Ein Mädchen lächelt ihre Mutter nach der Geburt in einem Gesundheitszentrum an.

Gesundheit - Kein Kind soll mehr an vermeidbaren Ursachen sterben!

Ein Mädchen bekommt eine Entwurmungstablette
© UNICEF/NYHQ2005-2134/Pirozzi
Ein Mädchen bekommt eine Entwurmungstablette

Die weltweite Kindersterblichkeit wurde seit 1990 halbiert: Doch noch immer sterben jedes Jahr fast 6 Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag – das sind rund 16.000 tote Kinder jeden Tag.

Der Großteil dieser Kinder stirbt an Krankheiten, gegen die es heute wirksamen Impfschutz gibt oder die gut zu behandeln sind. Mangelernährung trägt zur Hälfte dieser Todesfälle bei.

Ein Drittel aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren geht auf Komplikationen während der Geburt, Infektionen und andere Krankheiten im ersten Lebensmonat zurück. Betroffen sind vor allem arme Familien, in denen die Kinder unter unhygienischen Bedingungen zur Welt kommen. Bei weiteren 17% sind Atemwegsinfektionen, meist Lungenentzündung entscheidend. Aber auch Krankheiten wie Masern, Malaria und Polio sind besonders für geschwächte Kinder lebensbedrohlich. 

Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet

Bis zu 45 % aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren finden in den ersten 28 Lebenstagen statt. Am schlimmsten ist die Lage in Subsahara-Afrika, wo eines von zwölf  Kindern vor dem fünften Lebensjahr stirbt. Im Vergleich dazu, liegt die Todeszahl verstorbener Kinder unter fünf Jahren in den reichen Industrieländern bei eins von 147 Kindern. 

Viele Länder leiden unter einem schwachen Gesundheitswesen, schlecht ausgebildetem Gesundheitspersonal, mangelnder medizinischer Versorgung und bestehenden Engpässen in der Gesundheitsversorgung. Kinder unter fünf Jahren sind besonders stark von den sanitären und gesundheitlichen Missständen betroffen, weil sie oft notwendige Impfungen und Medikamente nicht erhalten.

Lungenentzündungen, Durchfall und Malaria sind die drei häufigsten Todesursachen für Kinder. In vielen Ländern gibt es kaum medizinische Versorgung oder Impfstoffe gegen Polio, Masern und Tetanus. Auch lebensschützende Artikel wie orale Rehydrationslösungen gegen Durchfallbehandlung oder Moskitonetze mit Insektenvergiftungsmittel sind oft nicht vorhanden. 

Wie wir helfen

Gesundheit

Nach dem Gesundheitscheck freut sich eine Mutter über ihr gesundes Baby in Niger
© UNICEF/NYHQ2012-0156/Quarmyne
Ein lachendes Baby ist der beste Beweis für eine gute Gesundheit.

Im Zentrum der UNICEF-Arbeit steht der Aufbau einer flächendeckenden, lokalen Gesundheitsversorgung für arme Familien und umfassender Impfschutz für alle Kinder.

  • Mit breit angelegten Impfkampagnen können jedes Jahr rund 2,5 Millionen Kinder gerettet werden.
  • UNICEF richtet lokale Gesundheitszentren ein, bildet Gesundheitshelfer aus, versorgt sie mit den notwendigen Geräten und Materialien. Weiters setzt sich UNICEF für die Verbreitung einfacher Heilmittel ein. Wir bilden die Menschen direkt vor Ort aus, damit sie eng mit den Gesundheitsstationen kooperieren können und in den Dörfern Wissen über gute Ernährung, Hygiene und Krankheiten weitergeben können.
  • Wir versorgen schwangere Mütter mit Vitaminen, schulen Hebammen für die Geburtsvorsorge und statten die Gesundheitsstationen mit Medikamenten und Geräten aus. 
  • Wir verteilen weltweit imprägnierte Moskitonetze, damit die Kinder und schwangere Frauen vor der tödlichen Malaria geschützt sind. Ebenso werden Malariamedikamente zur Verfügung gestellt.

Unterernährung

Tuhafeni aus Angola bekommt von seiner Mutter Spezialbrei gegen seine Mangelernährung.
© UNICEF/UN023943/Clark
Tuhafeni aus Angola bekommt von seiner Mutter Spezialbrei gegen seine Mangelernährung.

