UNICEF kämpft gegen ausbeuterische Kinderarbeit!

Schätzungen der ILO (International Labour Organization) zufolge gingen im Jahr 2016 insgesamt 218 Millionen Mädchen und Buben zwischen 5 und 17 Jahren einer Arbeit nach. 152 Millionen von ihnen waren Kinderarbeiter,152 Millionen von ihnen nach offizieller Definition.

Was ist Kinderarbeit?

Laut offizieller Definition ist Kinderarbeit, eine Arbeit, für die Kinder zu jung sind, die zu gefährlich ist oder, die zu ausbeuterisch ist. Dazu gehören auch Tätigkeiten bei denen die körperliche oder seelische Entwicklung geschädigt wird oder Buben und Mädchen vom (regelmäßigen) Schulbesuch abhalten.

Mehr als die Hälfte dieser Kinder sind gefährlichen Arbeitsbedingungen, Gewalt und schlechter Behandlung ausgesetzt. Nur ein Fünftel von ihnen wird für ihre Arbeit bezahlt. Sie werden ihrem Recht auf Gesundheit und Kindheit entzogen. In den extremsten Fällen werden Kinder versklavt, von ihrer Familie entrissen und lebensbedrohenden Gefahren ausgesetzt.

Berufstätige Kinder sind in der Arbeit öfter dem Risiko von Krankheiten und Verletzungen ausgesetzt als Erwachsene. Das hat damit zu tun, dass sie nicht reif genug sind, alle Gefahren zu erkennen. Außerdem haben sie, im Gegensatz  zu Älteren, nicht die gleichen Möglichkeiten für Erholung und Freizeit. Außerdem haben sie ein niedrigeres Bildungsniveau, als Kinder, die keiner Tätigkeit nachgehen müssen.

Die schlimmsten Formen der Kinderarbeit sind Sklaverei, Zwangsarbeit einschließlich des Einsatzes von Kindersoldaten, Kinderprostitution und Kinderpornographie, kriminelle Tätigkeiten wie den Missbrauch von Kindern als Dorgenkuriere, sowie alle Tätigkeiten, die die Sicherheit und Gesundheit eines Kindes gefährden.

UNICEF kämpf gegen ausbeuterische Kinderarbeit und hilft den Betroffenen.

Bitte unterstützen Sie uns bei der weltweiten Arbeit für Kinder in Not!

UNICEF zeigt auf: Negative Folgen von Kinderarbeit

Es ist nicht immer etwas Schlimmes, wenn Kinder arbeiten. Ein bisschen Mithilfe im Haushalt oder im Familienbetrieb kann sogar wichtige Erfahrungen vermitteln. Problematisch wird es, wenn die Tätigkeit für Kinder nicht angemessen, gefährlich oder gesundheitsschädlich ist und wenn Kinder zu lange oder zu hart arbeiten müssen.Das kann sich ebenfalls negativ auf ihre körperliche und psychische Entwicklung auswirken.

Eines der Hauptprobleme ist, wenn Kinder aufgrund der Arbeit nicht in die Schule gehen können – was immerhin auf ein Drittel der Kinderarbeiter zutrifft – wenn ihnen die Zeit fehlt, zuhause zu lernen oder wenn sie wegen Erschöpfung dem Unterricht nicht folgen können. Ohne ausreichende Bildung fällt es diesen Kindern als Erwachsene schwer, eine gut bezahlte Arbeit zu finden und so der Armut zu entkommen, was wiederum dazu führen kann, dass später auch ihre Kinder arbeiten müssen.

So hilft UNICEF - einige Beispiele:

UNICEF setzt auf Bildungsprogramme, Information und Bewusstseinsbildung sowie auf die Stärkung von Familien und Dorfgemeinschaften um Kinderarbeit zu bekämpfen. Durch Bildungsangebote, Gespräche mit Arbeitgebern und Druck auf die Regierungen können wir wirksam helfen.

Für Kinder, die arbeiten müssen um ihre Eltern zu unterstützen, haben wir spezielle Bildungskurse entwickelt. Hier findet der Unterricht morgens oder nachmittags statt. So können die Kinder verpassten Schulstoff nachholen und später nach Möglichkeit auf eine normale Schule wechseln. UNICEF stärkt Familien, zum Beispiel durch die Vergabe von Stipendien oder Schulessen.

Wir sensibilisieren für das Problem und setzen uns für Reformen der Arbeitsgesetzgebung und für eine Gesundheits- und Bildungspolitik mit dem Ziel vor allem auf die Abschaffung der ausbeuterischen Kinderarbeit ein.

  • In Nepal konnten 9.000 Kinder, die ohne elterliche Fürsorge arbeiten mussten, mit ihren Familien wieder vereint werden. Zudem wurde sichergestellt, dass sie in die Schule gehen können oder eine Ausbildung erhalten.
  • In Brasilien unterstützt UNICEF das Nationale Forum zur Prävention und Abschaffung von Kinderarbeit, das unter anderem Debatten auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene organisiert.
  • In Burkina Faso wurde 15.000 Kinderarbeitern der Schulbesuch, eine Ausbildung oder das Erlernen von Lesen und Schreiben ermöglicht.

Wir bringen Thimmalamma in die Schule

Die Spuren schwerer Arbeit sieht man an ihren Händen, an ihrer Haltung. Thimmalamma aus Indien lächelt vorsichtig, denn noch kann sie es kaum glauben: Die jahrelange Arbeit auf der Baumwollfarm ist für sie Vergangenheit. Sie darf zur Schule gehen. Elf, zwölf Stunden täglich schuftete sie gemeinsam mit ihren Schwestern auf den Feldern in sengender Hitze, von klein auf an. Nun ist das Mädchen vierzehn und kann zum ersten Mal in ihrem Leben lernen.

Denn wir haben in dem indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Karnataka ein Bildungsprogramm gestartet. Wir bringen auch Gemeinden und Arbeitgeber an einen Tisch – und bekämpfen so wirksam die Ursachen von Kinderarbeit. Die ersten 3.000 Baumwollfarmer haben sich bereits verpflichtet, keine Kinder mehr zu beschäftigen.





Bitte helfen Sie Kindern in Not mit einer Spende!

12 Euro: Schuhe für ein Kind in Südafrika, damit es nicht barfuß in die Schule gehen muss.

15 Euro: kompletter Impfschutz gegen Kinderkrankheiten für zwei Kinder - jeden Monat.

25 Euro: Schulsachen für mindestens fünf Kinder - und das jeden Monat!

Freier Betrag: Bitte bestätigen Sie mit der Enter-Taste


Oder helfen Sie regelmäßig mit einer UNICEF Patenschaft für Kinder