Kinder im Jemen: Hilfe ist wichtiger denn je

Der Jemen ist für Kinder einer der gefährlichsten Orte, um aufzuwachsen. Es wütet nach wie vor die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Seit Jahren leiden die Kinder unter den bewaffneten Konflikten. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen und für die Menschen im Jemen ist jeder Tag ein Überlebenskampf.

Das schwache Gesundheitssystem wird durch die Coronakrise noch weiter belastet. 70 Prozent der Bevölkerung - darunter etwa 11,3 Millionen Kinder - sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Zusätzlich sind die Hungersnöte kaum noch zu bewältigen. Fast 2,3 Millionen Mädchen und Buben sind mangelernährt. Damit sie nicht verhungern, brauchen sie dringend Hilfe. Bitte spenden Sie jetzt für die Kinder im Jemen!



Die Lage der Kinder im Jemen

 

Aufgrund der Hungersnot ist die Hälfte aller Kinder unter 5 Jahren mangelernährt und zu schwach für ihr Alter. In Regionen, die wegen des Konfliktes schwer zu erreichen sind, kämpfen sie ums Überleben. Ärztliche Hilfe oder Krankenhäuser gibt es meist nicht.

UNICEF hat daher mobile Kliniken eingerichtet, die von Ort zu Ort unterwegs sind, um Kinder mit Mangelernährung zu behandeln. Die einjährige Amani konnte so gerettet werden. Sie erhält stärkende Erdnusspaste, um wieder zu Kräften zu kommen.

 

Die Verbreitung des Coronavirus bringt die Kinder im Jemen in eine zusätzliche Gefahr. Hygiene und sauberes Wasser sind Mangelware. Nur etwa die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen im Jemen sind noch in Betrieb. Ihnen fehlt wichtige Ausrüstung wie Masken, Handschuhe oder Sauerstoff im Kampf gegen das Virus.

Wir liefern Schutzausrüstung in den Jemen und informieren Kinder wie die sechsjährige Retaj über wichtige Präventionsmaßnahmen: „Mir hat es Spaß gemacht, zu lernen, wie ich Hände waschen muss. Ich will Corona von meiner Familie fernhalten", erzählt Retaj.

 

Der sieben Monate alte Wesam schläft friedlich, während er seine Diphterie-Impfung erhält, die ihn vor dieser gefährlichen Krankheit schützen wird. Aber nicht alle Kinder im Jemen haben so viel Glück wie Wesam

Die anhaltenden Konflikte und das Coronavirus haben dazu geführt, dass rund 10,2 Millionen Kinder keinen Zugang zu notwendiger medizinischer Grundversorgung haben. 37 % aller Kinder bekommen in ihrem ersten Lebensjahr nicht alle überlebenswichtigen Impfungen.

 

„Ich möchte, dass meine Kinder die bestmögliche Ausbildung erhalten. Das ist das Einzige, was meinen Kindern helfen wird, eine gute Zukunft aufzubauen", erzählt Vater Mahmoud.

Seine Söhne haben während der COVID-Schulschließungen im Jemen von zu Hause gelernt. Schon vor der weltweiten Coronavirus-Pandemie konnten zwei Millionen Kinder keine Schule besuchen. Wenn die Kinder im Jemen nicht in die Schule gehen, sind sie großen Gefahren ausgesetzt: Gewalt, Kinderehen, Missbrauch oder Kinderarbeit nehmen zu. Mit Ihrer Spende für den Jemen arbeiten wir daran, den Kindern einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

 

Etwas 20,5 Millionen Menschen im Jemen brauchen dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und anderen Hygienemaßnahmen. Durch den Konflikt sind zahlreiche Wasserversorgungs- und Sanitäranlagen zerstört worden. Ohne sauberes Wasser sind die Kinder im Jemen gefährlichen Krankheiten wie dem Coronavirus oder Cholera schutzlos ausgeliefert.

Mit Wassertanks erreichen wir auch Kinder in abgeschiedenen Regionen oder Flüchtlingslagern. Die zehnjährige Muna und ihre Freundin Rahf können dort jeden Tag sauberes Wasser zum Trinken und Kochen holen.

 

Walid gibt die Hoffnung nicht auf. Mit seinem Lachen möchte er seinen Eltern trotz all des Leids, das sie aufgrund des Krieges durchmachen mussten, etwas Freude bereiten. Nachdem ihr Haus bei einem Luftangriff zerstört wurde, musste die Familie nach Sana‘a flüchten.

Jetzt leben sie in einem zerfallenen Haus, in dem sie kaum Schutz finden. Durch die Spenden für den Jemen erhalten Alis Eltern von UNICEF Bargeldzuschüsse, damit sie Nahrung, sauberes Wasser und andere wichtige Güter für ihre Kinder kaufen können.





Unsere Ziele im Jahr 2022



Ihre Spende für den Jemen kommt bei den Kindern an!

  • 2021 wurden Tausende Mütter und Kinder mit Routineimpfungen versorgt, darunter Masern, Mumps und Röteln (MMR), Tetanuns und Diphtherie.
  • Mehr als 6,8 Millionen Kinder im Jemen wurden im Jahr 2021 auf Mangelernährung untersucht und über 273.000 Kinder mit akuter Mangelernährung konnten behandelt werden.
  • UNICEF arbeitet an dem Aufbau einer nachhaltigen Wasserversorgung für die Kinder im Jemen. So erreichen wir Millionen Menschen täglich mit sauberem Trinkwasser.
  • Rund 38.000 Kinder haben in unseren kinderfreundlichen Zonen psychosoziale Unterstützung erhalten, um ihre Traumata zu verarbeiten.
  • Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wurde 2021 die nationale Impfkampagne unterstützt und beinahe 300.000 Menschen mit Informationen zur Vorbeugung einer Infektion versorgt.


Helden im Einsatz gegen die Hungersnot im Jemen

Der Kinderarzt Dr. Karanveer Singh kämpft gegen die Hungersnot. „Das ist nicht nur mein Job hier als Kinderarzt. Das ist unsere Mission, unser Versprechen an die Kinder“, erzählt Dr. Singh. Er und sein Team setzen bewährte Mittel ein: „Wir behandeln die Mädchen und Buben mit therapeutischer Spezialnahrung wie Erdnusspaste oder Spezialmilch. Zu sehen, wie gut sie sich erholen, motiviert mich Tag für Tag. Man sieht es zuerst an dem Funkeln in ihren Augen, an dem Lächeln, das langsam zurückkommt.“ 

Unsere Kollegen bleiben an der Seite der Kinder im Jemen dank Ihrer Spenden. In den Gesundheitszentren untersuchen sie Tag für Tag Kinder wie dieses kleine Mädchen auf Mangelernährung. Zeigt das Maßband am Oberarm auf den roten Bereich, liegt eine akute Mangelernährung vor. Dank Ihrer Spende für Kinder im Jemen können Dr. Singh und sein Team mit der Behandlung durch Spezialnahrung Kinderleben zu retten. 



Ihre Spende macht einen Unterschied!

30 Euro sorgen für über 40.000 Liter sauberes Trinkwasser.

70 Euro versorgen drei Kinder einen Monat lang mit Erdnusspaste.

100 Euro versorgen etwa 14 Kinder mit Schulsachen.

Freier Betrag: Bitte bestätigen Sie mit der Enter-Taste oder klicken Sie neben das Formular.



UNICEF News

Ein Vater im Jemen füttert seinen kleinen Sohn mit Spezialmilch.
31. März 2021: Die erste Lieferung von COVID-19-Impfstoffen im Jemen wird entladen. © UNICEF