Kinder im Krieg & auf der Flucht

Weltweit sind Millionen Kinder von Kriegen, bewaffneten Konflikten, aber auch von Naturkatastrophen und extremer Armut betroffen. Sie werden verletzt oder getötet, von ihren Familien getrennt und Zeugen von brutalster Gewalt. Flüchtlingskinder sind in erster Linie Kinder. UNICEF setzt sich für sie ein und hat zu ihrem besseren Schutz Forderungen an Regierungen und Verantwortliche formuliert.


Das Recht, gehört zu werden

Der Bericht gibt Einblicke in die Herausforderungen, mit denen junge Flüchtlinge auf der Suche nach einem besseren Leben konfrontiert sind. Dafür wurden rund 4.000 migrierte und gewaltsam vertriebene Kinder und Jugendliche befragt.
Das Recht gehört zu werden

Bildung auf der Flucht

27 Millionen Kinder konnten 2016 in 24 von Konflikt betroffenen Ländern nicht in die Schule gehen. Fehlende Bildungsmöglichkeiten sind häufig ein entscheidender Grund zur Migration. Beispiele zeigen Herausforderungen und Lösungsansätze auf.
Bildung auf der Flucht

Ein Kind ist ein Kind

Der UNICEF-Report dokumentiert die Gefahren, denen Kinder weltweit auf Flucht- und Migrationsrouten ausgesetzt sind. Die bestehenden Kinderschutzsysteme der Transit- und Zielländer weisen hier teilweise große Lücken auf.
Ein Kind ist ein Kind

UNICEF-Report: Entwurzelt

Fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit mussten 2016 aufgrund von Konflikten flüchten. Millionen weitere haben ihre Heimat auf der Suche nach einem sichereren Leben verlassen. Dieser Report enthält alle Informationen über die globale Situation.
UNICEF-Report: Entwurzelt


Bildung unter Beschuss

Wegen der brutalen Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika gingen 2015 13 Millionen Kinder nicht in die Schule. Der Report zeigt, dass verschiedene Faktoren zur Bildungsnot der Kinder beitragen: Fast 9.000 Schulen in Syrien, Irak, Jemen und Libyen waren 2015 zerstört oder nicht benutzbar.
Bildung unter Beschuss

Ein hoher Preis für Kinder

Der Bericht beleuchtet einen der gefährlichsten Orte der Welt für Kinder. Etwa 4,7 Millionen Kinder - ein Drittel aller irakischen Kinder - im ganzen Irak benötigen Hilfe. Fast zwei Drittel der bedürftigen Kinder leben in Gebieten, die außerhalb der Kontrolle der Regierung liegen.
Ein hoher Preis für Kinder

Hoffnung bewahren

In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurden in Afghanistan jeden Tag durchschnittlich neun Kinder getötet oder verletzt. Eine Flut an Selbstmordattentaten und Bodenangriffen zwischen Pro- und Anti-Regierungskräften waren weitgehend dafür verantwortlich.
Hoffnung bewahren in Afghanistan

Krise in der zentralafrikanischen Republik

Vor fünf Jahren sorgte ein Blutbad in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, Bangui, weltweit für Schlagzeilen. Gewalt und Hunger bestimmen den Alltag der Kinder. Aber sowohl internationale Aufmerksamkeit als auch finanzielle Unterstützung gibt es kaum.
Krise in CAR


Studie: Kinderflüchtlinge in Österreich

Die von UNICEF Österreich gemeinsam mit der asylkoordination Österreich verfassten Studie beleuchtet die kinderrechtliche Situation begleiteter Kinderflüchtlinge und ihrer Familien. Begleitete Kinderflüchtlinge werden in Österreich statistisch nur als Teil der Gesamtmenge der Asylsuchenden gesehen – anonym und ohne spezielle Bedürfnisse. Begleitete Kinder verlieren gerade im Rechtskontext häufig ihre Sichtbarkeit.  Im Beratungs- und im Verfahrenskontext fehlt es an kinderspezifischer Expertise oder kindergerechten Beratungssettings.

Begleitete Kinder können auf Eltern und Familienangehörige als Ressource zurückgreifen. Häufig übernehmen sie aber auch nicht-altersgerechte Verantwortung oder leiden unter der Belastung ihrer Eltern durch Trauma und rechtliche Unsicherheit.

