Eine Lehrerin zeigt einem kleinen Buben, wie er sich die Hände wäscht.

Wasser - Sauberes Wasser für alle Kinder!

Die dreijährige Shahd wurde im Irak vertrieben und bekommt frisches Wasser in einem Flüchtlingscamp
© UNICEF/UNI163903/Khuzaie
Shahd ist drei Jahre alt und wurde im Irak vertrieben. In einem Flüchtlingslager bekommt sie frisches Wasser.

Österreich gehört zu den Ländern, in denen Menschen Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser und ausreichender Hygienereinrichtungen haben. 663 Millionen Menschen haben jedoch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem Kinder sind davon betroffen und leiden unter Durst und Krankheiten. 

Für Kinder sind die Folgen von verschmutztem Trinkwasser tragisch: Durchschnittlich sterben noch immer 1.000 Kinder jeden Tag an Durchfallerkrankungen.

Wir helfen weltweit beim Bau von Brunnen und Wasserleitungen, die die Dorfbewohner selbst warten können. Wir erklären, warum Händewaschen schützt und helfen beim Bau einfacher Toiletten. Das verbessert die Hygiene und rettet Leben.

Schmutziges Wasser erhöht die Kindersterblichkeit

Verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene zählen zu den Hauptursachen für Kindersterblichkeit. Wo sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen fehlen, verbreiten sich Krankheitserreger und Parasiten besonders schnell.

Allein Händewaschen mit Seife reduziert das Risiko von Durchfallerkrankungen um mehr als 40 Prozent und das Risiko von Lungenentzündung um fast 25 Prozent.

Insbesondere Mädchen leiden unter dem Wassermangel und schlechten hygienischen Bedingungen. Viele von ihnen müssen täglich stundenlange Fußmärsche auf sich nehmen, um Wasser zu beschaffen. Und weil viele Schulen keine getrennten sanitären Einrichtungen haben, dürfen die älteren Mädchen oft nicht zum Unterricht kommen. UNICEF schätzt, dass allein in Afrika die Menschen, vor allem Frauen und Mädchen, jedes Jahr 40 Milliarden Stunden mit Wasserholen beschäftigt sind.

UNICEF fordert deshalb, dass bis 2030 alle Menschen in ihren Häusern oder in der nahen Umgebung eine Grundversorgung mit Trinkwasser und sanitären Anlagen haben sollen. Auch Schulen und Krankenhäuser sollen einen Mindeststandard von Wasser, Latrinen und Hygieneregeln haben, um Krankheiten vorzubeugen.

So helfen wir

SchülerInnen in Äthiopien befüllen ihre Becher mit sauberem Wasser.
© UNICEF/UN022225/Balasundaram
In Äthiopien können SchülerInnen ihre Becher an einer eigens errichteten Wasserstelle auffüllen.

Wir helfen weltweit beim Bau von Brunnen, Handpumpen und Wasserleitungen. Dabei setzen wir auf robuste und einfach zu wartende Technik. Geschult von uns, halten die Dorfbewohner ihre Anlagen selbst instand.

Außerdem unterstützen wir den Bau einfacher Latrinen und Toiletten. In Slumvierteln bringen wir Bewohner und Stadtverwaltung an einen Tisch, um die Müll- und Abwasserentsorgung besser zu organisieren.

Wichtig ist auch unsere Arbeit in Schulen und Dörfern. Wir informieren über die wichtigsten Hygieneregeln - zum Beispiel darüber, dass regelmäßiges Händewaschen die Gefahr von tödlichen Durchfallerkrankungen deutlich verringert.

2015 schaffte es UNICEF beispielsweise 25,5 Millionen unter Wasserknappheit leidenden Menschen zu helfen. Wasser ist die Lebensgrundlage eines jeden Menschen, daher setzt sich UNICEF dafür ein, dass jeder Mensch Zugang zu Wasser und Hygiene hat, und verwendet beinahe ein Viertel aller humanitären Hilfsgelder für Wasser und Hygiene. 

