Ein Mann trägt ein verletztes Kind am Arm.
©AFP PHOTO / ABDULMONAM EASSA
In Ost-Ghouta ist das Leid der Kinder kaum mehr in Worte zu fassen.

Nothilfe Syrien

Nothilfe Syrien - Helfen Sie UNICEF vor Ort

Syrien ist momentan der gefährlichste Ort der Welt - und das seit mehr als sechs Jahren. 13,1 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung – sind auf Hilfe angewiesen.

Unter ihnen sind 5,3 Millionen Kinder und Jugendliche. 6,1 Millionen Menschen in Syrien, davon 2,8 Millionen Kinder, mussten ihr Zuhause verlassen und sind nun Flüchtlinge im eigenen Land. Viele wurden mehrfach vertrieben. 4,8 Millionen Syrer und Syrerinnen – die Hälfte von ihnen Kinder – sind vor der Gewalt in die Nachbarländer Jordanien, Libanon, Irak und in die Türkei geflohen. Mehr als 80 Prozent der syrischen Kinder benötigen humanitäre Unterstützung.

Ihre Spende hilft dabei das Leben syrischer Kinder und ihrer Familien zu retten. Bitte helfen Sie noch heute!


UNICEF in Ghouta und Afrin

Die Lage in Ghouta

Für die Menschen, die aus Ost-Ghouta flüchteten, stehen Hilfsgüter in den Auffanglagern parat.
Die Hilfslieferungen treffen in den Auffanglagern in Ost-Ghouta ein.

Mehr als 100.000 Menschen sind bereits aus Ost-Ghouta geflohen, rund 70% davon sind Frauen und Kinder. UNICEF schätzt, dass insgesamt rund 200.000 der aus Ghouta evakuierten Menschen Soforthilfe brauchen werden.

Die vorhandenen Auffanglager (vor allem Herjeleh, Dweir und Adra) zur Erstversorgung sind bereits überfüllt, weitere Standorte werden gesucht. In Adra wurden bereits einige sanitäre Anlagen repariert und zusätzliche in Betrieb genommen, vor allem jene um die Notschulen herum.

Wasser und Hygiene

Sauberes Wasser wird mittels Wassertanks oder Wasserreinigungstabletten geliefert. UNICEF errichtet sanitäre Einrichtungen und verteilt Hygiene-Sets an die Familien, UNICEF beliefert momentan vor allem die Auffanglager in Adra und Herjeleh.

Gesundheit und Ernährung

Mit mobilen Kliniken werden so viele Menschen wie möglich erreicht. Dort bekommen sie Beratungen, Impfungen, Untersuchungen auf Mangelernährung und bei Bedarf die Behandlung. Ein besonderes Schwerpunkt wird natürlich auf Mütter und ihre Babys sowie schwangere Frauen gelegt. 

Die UNICEF Spezialnahrung hilft bei Mangelernährung, doch auch pränatale Präparate und andere Medikamente werden verteilt. 

Kinderschutz und Bildung

Traumatisierte Kinder bekommen psychosoziale Unterstützung, damit sie ihre schrecklichen Erlebnisse besser verarbeiten können. Da die Temperaturen noch sehr niedrig sind, werden nach wie vor Decken und Winterkleidung verteilt. 

In den Auffanglagern werden Notschulen eröffnet, die Kinder bekommen Schulmaterialien und zusätzlichen Unterricht, um verpasste Schulzeit schnellstmöglich aufzuholen.

Die Lage in Afrin

Seit dem 6. März ist die Wasserversorgung der Stadt zerstört, seitdem herrscht massiver Wassermangel in der Stadt. Bis zum 15. März konnten UNICEF und Partner Teile der Stadt mit Wasserlieferungen versorgen, momentan wird das durch die Bombardements unmöglich gemacht. 

Bisher konnten rund 100.000 Menschen aus Afrin fliehen. Sie finden momentan vor allem in Tel Refaat, Nabul and Zahraa Unterschlupf. Allerdings sind nach Schätzungen mehr als 100.000 Menschen - die Hälfte davon Kinder - noch immer in der Stadt eingeschlossen. Hilfsgüter sind bereits vor Ort, allerdings muss es auch ermöglich werden, diese Menschen zu versorgen.

