Impfungen retten Kinderleben

Noch immer erleben Eltern täglich das Schlimmste: Ihre Kinder sterben an Krankheiten wie Masern, Ebola oder Polio. Impfungen bilden die Grundlage für eine gute Gesundheit von Kindern, schon zu Beginn ihres Lebens.

Jährlich sterben schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren weltweit an Krankheiten, vor denen sie durch verfügbare Impfungen geschützt gewesen wären. Gerade für geschwächte Kinder in Krisengebieten sind Infektionskrankheiten oft ein Todesurteil.

UNICEF ist führender Experte in der Bekämpfung weltweiter Pandemien & Krankheiten. Wir haben Wissen und Erfahrung, denn seit mehreren Jahrzehnten liefern wir Impfstoffe auch unter den schwierigsten Bedingungen in alle Teile dieser Erde.

Helfen Sie uns Kinder auf der ganzen Welt mit Impfungen zu schützen. Bitte spenden Sie!




Unser Ziel im Kampf gegen Corona

Der Rückgang wichtiger Routineimpfungen bei Kindern ist eine dramatische Folge der aktuellen Coronavirus-Pandemie. Sie droht die Fortschritte bei der Reduktion vermeidbarer Infektionskrankheiten zu Nichte zu machen.

Besonders dramatisch ist die Lage für Neugeborene: Mindestens 80 Millionen Kinder unter einem Jahr haben keine überlebenswichtigen Impfungen gegen Diphtherie, Masern oder Polio erhalten.

Die Kosten von Impfungen sind im Vergleich zur Behandlung von bereits ausgebrochenen Epidemien und Krankheiten sehr niedrig.

Um auch weiterhin alle Kinder mit überlebenswichtigen Impfungen zu erreichen, wollen wir bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen gegen das Coronavirus bereitstellen.



So hilft UNICEF


  • UNICEF ist einer der größten Abnehmer von Impfstoffen weltweit und schützt damit die Hälfte aller Kinder vor gefährlichen Krankheiten.
  • Wir kooperieren mit Regierungen, NGOs und Partnerorganisationen, um Kinder auch an abgeschiedenen Orten oder in Krisen- und Katastrophengebieten zu erreichen.
  • UNICEF arbeitet proaktiv: Schon bevor ein COVID-19-Impfstoff fertigstellt war, haben wir gemeinsam mit unseren Partnern begonnen, die Auslieferung vorzubereiten.
  • Mit Sonnenenergie, Mobilfunktechnologie und Telemetrie sichern wir die Kühlkette der Impfstoffe, um diese sicher zu transportieren.
  • Durch weltweite Impfkampagnen kommen wir der Ausrottung von gefährlichen Krankheiten, wie zum Beispiel Kinderlähmung, immer näher.


Infektionskrankheiten in Österreich verhindern

Die Grundimmunisierung sollte für alle Menschen in Österreich nach Impfplan durchgeführt werden. Der österreichische Impfplan wird den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gemäß jährlich aktualisiert und bietet die Grundlage für einen Impfschutz, der alle Altersgruppen einschließt.

In Österreich besteht die größte Impflücke bei jungen Eltern. Bei fehlendem Impfschutz treten daher Kinderkrankheiten auch bei Erwachsenen auf. Die Herdenimmunität kann für nicht geimpfte Personen daher nicht garantiert werden.

Kinderkrankheiten können lebensgefährlich enden. Jedes vierte Kleinkind stirbt an einer Lungenentzündung, Masern oder Durchfallerkrankungen. Ein Großteil der Ansteckungen und Tode könnte mit Impfungen verhindert werden.

UNICEF bietet Eltern diverse Infomaterialien, um ihnen Sorgen und Ängste zu nehmen.



Dank Impfungen überleben jedes Jahr 2 bis 3 Millionen Kinder

Gemeinsam mit Partnern leitet UNICEF Impfprogramme in 126 Ländern weltweit.

Landesweite „Tür-zu-Tür“ Kampagnen versorgen Kinder und ihre Familien mit Impfstoffen, zum Beispiel gegen Polio, Masern oder Cholera.

Tetanus konnte so durch Impfungen bei Säuglingen und Müttern in fast allen Ländern der Welt eliminiert werden. Die UNICEF Helferinnen und Helfer erklimmen dabei Berge, bezwingen Schluchten und waten durch Wasser.

Keine Straße ist zu lang, kein Berg zu hoch und kein Gewässer zu tief um Kinderleben zu retten.



Masernimpfungen im Kongo retten Kinderleben


Die Demokratischen Republik Kongo hat die schlimmste Masernepidemie aller Zeiten hinter sich. 6.000 Menschen sind gestorben – 72 % waren Kinder unter 5 Jahren.

