Zwei pakistanische Buben sind bei der Arbeit im Steinbruch zu sehen.

UNICEF kämpft gegen ausbeuterische Kinderarbeit!

Nigeria: Muhammad (15) muss Müll sammeln, um seine Familie finanziell zu unterstützen.
© UNICEF/UN016292/Gilbertson
Nigeria: Muhammad (15) muss Müll sammeln und brauchbares weiterverkaufen. Seine Familie braucht jeden Cent zum Überleben.

Schätzungen der ILO (International Labour Organization) zufolge gingen im Jahr 2016 insgesamt 218 Millionen Mädchen und Buben zwischen 5 und 17 Jahren einer Arbeit nach. 152 Millionen von ihnen waren Kinderarbeiter, 152 Millionen von ihnen waren Kinderarbeiter nach offizieller Definition. Mehr als die Hälfte dieser Kinder sind gefährlichen Arbeitsbedingungen, Gewalt und schlechter Behandlung ausgesetzt und nur ein Fünftel von ihnen wird für ihre Arbeit bezahlt. Sie werden ihrem Recht auf einen Schulbesuch, ihrer Gesundheit und ihrer Kindheit entzogen. In den extremsten Fällen werden Kinder versklavt, von ihrer Familie entrissen oder lebensbedrohenden Gefahren ausgesetzt. Arbeitende Kinder sind in der Arbeit öfter dem Risiko von Krankheiten und Verletzungen ausgesetzt als Erwachsene, weil sie noch nicht reif genug sind, alle Gefahren zu erkennen.  Außerdem haben sie im Gegensatz  zu erwachsenen Menschen nicht die gleichen Möglichkeiten für Erholung und Freizeit und erhalten meistens auch weniger Bildung als nicht arbeitende Kinder

UNICEF kämpft gegen ausbeuterische Kinderarbeit und hilft den Betroffenen.

Bitte unterstützen Sie uns bei der weltweiten Arbeit für Kinder in Not!

UNICEF zeigt auf: Negative Folgen von Kinderarbeit

Ein Bub aus Uganda blickt in die Kamera, im Hintergrund sind seine Tiere.
© UNICEF/UN03362/Ose
Dieser Bub aus Uganda muss sich täglich um Vieh kümmern.

Es ist nicht immer etwas Schlimmes, wenn Kinder arbeiten. Ein bisschen Mithilfe im Haushalt oder im Familienbetrieb kann sogar wichtige Erfahrungen vermitteln. Problematisch wird es, wenn die Tätigkeit für Kinder nicht angemessen, gefährlich oder gesundheitsschädlich ist und wenn Kinder zu lange oder zu hart arbeiten müssen. Das kann sich ebenfalls negativ auf ihre körperliche und psychische Entwicklung auswirken. Eines der Hauptprobleme ist, wenn Kinder aufgrund der Arbeit nicht in die Schule gehen können – was immerhin auf ein Drittel der Kinderarbeiter zutrifft – wenn ihnen die Zeit fehlt, zuhause zu lernen oder wenn sie wegen Erschöpfung dem Unterricht nicht folgen können. Ohne ausreichende Bildung fällt es diesen Kindern als Erwachsene schwer, eine gut bezahlte Arbeit zu finden und so der Armut zu entkommen, was wiederum dazu führen kann, dass später auch ihre Kinder arbeiten müssen.

So hilft UNICEF - einige Beispiele:

UNICEF setzt auf Bildungsprogramme, Information und Bewusstseinsbildung sowie auf die Stärkung von Familien und Dorfgemeinschaften um Kinderarbeit zu bekämpfen. Durch Bildungsangebote, Gespräche mit Arbeitgebern und Druck auf die Regierungen können wir wirksam helfen.

Für Kinder, die arbeiten müssen um ihre Eltern zu unterstützen, haben wir spezielle Bildungskurse entwickelt. Hier findet der Unterricht morgens oder nachmittags statt. So können die Kinder verpassten Schulstoff nachholen und später nach Möglichkeit auf eine normale Schule wechseln. UNICEF stärkt Familien, zum Beispiel durch die Vergabe von Stipendien oder Schulessen.