Die Menschen, die flüchten konnten, werden momentan vor allem mit Hygiene-Sets, sauberem Wasser und Medikamenten versorgt.

Andreas Knapp mit einer Botschaft aus Herjeleh


Aktuelle Hilfsmaßnahmen

Rayan (7) aus Aleppo freut sich, dass ihre Schule im Jänner 2017 wiedereröffnet wurde.
© UNICEF/UN051529/Al-Issa
Aleppo: Rayan (7, links) kann wieder in die Schule gehen. Das wollen wir auch 2.2 Millionen anderen Kindern ermöglichen.

Folgende Ziele hat sich UNICEF für 2018 gesetzt:

Ernährung

  • Versorgung von 2,3 Millionen Kindern unter fünf Jahren, schwangeren und stillenden Müttern mit Mikronährstoffen.
  • Untersuchung von 1,7 Millionen Kinder, schwangeren und stillenden Mütter auf Mangelernährung und Behandlungen im Bedarfsfall.

Gesundheit

  • Impfungen für 2,9 Millionen Kinder unter fünf Jahren gegen Polio (Kinderlähmung).
  • Medizinische Grundversorgung und Beratung für 2.1 Millionen Kinder und Frauen.
  • Schutz von 920.000 Kindern mit Kleidung und Decken vor extremen Wetterbedingungen (Kälte, Nässe, Hitze usw.).

Wasser und Hygiene

  • Die beständige Versorgung mit sauberem Wasser für 13,5 Millionen Menschen.
  • 1,5 Millionen Menschen sollen mit temporären Sanitäreinrichtungen erreicht werden.

Bildung

  • Zugang zu Bildung für 2,2 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren.
  • Informelle Bildungsprogramme (z.B. Kinderschutzzonen und Lernmaterialien für zu Hause) für 323.000 Kinder.

Eine neue Jacke für Ahmed

Syrien: Der kleine Ahmed wir durch seine neue Jacke gewärmt und freut sich.
© UNICEF/UN044437/Al-Issa
Ahmed freut sich sichtlich über seine neue Jacke.

Der zehnjährige Ahmed konnte mit seinen Geschwistern aus Ost-Aleppo fliehen und lebt jetzt in der Notunterkunft Jibreen, in einem Randbezirk von Aleppo. Seine Eltern sind bei den Kämpfen in Aleppo ums Leben gekommen. Auch sonst haben die Geschwister keine Verwandten mehr, die sich um sie kümmern können.

Wie viele Mädchen und Buben im Flüchtlingslager verbringt Ahmed einen großen Teil seiner Zeit mit dem Sammeln von Brennholz.

Als er ein UNICEF-Paket mit warmer Kleidung und Schuhen bekommt, beginnt er zu lächeln. Die neue Jacke passt ganz genau und schützt Ahmed vor der Kälte.





Geben wir den syrischen Kindern gemeinsam eine Zukunft. Ihre Spende zählt!

30 Euro wärmen Kinder in Syrien und Umgebung mit 5 Decken

Ein Flüchtlingsmädchen kuschelt sich in ihre neue Winterdecke.

70 Euro liefern 2.560 Packungen Nährstoffpulver

Der kleine Ali aus Syrien wird mit Nährstoffpulver aufgebaut

100 Euro versorgen 22 Kinder in Syrien mit Schulsachen

Rahf aus dem Irak freut sich über ihre neuen Stifte, mit denen sie lernen und malen kann.

Ihr freier Betrag bringt entwurzelte Kinder wieder zum Lachen

In Syrien spielen Zwillingsschwestern in ihrer Notunterkunft




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Viele Kinder auf der Welt hungern, werden ausgebeutet, leiden und sterben an einfach zu vermeidenden Krankheiten. Das ist nicht gerecht. Doch gemeinsam können wir das ändern. Eine Patenschaft hilft Kindern in Not - jeden Monat. 
Erfahren Sie mehr über die UNICEF Patenschaft>>


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