Somalia: Abdi ist ein ehemaliger Kindersoldat. Mit 17 kann er nun endlich eine Ausbildung anfangen.

Kindersoldaten - Kein Kind darf zum Töten gezwungen werden!

Südsudan: In einer rituellen Zeremonie legen ehemalige Kindersoldaten ihre Waffen nieder.
© UNICEF/UNI181541/McKeever
Südsudan: Diese Kinder konnten befreit werden. Bei einer Zeremonie legen sie rituell ihre Waffen nieder.

Kinder werden als Soldaten missbraucht und müssen oft selbst töten. Wir helfen ehemaligen Kindersoldaten zurück ins Leben. Tausende in den Truppen missbrauchte Kinder konnten mit unserer Unterstützung schon zu ihren Familien zurückkehren.

Allein im Süd-Sudan wurden seit Beginn des Konflikts im Dezember 2013 mehr als 16.000 Kinder von bewaffneten Gruppen als Soldaten rekrutiert. Seit Anfang 2016 sind mindestens 650 Kinder dazugekommen, genaue Zahlen zu nennen ist allerdings kaum möglich. Der Konflikt im Süd-Sudan weitet sich auf umliegende Länder aus.  Im April 2016 entführten bewaffnete Gruppen aus dem Süd-Sudan 146 Kinder aus einem äthiopischen Dorf. Nur 91 von ihnen konnten bis jetzt durch Verhandlungen wieder mit ihren Familien vereint werden.

 

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Joseph ist frei

Joseph (10) aus dem Südsudan steht zwei Tage vor seiner Entlassung aus einer bewaffneten Gruppe.
© UNICEF/UNI178285/Peru
Südsudan: Joseph (10) stand bei diesem Foto zwei Tage vor seiner Entlassung aus einer bewaffneten Gruppe.

Joseph ist zehn Jahre alt. Er wurde von der SSDA Cobra Faction als Kindersoldat rekrutiert. Auf diesem Foto stand er zwei Tage vor seiner Entlassung.

"Ich mache die Arbeit eines Soldaten. Ich weiß nicht genau, wie lange ich ein Soldat war. Ich glaube es waren in etwa zwei Jahre."

Im Jänner 2015 haben UNICEF und Partner die Freilassung von circa 3.000 Kindern aus bewaffneten Gruppen erwirkt. Diese Freilassung war eine der größten ihrer Art. Dennoch wurden alleine 2015 12.000 Kinder, meistens Buben, als Kindersoldaten im Südsudan rekrutiert. Die meisten von ihnen sind zwischen 11 und 17 Jahren alt. Wir arbeiten weiter hart dabei, so viele Kinder wie möglich mit ihren Familien zu vereinen

So hilft UNICEF

  • UNICEF setzt sich für die Demobilisierung der Kindersoldaten und deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft ein. Betreuung und Bildung sollen den Buben und Mädchen den Start in ein neues Leben möglich machen.
  • Die befreiten Kinder werden zunächst in Übergangszentren oder bei Pflegefamilien untergebracht. UNICEF bildet die Mitarbeiter von lokalen Hilfsorganisationen aus, die Kinder zu identifizieren und nach überlebenden Angehörigen zu suchen.
  • UNICEF hilft den Jugendlichen dabei, ein Handwerk zu lernen und stellt ihnen eine Grundausstattung an Werkzeug zur Verfügung, damit sie sich eine Existenz aufbauen können.
  • Um künftig weitere Rekrutierungen zu verhindern, übt UNICEF Druck auf Konfliktparteien aus. Ebenso wichtig ist jedoch, dass die Dorfgemeinschaften unterstützt werden, damit sie Widerstand gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten leisten können und sich für die Wiedereingliederung ehemaliger Kindersoldaten einsetzen. UNICEF fördert lokale Netzwerke in den Gemeinden, in denen Lehrer, religiöse Führer und Eltern zusammenarbeiten.

Der Weg zurück in ein normales Leben

Der Weg ehemaliger Kindersoldaten in ein normales Leben ist schwierig. Viele von ihnen wurden von den gleichen Truppen, für die sie gekämpft hatten, auch körperlich und sexuell missbraucht. Viele sahen, wie ihre Eltern getötet wurden. Die meisten wurden gezwungen selbst Menschen zu foltern, zu vergewaltigen und zu töten.

Ehemalige Kindersoldaten müssen während den Demobilisierungs- und Reintegrationsphasen geschützt werden. Durch die Suche nach Familienangehörigen und Berufsausbildungsprogramme. Psychosoziale Betreuung sowie Beratungen, Unterstützung durch Gleichaltrige oder auf Gemeindebasis sind besonders wichtig.



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