Zwei pakistanische Buben sind bei der Arbeit im Steinbruch zu sehen.

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Wir kämpfen gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Nigeria: Muhammad (15) muss Müll sammeln, um seine Familie finanziell zu unterstützen.
© UNICEF/UN016292/Gilbertson
Nigeria: Muhammad (15) muss Müll sammeln und brauchbares weiterverkaufen. Seine Familie braucht jeden Cent zum Überleben.

Etwa 11 Prozent aller Kinder zwischen 5 -7 Jahren – 168 Millionen – arbeiten. Mehr als die Hälfte dieser Kinder sind gefährlichen Arbeitsbedingungen, Gewalt und schlechter Behandlung ausgesetzt und nur ein Fünftel von ihnen wird für ihre Arbeit bezahlt. Sie werden ihrem Recht auf einen Schulbesuch, ihrer Gesundheit und ihrer Kindheit entzogen. In den extremsten Fällen werden Kinder versklavt, von ihrer Familie entrissen oder lebensbedrohenden Gefahren ausgesetzt. Arbeitende Kinder sind in der Arbeit öfter dem Risiko von Krankheiten und Verletzungen ausgesetzt als Erwachsene, weil sie noch nicht reif genug sind, alle Gefahren zu erkennen.  Außerdem haben sie im Gegensatz  zu erwachsenen Menschen nicht die gleichen Möglichkeiten für Erholung und Freizeit und erhalten meistens auch weniger Bildung als nicht arbeitende Kinder

UNICEF kämpft gegen ausbeuterische Kinderarbeit und hilft den Betroffenen.

Bitte unterstützen Sie uns bei der weltweiten Arbeit für Kinder in Not!

So hilft UNICEF - einige Beispiele:

UNICEF setzt auf Bildungsprogramme, Information und Bewusstseinsbildung sowie auf die Stärkung von Familien und Dorfgemeinschaften um Kinderarbeit zu bekämpfen. Durch Bildungsangebote, Gespräche mit Arbeitgebern und Druck auf die Regierungen können wir wirksam helfen.

Für Kinder, die arbeiten müssen um ihre Eltern zu unterstützen, haben wir spezielle Bildungskurse entwickelt. Hier findet der Unterricht morgens oder nachmittags statt. So können die Kinder verpassten Schulstoff nachholen und später nach Möglichkeit auf eine normale Schule wechseln.

Wir stärken Familien, zum Beispiel durch die Vergabe von Stipendien oder Schulessen.

Wir sensibilisieren für das Problem und setzen uns für Reformen der Arbeitsgesetzgebung und für eine Gesundheits- und Bildungspolitik mit dem Ziel vor allem auf die Abschaffung der ausbeuterischen Kinderarbeit ein.

Thimmalamma (14) hockt in einem Baumwollfeld. Jetzt kann sie erstmals in die Schule gehen.
© UNICEF/UNI88063/Crouch
Indien: Thimmalamma (14) kann endlich in die Schule gehen

Wir bringen Thimmalamma in die Schule

Die Spuren schwerer Arbeit sieht man an ihren Händen, an ihrer Haltung. Thimmalamma aus Indien lächelt vorsichtig, denn noch kann sie es kaum glauben: Die jahrelange Arbeit auf der Baumwollfarm ist für sie Vergangenheit. Sie darf zur Schule gehen. Elf, zwölf Stunden täglich schuftete sie gemeinsam mit ihren Schwestern auf den Feldern in sengender Hitze, von klein auf an. Nun ist das Mädchen vierzehn und kann zum ersten Mal in ihrem Leben lernen.

Denn wir haben in dem indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Karnataka ein Bildungsprogramm gestartet. Wir bringen auch Gemeinden und Arbeitgeber an einen Tisch – und bekämpfen so wirksam die Ursachen von Kinderarbeit. Die ersten 3.000 Baumwollfarmer haben sich bereits verpflichtet, keine Kinder mehr zu beschäftigen.


Aktuelle Trends und Zahlen

  • Alleine in Subsahara-Afrika gibt es 59 Millionen arbeitende Kinder
  • Ca. 60% der Kinder sind in der Landwirtschaft tätig, mehr als 30% im Dienstleistungssektor und der Rest im Gewerbebereich oder Haushalt.
  • Buben sind meist stärker von Kinderarbeit betroffen als Mädchen, weil sie stärker in wirtschaftliche Aktivitäten miteinbezogen sind. Mädchen arbeiten hauptsächlich im Haushalt. Dort bleiben sie im Verborgenen und sind schwer erreichbar
  • Ein Rückgang ist zu bemerken: Heute gehen ca. 168 Millionen Kinder arbeiten, 2009 waren es noch 215 Millionen. Wenn die Trends anhalten, wird die Zahl an arbeitenden Kindern bis zum Jahr 2020 auf 100 Millionen sinken. Dafür muss noch viel getan werden, vor allem Regierungen müssen Kinder besser vor Ausbeutung schützen. 



Bitte helfen Sie uns für die Rechte von Kindern zu kämpfen!

Ihre heutige Spende hilft bereits morgen Kindern.

Südafrika: Schuhe sind am Schulweg wichtig, vor dem Klassenzimmer zieht sie Songuie aber aus.

12 Euro: Schuhe für ein Kind in Südafrika, damit es nicht barfuß in die Schule gehen muss.

Liberia: Ein Mädchen bekommt ihre Polio-Schluckimpfung

15 Euro: kompletter Impfschutz gegen Kinderkrankheiten für zwei Babys im Südsudan

Tansania: Layla (Name geändert, 14) musste lange als Sexarbeiterin arbeiten.

25 Euro: Eine Schultasche mit Lernmaterial für ein aus der Prostitution befreites Mädchen auf den Philippinen

Kongo: Marie wurde aus ihrem Dorf vertrieben, ein Teddybär bereitet ihr wieder Freude.

Ihr freier Betrag schützt Kinder nachhaltig vor Krankheiten, Gewalt, Hunger und Durst und gibt ihnen ihre Freude wieder.