Hilfe für Rohingya-Kinder in Bangladesch

855.000 Rohingya-Flüchtlinge leben dicht gedrängt in verschiedenen Lagern und Zentren in Bangladesch. 60 Prozent davon sind Kinder.

Zyklon Amphan hatte zum Glück nur geringe Auswirkungen auf die Flüchtlingscamps. Die Zyklon- und Monsun-Saison ab Juni lässt die Menschen in den Lagern um ihre Sicherheit fürchten.

Zelte und ganze Camps werden zerstört und Überflutungen verunreinigen das Trinkwasser und fördern die Verbreitung von Krankheiten – wie zum Beispiel Cholera oder auch das Coronavirus. Das Corona-Virus hat Cox’s Bazar bereits erreicht, eine schnelle Verbreitung wäre katastrophal.

Wir sind vor Ort und benötigen dringend Ihre Hilfe für die Flüchtlingskinder.




Die Flüchtlingskrise in Myanmar und Bangladesch

Die Rohingyas sind eine muslimische und staatenlose Minderheit, die schon seit Jahren unter Diskriminierung leidet.

Nach dem Ausbruch massiver Gewalt im Rakhaing-Staat im August 2017 mussten hunderttausende Rohingya von Myanmar nach Bangladesch fliehen.

Ältere Kinder und Jugendliche, denen die Möglichkeit zum Lernen oder zum Lebensunterhalt entzogen ist, laufen Gefahr, Opfer von Menschenhändlern zu werden.

Mädchen und Frauen sind in dieser Situation einem besonderen Risiko sexueller und anderer geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt, einschließlich der Tatsache, dass sie zu einer frühen Ehe gezwungen werden und von der Schule ausgeschlossen werden.



Rohingya in Bangladesch: Aktuelle Situation


Das Flüchtlingslager Cox's Bazar ist ein Bezirk bzw. eine Stadt in Bangladesch. Rund 800.000 Rohingya Flüchtlinge werden dort in unterschiedlichen Lagern und Zentren beherbergt, die von UNICEF unterstützt werden.

UNICEF arbeitet mit Hochdruck daran, die Hygienemaßnahmen zu verbessern und die Menschen zu schützen.

2019 wurden die notwendige Infrastruktur und die Grundversorgung geschaffen, die das Wohlergehen der Kinder in den Flüchtlingslagern deutlich verbessert hat.

UNICEF-Helfer üben mit den Kindern, wie sie sich richtig die Hände waschen und weitere Hygienemaßnahmen. Distance Learning wird zum Schutz der Kinder forciert. Dabei helfen sowohl Arbeitsbücher und Lernmaterialien als auch alternative Lernformen, wie Unterricht über das Radio.



So hilft UNICEF den Kindern in Bangladesch


  • Wir stellen lebensrettende Gesundheits- und Ernährungsdienste für Kinder und Schwangere bereit.
  • Wir organisieren die Wasserversorgung und Verbesserung der sanitären Infrastruktur und Technologie sowie die Hygieneförderung.
  • Wir bieten Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und Berufsausbildungen, auch für Jugendliche und Kinder mit Behinderungen. Darüber hinaus entwickeln wir einen Lehrplan für Myanmar für eine Verbesserung des Bildungssystems.
  • Wir verbessern den Zugang zu Schutzdiensten für Kinder. Dazu zählen unter anderem psychosoziale Unterstützung und die Bekämpfung von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch.


Eine bessere Zukunft durch eine Ausbildung

Eine fehlende Perspektive auf eine Ausbildung oder fehlende Erfahrung für einen Job sind die größten Herausforderungen für Jugendliche in Cox's Bazar.

Jugendliche Rohingya bekommen unter anderem Ausbildungen im Bereich Elektrotechnik in einem von UNICEF unterstützten Mehrzweckzentrum im Flüchtlingslager Balukhali in Cox’s Bazar.

Seit 2018 unterrichtet Jaber Uddin Jugendliche. "Ich habe das Gefühl, dass ich jungen Menschen beibringe, wie man Licht an einen Ort bringt, an dem Dunkelheit herrscht. Ich zeige ihnen, wie man Sonnenkollektoren, Lampen, Ventilatoren und so weiter befestigt und baut", erklärt er.

"Ich vermittle ihnen Fähigkeiten, die sie in ihre Gemeinde mitnehmen können. Und ihnen hoffentlich eine bessere Zukunft beschert.“



Ihre Spende macht einen Unterschied



30 Euro machen Kinder mit 93 Packungen Erdnusspaste satt.

70 Euro versorgen 15 Kinder mit Schul- und Lernsachen.

100 Euro retten Kinder mit 650 Packungen Polioimpfstoff.

Freier Betrag: Bitte bestätigen Sie mit der Enter-Taste.




Häufige Fragen zu Rohingyas & Kindern auf der Flucht

UNICEF leistet psychosoziale Hilfe für Familien auf der Flucht und hat sogenannte kinderfreundliche Zonen eingerichtet. Dies ist ein abgegrenzter Bereich, in dem sich Kinder und Mütter aufhalten, erholen und ein Stück Normalität im Chaos erfahren können. Zusätzlich versorgen wir sie mit Essen, Medizin und unterschiedlichen Lernformen bzw. Unterricht.

Die weltweite COVID-19 Pandemie gefährdet jeden zusätzlich, der in überfüllten Gebieten mit beschränktem Zugang zu Hygiene, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung lebt. Es ist inakzeptabel, dass die Angst vor COVID-19 zur Diskriminierung von Flüchtlingen und Migranten beiträgt. Wie das vermieden werden kann, können Sie in dem Leitfaden gegen Soziale Stigmatisierung nachlesen. Die Hilfe für Kinder und Familien, die in humanitären Notlagen gefangen sind, muss während der aktuellen Pandemie erst recht verstärkt werden. 

Wir informieren die Menschen darüber, wie sie sich schützen können und liefern Hilfsgüter wie Seife, Schutzbrillen und Handschuhe. Das gilt sowohl für die Flüchtlinge als auch für medizinisches Personal und andere Helfer. Die Kinder werden, wenn möglich, mittels Fernlehre erreicht.

Ja! Das UNICEF-Warenlager in Kopenhagen arbeitet weiterhin auf Hochtouren und versorgt Kinder und medizinisches Personal auf der ganzen Welt mit wichtigen Hilfsgütern. Natürlich werden auch die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch nach wie vor beliefert.