UNICEF begrüßt erneutes Engagement für die Kinderrechte und fordert alle Mitgliedstaaten auf, kein Kind zurückzulassen

New York/ Wien - Statement von UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore

UNICEF Executive Director Henrietta H. Fore, Vereinte Nationen Headquarter in New York am 20. Nov. 2019_UN0347295

UNICEF Executive Director Henrietta H. Fore, Vereinte Nationen Headquarter in New York am 20. Nov. 2019_UN0347295

„Am Weltkindertag und anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Kinderrechtskonvention haben sich 105 Mitgliedstaaten einer globalen Initiative angeschlossen, die verspricht, das Engagement für die Rechte des Kindes zu erneuern. 

Im Hauptsitz der Vereinten Nationen und in mehr als 50 Ländern haben sich Kinder und Jugendliche bei nationalen Gipfeltreffen zu Themen geäußert, die sie betreffen, wie die Klimakrise, die Sicherheit in einer Online-Welt, die zunehmende Migration und mangelnde Möglichkeiten.

In den letzten 30 Jahren haben Millionen von Kindern erlebt, wie sich ihr Leben verbessert hat, während Millionen von anderen weiterhin mit Armut, Ungleichheit, Diskriminierung und Konflikten zu kämpfen hatten. Schlimmer noch, das 21. Jahrhundert hat neue Herausforderungen hervorgebracht, die noch vor wenigen Generationen unvorstellbar waren.

Wenn sich die Kindheit verändert, müssen wir auch unsere Ansätze ändern. Deshalb fordern wir alle Mitgliedstaaten auf, ihr Engagement für die Konvention über die Rechte des Kindes zu erneuern und die für das 21. Jahrhundert geeigneten Kinderrechte umzusetzen. Wie die Jugend-Bewegungen, die wir auf der ganzen Welt erleben, deutlich zeigen, kann es sich die Welt nicht mehr leisten, die Stimmen von Kindern und Jugendlichen zu ignorieren, die ihre Rechte einfordern und verlangen, Teil der Lösung zu sein.

Die 105 Staaten, die sich bisher zur Initiative bekannt haben, zeigen mutiges Engagement und Führungsstärke. Vom nationalen Versprechen, die Gewalt gegen Kinder in Jamaika zu beenden, bis hin zum Versprechen einer neuen Gesundheitspolitik für Mütter und Neugeborene in Bhutan, sehen wir ein ernsthaftes politisches Engagement, kein Kind zurückzulassen.

Aber das ist nicht genug. Wir brauchen alle Mitgliedstaaten, um diese bedeutsame Gelegenheit zu nutzen und die Vision der Konvention über die Rechte des Kindes für alle Kinder zu verwirklichen.
Um den Weg nach vorne zu ebnen, plant UNICEF, in den nächsten 12 Monaten einen globalen Dialog unter der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Eltern und BetreuerInnen, Bildungs- und SozialarbeiterInnen, Gemeinschaften und Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Privatsektor und Medien zu führen. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Dialog dazu beitragen wird, die Art und Weise, wie wir in Zukunft arbeiten, zu beeinflussen."


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