Gesundheit - Kein Kind soll mehr an vermeidbaren Ursachen sterben!

Die weltweite Kindersterblichkeit wurde seit 1990 halbiert, trotzdem sterben immer noch jedes Jahr 5,4 Millionen vor ihrem 5. Geburtstag. Das sind rund 15.000 tote Kinder jeden Tag. 

Nach derzeitigem Stand werden 60 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag zwischen 2017 und 2030 sterben, die Hälfte davon Neugeborene, so der Bericht von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation, der Weltbank und der Bevölkerungsabteilung von UNDESA (United Nations Department of Economic and Social Affairs), die die Inter-Agenturgruppe für Kindersterblichkeitsschätzung (IGME) bilden. Die meisten Todesfälle bei Neugeborenen ereigneten sich in zwei Regionen: Südasien (29%) und Subsahara-Afrika (38%). Der Großteil dieser Kinder stirbt an Krankheiten, gegen die es heute wirksamen Impfschutz gibt und gut zu behandeln sind. Mangelernährung trägt zur Hälfte dieser Todesfälle bei.  

Ein Drittel aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren geht auf Komplikationen während der Geburt, Infektionen und andere Krankheiten im ersten Lebensmonat zurück. Betroffen sind vor allem arme Familien, in denen die Kinder unter unhygienischen Bedingungen zur Welt kommen. Bei weiteren 17% sind Atemwegsinfektionen, meist Lungenentzündung entscheidend. Aber auch Krankheiten wie Masern, Malaria und Polio (Kinderlähmung) sind besonders für geschwächte Kinder lebensbedrohlich. 

Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet

Bis zu 45% aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren finden in den ersten 28 Lebenstagen statt. Am schlimmsten ist die Lage in Subsahara-Afrika, wo eines von zwölf Kindern vor dem fünften Lebensjahr stirbt. Im Vergleich dazu, liegt die Todeszahl verstorbener Kinder unter fünf Jahren in den reichen Industrieländern bei eins von 147 Kindern. 

Viele Länder leiden unter einem schwachen Gesundheitswesen, schlecht ausgebildetem Gesundheitspersonal, mangelnder medizinischer Versorgung und bestehenden Engpässen in der Gesundheitsversorgung. Kinder unter fünf Jahren sind besonders stark von den sanitären und gesundheitlichen Missständen betroffen, weil sie oft notwendige Impfungen und Medikamente nicht erhalten.

Lungenentzündungen, Durchfall und Malaria sind die drei häufigsten Todesursachen für Kinder. In vielen Ländern gibt es kaum medizinische Versorgung oder Impfstoffe gegen Polio, Masern und Tetanus. Auch überlebensnotwendige Medikamente, wie orale Rehydrationslösungen gegen Durchfallbehandlung oder Moskitonetze mit Insektenvergiftungsmittel, sind oft nicht vorhanden. 

Wie wir helfen

Durch Impfungen retten wir jährlich 2,5 Millionen Kinderleben. Wir versorgen weltweit jedes dritte Kind mit Impfstoffen. Außerdem stellen wir Kühlboxen für den Transport bereit.

Wir versorgen schwangere Mütter mit Vitaminen, schulen Hebammen für die Geburtsvorsorge und statten lokale Gesundheitsstationen mit Medikamenten und Geräten aus. Und unsere Gesundheitshelfer klären Familien in den Dörfern über gute Ernährung, Hygiene und Krankheiten auf.

Wir stellen jedes Jahr Millionen imprägnierter Moskitonetze für schwangere Frauen und Kinder bereit. Denn Malaria wird durch den Stich einer Mücke übertragen. Wir stellen aber auch Malariamedikamente zur Verfügung und klären in den Dörfern über die Symptome und Gefahren der Fieberkrankheit auf.

Wir unterstützen den Aufbau von Basisgesundheitsdiensten. Dafür bilden wir Dorfhelfer aus, die eng mit den lokalen Gesundheitsstationen zusammenarbeiten. Sie klären die Familien über richtige Ernährung, Hygiene und das Erkennen von Krankheiten auf. Außerdem statten wir die Gesundheitsstationen mit Untersuchungsgeräten sowie Medikamenten aus.

Auch in Nothilfesituationen stellen wir schnell Medikamente, Verbandszeug und medizinische Geräte für Tausende von Menschen bereit. Impfaktionen helfen, den Ausbruch ansteckender Krankheiten zu verhindern.

Unterernährung

Über ein Viertel aller Kinder unter 5 Jahren in Entwicklungsländern sind mangelernährt, viele davon in einem lebensbedrohlichen Ausmaß. Hunger und Mangelernährung sind nach wie vor globale Epidemien, die erheblich zur Kindersterblichkeit beitragen.