So half UNICEF 2016

Eine Wasserblase hat äußere Ähnlichkeiten mit einem Pool. Hier arbeitet ein UNICEF Mitarbeiter an einer im Südsudan.
© UNICEF/UN068315/Hatcher-Moore
Südsudan: Um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen, setzt UNICEF sogenannte Wasserblasen ein. Wasser wird aus Flüssen in die Blasen gepumpt, wo es dann weiter gesäubert wird, um davon trinken zu können.
  • In Krisengebieten wurden 30 Millionen Menschen mit Wasser oder Hygieneprogrammen erreicht, vor alle während Notsituationen und im Rahmen der Soforthilfe (z.B. Hurricane Matthew in Haiti & Syrien). 
  • 10,6 Millionen Menschen erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Auf staatlicher Ebene konnten neue Hygiene- und Wasserstandards für die Länder Ruanda, Sudan, die Mongolei und Niger erreicht werden.
  • 35,5 Millionen Menschen bekamen Zugang zu Toiletten und adäquaten hygienischen Einrichtungen.
Emily Butau und ihre 3-jährige Tochter Rapofadzo auf der Suche nach Wasser.
©UNICEF/2012
Emily Butau und ihre 3-jährige Tochter Rapofadzo auf der Suche nach Wasser.

Endlich sauberes Wasser für Emily

Wie die restlichen Frauen im Dorf fürchtet Emily Butau den Morgen, denn jetzt muss Wasser gesucht werden. Jeden Morgen schließen sich die Frauen des Dorfes zusammen und machen sich auf eine bis zu sechs kilometer lange Suche nach Wasser. Das Wasser der Straßenhändler ist zu teuer geworden. Oft wird auf Wasser aus unsicheren Quellen zurückgegriffen - der Durst ist zu groß.
2011 startete UNICEF die Rekonstruktion des Wasserversorgunssystems in Emilys Dorf. Dadurch stieg die Versorgung der Haushalte mit sauberem Wasser um 70 %. Weniger Kinder infizieren sich mit Krankheiten wie Cholera.

Emily und die Bewohner des Dorfes sind glücklich. Das Wasser hat noch nie so sauber geschmeckt!

Die WASH-Strategie von UNICEF

Der zweijährige Tamadani aus Malawi wird von seiner Mutter gewaschen.
© UNICEF/UNI189751/Gilbertson VII Photo
Der zweijährige Tamadani January aus Malawi wird von seiner Mutter gewaschen.

Im Zuge der weltweiten Verteilung von sauberem Trinkwasser für alle, implementierte UNICEF die WASH (Water, Sanitation and Hygiene) Strategie. Die Schwerpunkte dieser Strategie sind Wasserversorgung, die Verbesserung von sanitären Einrichtungen, Hygiene und die Förderung von WASH-Programmen an Schulen, Kindergärten und bei humanitären Krisen. WASH fördert ebenfalls den Zugang zu sauberen Toiletten, Seifen und Waschmittel in der Arbeit, sanitären Einrichtungen und Schulen. Außerdem wird ein Schwerpunkt auf die Umsetzung von Aufklärungsinitiativen zu sauberem Wasser und Hygiene, vor allem bei Schulkindern und Eltern, gesetzt. Bisher gibt es WASH-Programme in 107 Ländern und 570 UNICEF-MitarbeiterInnen sind für die Implementierung der Programme zuständig. 

UNICEF macht darauf aufmerksam, dass über eine Milliarde Menschen keine Toilette zur Verfügung haben und sich daher einen Platz im Freien suchen müssen. 658 Millionen der betroffenen Personen leben in Indien. 

Damit alle Länder die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) umsetzen können, setzt UNICEF 2016 außerdem einen Schwerpunkt in der Hilfe zur nationalen Implementierung folgender Ziele: 

  • Jeder Mensch hat Zugang zu einer Toilette
  • Jede/r verfügt über sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und ein Mindestmaß an Hygiene zuhause 
  • Alle Schulen und Krankenhäuser sind mit Wasser und sanitären Grundlagen ausgestattet
  • Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene müssen nachhaltig sein
  • Ungleichheiten im Zugang zu Wasser und Hygiene müssen schrittweise beseitigt werden

Ihre Spende hilft Kindern in Not beim Überleben

Bitte helfen Sie noch heute!

Südsudan: Ein UNICEF Mitarbeiter zeigt, wie die Wasserreinigungstabletten richtig eingesetzt werden.

30 Euro bringen 6.637 Reinigungstabletten für 33.185 Liter sauberes Wasser

Tamadani aus Malawi bekommt ein frisches Glas Wasser

70 Euro bringen 15.486 Wasserreinigungstabletten für 77.430 Liter sauberes Wasser

Angola: Tuhafeni bekommt Spezialnahrung um wieder zu Kräften zu kommen.

100 Euro helfen dabei mangelernährte Kinder mit 131 Packungen Spezialmilch zu versorgen

In Jamaika zeigt eine Lehrerin einem kleinen Buben, wie er einen Wasserhahn bedient.

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