Studie herunterladen - Zusammenfassung herunterladen



Infomaterial: Flüchtlinge am Mittelmeer

Gefährliche Flucht nach Europa: Um gefährdete Kindermigranten und Kinderflüchtlinge besser zu schützen, fordert UNICEF einen regional abgestimmten Ansatz, der es Rettungsschiffen ermöglicht, so schnell wie möglich sicher anzukommen. Kinderrechtskonforme Aufnahme- und Registrierungszentren müssen auch den Zugang zu lebenswichtigem Schutz, Gesundheit und psychosozialer Unterstützung für Kinder gewährleisten.

Quälende Reisen

Die Flucht über Libyen ist um einiges gefährlicher als über die Türkei. 77 Prozent der unter 25-Jährigen berichten, dass sie misshandelt, ausgebeutet oder sogar Opfer von Menschenhändlern wurden.
Quälende Reisen

Kinder auf der Flucht in Italien & Griechenland

Über die Hälfte der befragten afrikanischen Jugendlichen der Studie gab nach der Ankunft in Italien an, dass Europa ursprünglich gar nicht ihr Ziel war. Die katastrophalen Bedingungen in Libyen haben sie zur Flucht bewegt.
Kinder auf der Flucht

Gefahr auf jedem Schritt des Weges

Der Report zeigt die Risiken, die Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg, Verzweiflung und Armut eingehen - unter den Todesopfern sind viele Kinder. Die überwiegende Mehrheit davon starb auf der zentralen Mittelmeerroute.
Download Report



Trainings zum gelungenen Umgang mit Flüchtlingskindern

Sensibilisierungs-Training zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften


Flüchtlingsunterkünfte sind für geflüchtete Kinder ein Ort neuer Stabilität und des Schutzes. Dieses von UNICEF Österreich entwickelte Trainingshandbuch trägt dazu bei, den Kinderschutz in Flüchtlingsunterkünften zu stärken. Es stellt die Grundlage für das Training von Fachpersonal in der Flüchtlingsbetreuung dar.

Das Training ist in fünf Lerneinheiten untergliedert. Behandelt werden unter anderem Themen wie Diskriminierung, Chancengleichheit, Kinderrechte, Schutzbedürftigkeit sowie Maßnahmen, die zu einem besseren Kinderschutz in Flüchtlingsunterkünften beitragen.

Handbuch downloaden


UNICEF Mindeststandards Flüchtlingsunterkünfte

Die Mindeststandards zum Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften in Österreich sollen dazu beitragen, eine möglichst sichere und kinderfreundliche Umgebung zu schaffen - zum Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung.
Download Mindeststandards

Strategien zum Schutz von unbegleiteten Flüchtlingskindern

Flüchtlingskindern in der Praxis angemessen Schutz zu bieten und ihre Rechte zu wahren, stellt viele Staaten vor eine große Herausforderung. Der Leitfaden soll sicherstellen, dass unbegleitete Kinder immer im Einklang mit dem Kindeswohl behandelt werden.
Leitfaden DE - Leitfaden EN

Psychosoziale Unterstützung als Teil von humanitärer Hilfe

Die Richtlinien unterstützen dabei, bei humanitären Einsätzen sichere Umgebungen für Kinder zu schaffen. Sie bieten einen operativen Rahmen, um Kinder, Betreuer, Familien und Dienstleister in die Konzeption und Umsetzung von Unterstützungsstrategien einzubeziehen.
Download Richtlinien



Kinder im Jemen

Das ärmste Land im Mittleren Osten steht vor einer ökonomischen, sozialen und humanitären Krise wie noch nie zuvor - die Bevölkerung sinkt immer tiefer in Armut, Unsicherheit und Verletzlichkeit. Die Lebenschancen der Kinder im Jemen zählen zu den schlechtesten weltweit.