  • UNICEF richtet Ernährungszentren ein und liefert therapeutische Nahrung.
  • Wir helfen aber auch, Unterernährung vorzubeugen - mit Zusatznahrung, Gewichtskontrollen, Vitamintabletten und Aufklärung.
  • Durch die Kooperation mit Regierungen und anderen NGOs werden Schulen mit Essen und sauberem Wasser - das fördert die Gesundheit der SchülerInnen und macht es vielen überhaupt erst möglich, in die Schule zu gehen.

So half UNICEF 2017:

  • 2017 half UNICEF dabei 141 Millionen Kinder in Afrika gegen Polio zu impfen.
  • 25 Millionen Geburten konnten in einer sicheren Umgebung mit adäquaten hygienischen Bedingungen durchgeführt werden. In 100 der Länder, in denen wir aktiv sind, konnten 80% der Geburten von einer ausgebildeten Pflegekraft begleitet werden.
  • 2,44 Milliarden Impfstoffe wurden an Kinder und ihre Familien verteilt.
  • 15 Millionen Kinder und Frauen in 102 Ländern bekamen im Zuge von 337 Krisensituationen Zugang zu Gesundheitsangeboten.
  • 46.000 werdende Mütter und 40.000 Kinder in Krisengebieten konnten ihre antiretrovirale Therapie (medikamentöse Behandlungsstrategie) zur Bekämpfung von HIV fortführen.
  • Auch im Jahr 2018 zieht UNICEF Bilanz zur Situation von Kindern in Konflikten: Tausende Kinder wurden direkte Opfer von Kriegsgewalt. Aus diesem Grund ruft UNICEF erneut alle Konfliktparteien dazu auf, ihren Verpflichtungen nach internationalem Recht nachzukommen und Gewalttaten gegen Kinder zu unterlassen. 

Es muss dringend mehr passieren, um Kriege zu vermeiden und die vielen verheerenden bewaffneten Konflikte zu beenden. Wir müssen die Kriegsparteien für den Schutz von Kindern verantwortlich machen. Sonst werden Kinder Kinder und ihre Familien weiterhin unter den schrecklichen Folgen leiden

sagt Manuel Fontaine, Leiter der weltweiten Nothilfe-Programme von UNICEF.

Trinkwasser

Die Versorgung mit Trinkwasser und hygienischen Sanitäranlagen bleibt eine der großen Herausforderungen der Menschheit. Schätzungen zufolge sterben täglich über 3.000 Kinder, weil sie kein sauberes Trinkwasser und keine ausreichenden sanitären Bedingungen haben.

  • Dank unserer SpenderInnen erschließen wir neue Wasserquellen für Dörfer und Armenviertel, bauen Brunnen und klären über Hygiene auf. Dabei setzen wir auf einfache und robuste Technik.
  • Wir unterstützen den Bau einfacher Latrinen und öffentlicher Toiletten ebenso wie die Einrichtung von Abwassersystemen und die regelmäßige Müllbeseitigung.
  • UNICEF vermittelt Basiswissen über Hygiene in den Gemeinden und Schulen.
  • Sauberes Wasser und einfache Latrinen sind fester Bestandteil der UNICEF-Nothilfeprogramme, denn gerade in Flüchtlingslagern breiten sich Krankheiten besonders schnell aus.

JANISTHANS WEG ZU GENESUNG UND GESUNDHEIT

Vor zweieinhalb Jahren wurde Sasikela, Janisthans Mutter ein Vorrat an essfertiger therapeutische Nahrung für ihren stark unterernährten Sohn mitgegeben. Nach bereits 6 Monaten war Janisthan bereit für die Folgebehandlung mit UNIMIX – ein hoch proteinhaltiger Brei aus Mais, Soya und Milchpulver. Außerdem ging Janisthans Mutter zur Ernährungsberatung. Ein Gesundheitsteam klärt sie und andere Frauen über die Risiken und Vermeidung von Unterernährung auf. Dieses Wissen gibt Sasikela auch an die Frauen ihres Dorfes weiter und trägt so zum Gesamwohl aller bei.

UNICEF unterstützt die Ausbildung von Hebammen und Freiwilligen und vermittelt eingehende Grundkenntnisse zum Beispiel über die Versorgung schwangerer Mütter, Geburtshilfe, der Versorgung von Neugeborenen, dem Stillen, der Ernährung von Säuglingen oder die Behandlung akuter Unterernährung.


Bitte helfen Sie Kindern in Not mit einer Spende

30 Euro stärken mangelernährte Kinder mit 1097 Packungen Nährstoffpulver

70 Euro bringen 15.486 Reinigungstabletten für 77.430 Liter sauberes Wasser

100 Euro retten Kinder mit 597 Packungen Polioimpfstoff und gibt ihnen Zukunftschancen

Freier Betrag: Bitte bestätigen Sie mit der Enter-Taste

Oder helfen Sie regelmäßig mit einer UNICEF Patenschaft für Kinder