Über ein Viertel aller Kinder unter 5 Jahren in Entwicklungsländern sind mangelernährt, viele davon in einem lebensbedrohlichen Ausmaß. Hunger und Mangelernährung sind nach wie vor globale Epidemien, die erheblich zur Kindersterblichkeit beitragen.

  • UNICEF richtet Ernährungszentren ein und liefert therapeutische Nahrung.
  • Wir helfen aber auch, Unterernährung vorzubeugen - mit Zusatznahrung, Gewichtskontrollen, Vitamintabletten und Aufklärung.
  • Durch die Kooperation mit Regierungen und anderen NGOs werden Schulen mit Essen und sauberem Wasser beliefert - das fördert die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und macht es vielen überhaupt erst möglich, in die Schule zu gehen.

Trinkwasser

Der zweijährige Tamadani aus Malawi trinkt frisches Wasser aus einem Glas
© UNICEF/UNI189747/Gilbertson
Der zweijährige Tamadani aus Malawi kann frisches Wasser trinken und ist damit besser gegen Krankheite geschützt.

Die Versorgung mit Trinkwasser und hygienischen Sanitäranlagen bleibt eine der großen Herausforderungen der Menschheit. Schätzungen zufolge sterben täglich über 3.000 Kinder, weil sie kein sauberes Trinkwasser und keine ausreichenden sanitären Bedingungen haben.

  • Dank unserer Spenderinnen und Spender erschließen wir neue Wasserquellen für Dörfer und Armenviertel, bauen Brunnen und klären über Hygiene auf. Dabei setzen wir auf einfache und robuste Technik.
  • Wir unterstützen den Bau einfacher Latrinen und öffentlicher Toiletten ebenso wie die Einrichtung von Abwassersystemen und die regelmäßige Müllbeseitigung.
  • UNICEF vermittelt Basiswissen über Hygiene in den Gemeinden und Schulen.
  • Sauberes Wasser und einfache Latrinen sind fester Bestandteil der UNICEF-Nothilfeprogramme, denn gerade in Flüchtlingslagern breiten sich Krankheiten besonders schnell aus.

Das konnten wir 2016 erreichen

Ein Baby wird in der Elfenbeinküste geimpft und sieht den Arzt skeptisch an.
© UNICEF/UN061432/Dejongh
In der Elfenbeinküste wird ein Baby geimpft.
  • UNICEF beschaffte 2,5 Milliarden Impfstoffe für Kinder in fast 100 Ländern.
  • 11 Millionen Mütter bekamen Impfungen, um sie und ihre Babys vor Tetanus zu schützen, ein Problem vor allem bei schlechten hygienischen Bedingungen vor der Geburt.
  • 48 Millionen Kinder wurde seit 2010 durch großangelegte Gesundheitsmaßnahmen das Leben gerettet.
  • UNICEF versorgte 70% der mit HIV lebenden Mütter und 49% der Kinder mit antiretroviralen Therapien.
  • UNICEF erreichte in drei Ländern die WHO Zertifizierung für die Eindämmung von HIV-Neuinfektionen bei Kindern.
© UNICEF/Sri Lanka 2011
Sasikelas Ausbildung und die Ausbildung von Freiwilligen werden von UNICEF unterstützt.

JANISTHANS WEG ZU GENESUNG UND GESUNDHEIT

Vor zweieinhalb Jahren wurde Sasikela, Janisthans Mutter ein Vorrat an essfertiger therapeutische Nahrung für ihren stark unterernährten Sohn mitgegeben. Nach bereits 6 Monaten war Janisthan bereit für die Folgebehandlung mit UNIMIX – ein hoch proteinhaltiger Brei aus Mais, Soya und Milchpulver. Außerdem ging Janisthans Mutter zur Ernährungsberatung. Ein Gesundheitsteam klärt sie und andere Frauen über die Risiken und Vermeidung von Unterernährung auf. Dieses Wissen gibt Sasikela auch an die Frauen ihres Dorfes weiter und trägt so zum Gesamwohl aller bei.

UNICEF unterstützt die Ausbildung von Hebammen und Freiwilligen und vermittelt eingehende Grundkenntnisse zum Beispiel über die Versorgung schwangerer Mütter, Geburtshilfe, der Versorgung von Neugeborenen, dem Stillen, der Ernährung von Säuglingen oder die Behandlung akuter Unterernährung.


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Der kleine Ali aus Syrien wird mit Nährstoffpulver aufgebaut

30 Euro stärken mangelernährte Kinder mit 1097 Packungen Nährstoffpulver

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