Auch Bwanga hat das Schlimmste erlebt, das einer Mutter passieren kann: „Ich habe zwei Kinder verloren, weil sie nicht geimpft waren. Deshalb bin ich heute gekommen, um Dieu Merci zu impfen“, erzählt Bwanga.

Ihr kleiner Sohn ist erst einen Monat alt und erhält in einem UNICEF Gesundheitszentrum seine lebensrettende Masernimpfung.

Gemeinsam mit der WHO hat UNICEF 2019 landesweit mehr als 18 Millionen Kinder unter fünf Jahren geimpft. Im Jahr 2020 wurden in der Demokratischen Republik Kongo außerdem rund 4.000 Gesundheitseinrichtungen geschaffen, mehr als 3.000 Schulen wurden mit Handwash-Stationen ausgestattet.



Ihre Spende macht einen Unterschied!



Häufige Fragen zu Impfungen

Warum sollte ich mein Kind impfen?

Warum sollte ich mein Kind impfen?

Impfungen wirken und retten jedes Jahr Millionen Kinderleben. Bei Impfungen werden die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers eines Kindes angeregt, die Krankheit schneller und wirksamer zu bekämpfen. Dabei wird eine Immunreaktion auf bestimmte Krankheiten ausgelöst. Wenn das Virus oder die Bakterien zu einem späteren Zeitpunkt nochmals in den Körper eindringen, weiß das Immunsystem bereits wie sie zu bekämpfen sind.

Sind Impfungen wirklich sicher?

Sind Impfungen wirklich sicher?

Impfstoffe sind sehr sicher. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine, durch Impfungen vermeidbare Krankheit, schwere Folgen hat, ist wesentlich höher als die Wahrscheinlichkeit für Impfkomplikationen. Alle Impfstoffe durchlaufen strenge Sicherheitsprüfungen, einschließlich klinischer Tests, bevor sie für die Öffentlichkeit zugelassen werden. In Österreich werden nur Impfstoffe registriert und verkauft, die strenge Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen.

Gegen welche Krankheiten kann ich mein Kind impfen?

Gegen welche Krankheiten kann ich mein Kind impfen?

In Österreich gibt es für alle Kinder bis zum 15. Lebensjahr Impfungen, die für die öffentliche Gesundheit wichtig sind, kostenlos. Auf diese Weise werden Kinder gegen die meisten vermeidbaren Krankheiten geimpft. Alle Infos über diese Krankheiten und vorhandene Impfstoffe können im österreichischen Impfplan nachgelesen werden.

Was bedeutet Herdenimmunität?

Was bedeutet Herdenimmunität?

Wenn genügend Menschen gegen eine bestimmte Krankheit geimpft sind, können sich Krankheiten nicht so leicht von Mensch zu Mensch ausbreiten, da die meisten Menschen immun sind. Dies bietet auch jenen Schutz, die nicht geimpft werden können, wie z.B. Säuglingen. Die Krankheit wird dadurch immer seltener oder verschwindet komplett.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf andere Impfkampagnen?

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf andere Impfkampagnen?

Trotz der Coronavirus-Pandemie müssen wir sicherstellen, dass Kinder weltweit weiterhin Impfungen gegen vermeidbare Krankheiten erhalten.  Viele Impfkampagnen werden jedoch als Reaktion auf das Coronavirus verschoben. Da mehr als 117 Millionen Kinder gefährdet sind Masernimpfungen zu versäumen, setzen wir uns dafür ein, dass besonders die verletzlichsten Kinder weiterhin geimpft werden.

Wird ein Coronavirus-Impfstoff sicher sein?

Wird ein Coronavirus-Impfstoff sicher sein?

In jedem Land gibt es Aufsichtsbehörden, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen überwachen, bevor diese auf breiter Basis eingesetzt werden. Weltweit koordiniert die WHO eine Reihe unabhängiger Fachgremien, die die Sicherheit von Impfstoffen vor und sogar nach ihrer Einführung überprüfen. Impfstoffe, die von der WHO zur Verwendung zugelassen werden, durchlaufen strenge Tests und klinische Prüfungen. COVID-19-Impfstoffe können nur dann die erforderlichen behördlichen Zulassungen erhalten, wenn sie strenge Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards erfüllen.

Sollte mein Kind einen Impfstoff gegen COVID-19 erhalten?

Sollte mein Kind einen Impfstoff gegen COVID-19 erhalten?

Um die Morbidität von COVID-19 zu senken und unser Gesundheitssystem zu schützen, werden gewisse Bevölkerungsgruppen prioritär behandelt. Dazu zählen Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens, Sozialarbeiter*innen und Menschen mit hohem Risiko für schwere Erkrankungen, wie z.B. ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Erst im nächsten Schritt könnten die Impfstoffe dann auch für Kinder relevant werden. Wir raten dazu, sich beim Gesundheitsministerium zu informieren.