Situationsbericht: Kinder im Jemen

Millionen Kinder im Jemen gehen jeden Tag hungrig ins Bett. Über elf Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Alle zehn Minuten stirbt laut UNICEF ein Kind im Jemen an den Folgen von vermeidbaren Krankheiten oder Mangelernährung.
Situationsbericht downloaden

Wenn wir nicht in die Schule gehen

Seit 2015 haben im Jemen fast eine halbe Million Kinder die Schule abgebrochen. Drei Viertel aller Lehrer haben 2017 kein Gehalt mehr erhalten und der Weg zur Schule ist gefährlich: Immer wieder werden Mädchen oder Buben unterwegs getötet.
Bildung im Jemen

Im Krieg geboren

Gewalt, Vertreibung, Krankheiten, Armut, Mangelernährung und unzureichende Versorgung mit Trinkwasser, medizinischer Hilfe und Bildung prägen die Kindheit der Kinder im Jemen. Jeden Tag werden durchschnittlich fünf Kinder getötet.
UNICEF Report "Im Krieg geboren"

Kinder im Jemen fallen durch das Raster

Jede zweite Person im Jemen lebt von unter zwei US-Dollar pro Tag. Etwa 80 Prozent der Familien sind verschuldet oder müssen sich Geld leihen, um ihre Kinder ernähren zu können. Das soziale System versagt, um Familien und Kinder am Leben zu halten.
Bericht downloaden



Rohingya-Kinder in Bangladesch

Das Leben in den Flüchtlingscamps in Bangladesch ist für über 700.000 Rohingya-Kinder ein hartes. Nicht nur Monsun-Überschwemmungen bedrohen die desolaten und überfüllten Flüchtlingslager, Kinder sind auch durch den Ausbruch von Seuchen sowie die Schließung von Gesundheitsstationen, Lernzentren und Hilfsprogrammen gefährdet.

Mehr als Überleben

In den letzten Jahren wurde die Situation der Rohingya-Flüchtlinge, die im Cox-Bazar in Bangladesch leben, stabilisiert. Ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen ist jedoch eine ständige Herausforderung, ebenso wie der Wunsch nach Ausbildung.
Mehr als Überleben

Leben im Schwebezustand

Rohingya-Kinder benötigen dringend humanitäre Hilfe, warnt UNICEF in dem Bericht  „Leben im Schwebezustand“. Die Anerkennung der Rechte der Rohingya würden die Voraussetzungen für eine Rückkehr nach Myanmar schaffen.
Leben im Schwebezustand

Ausgestoßen und verzweifelt

Der UNICEF Report richtet die Aufmerksamkeit auf die Gefahr von Seuchen, akuter Mangelernährung und dem Bedarf an psychologischer Hilfe für die geflüchteten Rohingya-Kinder. Die Krise stiehlt nicht nur ihre Kindheit, sondern hinterlässt psychische Narben.
Ausgestoßen und verzweifelt



Ursachen und Umstände von Flucht und Migration

Die Kinder und Jugendlichen, die oft traumatischen Situationen von Konflikt und Gewalt entkommen sind, sind auf der Flucht großen Risiken ausgesetzt: der Gefahr, bei der Bootsüberfahrt zu ertrinken, an Hunger und Durst zu sterben und Opfer von Menschenhandel zu werden. In den Transit- und Zielländern begegnet ihnen oft Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Trotzdem ist die Not der Familien in ihren Herkunftsländern häufig so groß, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als diese Gefahren in Kauf zu nehmen.

Kinder im Krieg in der Sahelzone

Die Angriffe auf Kinder in Burkina Faso, Mali und Niger nehmen zu - fast 5 Million Kinder benötigen 2020 humanitäre Hilfe. Der Anstieg der Gewalt hat auch verheerende Auswirkungen auf die Ausbildung der Kinder.
Kinder im Krieg - Sahelzone

Auf der Suche nach Chancen

Rund 7 Millionen Kinder verlassen in West- und Zentralafrika jedes Jahr ihre Heimat aufgrund von Armut, Perspektivlosigkeit, Terror und Umweltkatastrophen. Sie stellen damit über die Hälfte der Flüchtlinge und Migranten aus dieser Region.
Auf der Suche nach Chancen

Jenseits der Grenzen

Der Bericht präsentiert bewährte Praktiken für die Betreuung und den Schutz von Kindern auf der Flucht und in Migration. Viele Beispiele können auch in anderen Kontexten weltweit übernommen werden.
Jenseits der Grenzen

Kinderschutz durch bessere Daten

Fehlende Daten über geflüchtete, asylsuchende, migrierte und intern vertriebene Menschen gefährden das Leben von Millionen Kindern. Beispielsweise sind nur für 56 Prozent aller Flüchtlinge Altersangaben erfasst.
Kinderschutz durch bessere Daten