreichen, brauchen wir die Zusammenarbeit aller – Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaftler, Universitäten, Privatsektor sowie Kinder und Jugendliche. Infoblatt „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele"