Der Klimawandel bedroht Kinderleben


Kinder sind am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich, aber sie tragen die größte Last seiner Auswirkungen. Nicht nur in Zukunft, sondern schon heute.

Die Folgen für Kinder sind gravierend!

Es geht ums Überleben, denn für Kinder weltweit ist der Klimawandel eine extreme Bedrohung. Luftverschmutzung nimmt Kindern die Luft zum Atmen. Dürre nimmt Kindern ihre Nahrung. Überflutungen rauben Kindern ihr Zuhause und verschmutzen ihr Trinkwasser.

Unser Ziel: Kinderleben retten! Ohne Wenn und Aber. Bitte unterstützen Sie uns dabei.




Die Folgen der Klimakrise für Kinder


  • Hungersnot: Über 1 Milliarde Kinder leben entweder in Gebieten mit hoher Trockenheit und Dürre oder in Regionen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen. Oft führen Naturkatastrophen zu Ernteausfällen oder -rückgängen, was Mangelernährung zur Folge hat.
  • Wassermangel: Etwa 160 Millionen Kinder leben in Gebieten mit starker Dürre. Bis 2040 wird jedes vierte Kind von extremer Wasserknappheit betroffen sein.
  • Armut: Aufgrund der Erderwärmung steigt die Chance von Wetterextremen und nimmt Kindern das Recht auf Leben und angemessene Lebensbedingungen. Millionen von Familien haben nach Überschwemmungen oder Hurrikans kein Zuhause mehr - viele Kinder müssen als Folge auf der Straße leben.
  • Erkrankungen: Etwa 300 Millionen Kinder atmen giftige Luft, verursacht durch Kohlenstoffemissionen und andere Treibhausgase. Jährlich sterben dadurch 600.000 Kinder unter fünf Jahren.


Der Klimawandel kennt keine Grenzen

 

Hungernde Kinder. Zerstörte Ernten. Verdurstete Rinder in ausgetrockneten Flussbetten. Die Lage im östlichen und südlichen Afrika ist katastrophal.

Im Bezirk Chikwawa in Malawi lebt Makia mit ihren vier Kindern. Aufgrund der Dürre leiden vor allem Konja, 16 Monate, und Kativa, 3 Monate, unter akuter Mangelernährung und haben nicht die Möglichkeit sich altersgerecht zu entwickeln.

Die nächste Klinik ist zu weit weg, um zu Fuß zu gehen, und die ganze Familie ist vom Hunger erschöpft. 

 

Die Monsunsaison führt jedes Jahr in Bangladesch zu verheerenden Stürmen und Überschwemmungen. Stark betroffen davon sind vor allem auch die Flüchtlingslager in Cox's Bazar.

Neben der Zerstörung von Noteinrichtungen und Unterkünften kommt es zu einer Überflutung von Straßen - Hilfsgüter und sauberes Wasser sind Mangelware zusätzlich zum Verlust des Zuhauses.

Talhas Eltern leben in Angst, denn bereits drei ihrer Kinder sind bei Überschwemmungen ertrunken.

 

Die Auswirkungen des Klimawandels treffen Zentralmali mit voller Härte. Die Wetterextreme nehmen zu und Überschwemmungen wechseln sich immer häufiger mit Dürreperioden ab.

Überschwemmungen können die komplette Wasserversorgung einzelner Dörfer zerstören oder das Wasser verseuchen.

In Dialangou mussten die Dorfbewohner verschmutztes Wasser aus einem Teich trinken. Krankheiten haben sich ausgebreitet und viele Kinder litten an schwerem Durchfall.

 

Im September 2019 traf Hurrikan Dorian die Bahamas mit voller Stärke und hinterließ ein Bild der Zerstörung.

Viele Menschen suchten Schutz in öffentlichen Gebäuden und überlebten - sie verloren jedoch alles.

Der Mangel an sauberem Wasser und angemessenen sanitären Einrichtungen gefährdete Kinder und Familien, an durch Wasser übertragenen Krankheiten zu erkranken. 

 

Wenn Regenfälle durch den Klimawandel immer heftiger ausfallen, können sie ganze Regionen zerstören. In Madagaskar waren im Jänner 2020 über 120.000 Menschen von den verheerenden Regenfällen und Überschwemmungen betroffen. Ganze Straßen wurden weggespült, fast zweihundert Schulen beschädigt oder zerstört und Zehntausende Menschen wurden vertrieben oder obdachlos.

Auch der elfjährige Doly gehört zu den Opfern der Überschwemmung. Gemeinsam mit seinem Großvater hat er in einer UNICEF-Einrichtung ein sicheres Dach über dem Kopf gefunden.



So hilft UNICEF

  • UNICEF stattet Gesundheitszentren mit Medikamenten und therapeutischer Nahrung wie Erdnusspaste aus.
  • UNICEF baut die Wasserversorgung aus und liefert Wasserreinigungstabletten für sauberes Trinkwasser.
  • Bei Naturkatastrophen ist UNICEF als Nothilfe-Experte als eine der ersten Organisationen vor Ort.
  • Die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der ökologischen Nachhaltigkeit ist für UNICEF unerlässlich. Wir arbeiten mit Partnern auf globaler und lokaler Ebene zusammen, damit Kinder in einer sicheren und sauberen Umwelt leben können.
  • UNICEF unterstützt Initiativen um Schulen, Gesundheitszentren, Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen gegen klimawandelbedingte Katastrophen resistent zu machen.


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Zyklon Idai: Wir haben alles verloren!


Joao aus Mosambik hat durch einen Zyklon alles verloren.

„Als das Wasser kam, habe ich mich mit meinen Eltern und Geschwistern auf einen Baum gerettet. Wir haben drei Tage und Nächte auf diesem Baum ausgeharrt und hatten nichts zu essen und zu trinken. Ich hatte schreckliche Angst.“

Heute lebt er mit seiner Familie in einer Neuansiedelung, in der es für jede Familie Platz für ein Haus und einen kleinen Acker für Gemüseanbau gibt.

Joao besucht gemeinsam mit vierhundert anderen Kindern eines der kinderfreundlichen Zentren von UNICEF. Die Mädchen und Buben können dort Spielen, Basteln, Zeichnen und ihre Traumata verarbeiten.



Ihre Spende macht einen Unterschied!






Häufige Fragen zu Klimawandel & Kindern

Der Fokus der Arbeit in Österreich liegt auf der Verbreitung der Kinderrechte. Diese sind eng mit den nachhaltigen Entwicklungszielen verknüpft. Bei der Bewältigung klimabedingter Risiken können Kinder und Jugendliche auch eine Schlüsselrolle spielen. Auf lokaler Ebene setzen wir uns mit der Initiative "Kinderfreundliche Gemeinden" dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in die Entscheidungen miteinbezogen werden. Darüber hinaus arbeiten wir mit Regierungen und Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass Kinderrechte ein wesentlicher Bestandteil von politischen Maßnahmen sind.

Die Klimakrise könnte alle großen Errungenschaften für Kinder zunichtemachen. Außerdem verhindert sie die Umsetzung der Kinderrechte. Die Auswirkungen der Klimakrise sind in einigen sehr offensichtlichen Formen spürbar. Bedroht ist zum Beispiel das Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung. Vor allem auch das Recht auf den höchsten erreichbaren Gesundheitsstandard ist durch Faktoren wie Luftverschmutzung oder Wassermangel gefährdet.

Kinder, die von Armut betroffen sind, haben es schwerer mit Krisen umzugehen. Der Klimawandel erhöht die Häufigkeit von Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen. Je öfter eine Familie von solchen Krisen betroffen ist, desto schwieriger ist es, sich von den Folgen zu erholen. Aus diesem Grund sind Gebiete mit zahlreichen Naturkatastrophen auch sehr häufig von Armut betroffen.

Die Zeit ist sehr knapp. Wir haben weniger als 11 Jahre, um die die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Die Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre müsste bis 2030 um 45 % reduziert werden, um eine globale Erwärmung über 1,5 Grad zu verhindern.

Die Agenda 2030 und die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden 2015 verabschiedet. Die Regierungen, die in den Vereinten Nationen vertretenen sind, haben damit eine Verpflichtung in Bezug auf den Schutz unseres Planeten abgegeben. Ziel ist unter anderem, die Ursachen und Folgen des Klimawandels dauerhaft zu bekämpfen.

Kinder werden die größten Auswirkungen des Klimawandels tragen, daher ist es enorm wichtig, sie in Entscheidungen zu involvieren. Wir setzen uns dafür ein, Kinder in die Klimaverhandlungen und -plattformen einzubeziehen, damit ihre Stimmen gehört werden. Kinder und Jugendliche können eine Schlüsselrolle beim Umgang mit klimabedingten Risiken spielen, indem sie ihre Ansichten, Meinungen und Bedenken vertreten und dabei helfen, Lösungen zu finden. Die Beteiligung junger Menschen ist eine Notwendigkeit und Teil ihrer Grundrechte.

Wir sind laufend auf der Suche nach Möglichkeiten, um unsere Energieeffizienz zu steigern und nachhaltige Energie auch in unseren Büros zu implementieren. Dadurch minimieren wir unseren CO2-Fußabdruck. Außerdem leisten wir Kompensationszahlungen und beziehen Nachhaltigkeit in unsere Beschaffungsprozesse mit ein. Projekte und Initiativen werden auf Umwelt- und soziale Auswirkungen überprüft.

Ja und nicht nur Hunger oder Durst. 90 Prozent aller durch den Klimawandel erzeugter Krankheiten betreffen Kinder unter fünf Jahren. Moskitos verbreiten häufiger lebensgefährliche Krankheiten und durch kontaminiertes Wasser steigen Cholera- und Typhusinfektionen an.