Wir sensibilisieren für das Problem und setzen uns für Reformen der Arbeitsgesetzgebung und für eine Gesundheits- und Bildungspolitik mit dem Ziel vor allem auf die Abschaffung der ausbeuterischen Kinderarbeit ein.

  • In Nepal konnten 9.000 Kinder, die ohne elterliche Fürsorge arbeiten mussten, mit ihren Familien wieder vereint werden. Zudem wurde sichergestellt, dass sie in die Schule gehen können oder eine Ausbildung erhalten.
  • In Brasilien unterstützt UNICEF das Nationale Forum zur Prävention und Abschaffung von Kinderarbeit, das unter anderem Debatten auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene organisiert.
  • In Burkina Faso wurde 15.000 Kinderarbeitern der Schulbesuch, eine Ausbildung oder das Erlernen von Lesen und Schreiben ermöglicht.
Thimmalamma (14) hockt in einem Baumwollfeld. Jetzt kann sie erstmals in die Schule gehen.
© UNICEF/UNI88063/Crouch
Indien: Thimmalamma (14) kann endlich in die Schule gehen

Wir bringen Thimmalamma in die Schule

Die Spuren schwerer Arbeit sieht man an ihren Händen, an ihrer Haltung. Thimmalamma aus Indien lächelt vorsichtig, denn noch kann sie es kaum glauben: Die jahrelange Arbeit auf der Baumwollfarm ist für sie Vergangenheit. Sie darf zur Schule gehen. Elf, zwölf Stunden täglich schuftete sie gemeinsam mit ihren Schwestern auf den Feldern in sengender Hitze, von klein auf an. Nun ist das Mädchen vierzehn und kann zum ersten Mal in ihrem Leben lernen.

Denn wir haben in dem indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Karnataka ein Bildungsprogramm gestartet. Wir bringen auch Gemeinden und Arbeitgeber an einen Tisch – und bekämpfen so wirksam die Ursachen von Kinderarbeit. Die ersten 3.000 Baumwollfarmer haben sich bereits verpflichtet, keine Kinder mehr zu beschäftigen.


Aktuelle Trends und Zahlen

Schätzungen der ILO zufolge gingen im Jahr 2016 insgesamt 218 Millionen Mädchen und Buben zwischen 5 und 17 Jahren einer Arbeit nach. 152 Millionen von ihnen waren Kinderarbeiter, mussten also Arbeiten verrichten, die laut Kinderrechtskonvention beziehungsweise dem ILO-Übereinkommen 182 verboten sind. 73 Millionen müssen unter gefährlichen oder ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. 48% der Mädchen und Buben, die Kinderarbeit verrichten müssen, sind erst zwischen 5 und 11 Jahre alt.

Am meisten Kinderarbeiter findet man in Afrika (72 Millionen) und Asien (62 Millionen). Betrachtet man das Geschlechterverhältnis so zeigt sich, dass mehr Buben (88 Millionen) als Mädchen (64 Millionen) arbeiten müssen. Mehr als 2/3 der arbeitenden Kinder sind in der Landwirtschaft tätig, 11,9 % in der Industrie und 17,2% im Dienstleistungsbereich.




Bitte helfen Sie uns für die Rechte von Kindern zu kämpfen!

Ihre heutige Spende hilft bereits morgen Kindern.

Südafrika: Schuhe sind am Schulweg wichtig, vor dem Klassenzimmer zieht sie Songuie aber aus.

12 Euro: Schuhe für ein Kind in Südafrika, damit es nicht barfuß in die Schule gehen muss.

Die vierjährige Zaenab aus dem Irak bekommt ihre Polio Schluckimpfung.

15 Euro: kompletter Impfschutz gegen Kinderkrankheiten für zwei Kinder - jeden Monat.

Ein Mädchen in Syrien freut sich über ihre Schulsachen.

25 Euro: Schulsachen für mindestens fünf Kinder - und das jeden Monat!

Kongo: Marie wurde aus ihrem Dorf vertrieben, ein Teddybär bereitet ihr wieder Freude.

Freier Betrag: Bitte bestätigen Sie mit der Enter-Taste