UNICEF hilft den geflüchteten Rohingya in Bangladesch

Nach Ausbruch massiver Gewalt im Rakhaing-Staat am 25. August 2017 mussten mehr als 702.000 Rohingya von Myanmar nach Bangladesch fliehen , rund 380.000 davon sind Kinder. Die hohe Anzahl an Flüchtlingen hat die bestehenden Lager schnell überfordert, die Menschen suchen Schutz, wo auch immer er sich bietet. Vor allem Kinder sind nun gefährdet.
Da viele ohne ihre Familien ankommen, müssen sie vor Ausbeutung geschützt werden. Zusätzlich fehlt es an sauberem Wasser, Essen und Medikamenten. Die Monsun und Zyklon Saison droht die Flüchtlingslager zu zerstören. Drohende Überflutungen führen dazu, dass die Kinder durch Krankheiten gefährdet sind, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden.

Bitte unterstützen Sie UNICEF bei der weltweiten Nothilfe, um den geflüchteten Kindern in Bangladesch zu helfen. Ihre Spende rettet Leben!


Die Lage vor Ort

Gefahren durch die Monsun-Saison

Ein Bub sitzt vor seiner überschwemmten Unterkunft.
© UNICEF/UN0204929/Sokol
Die Monsun-Saison hat noch gar nicht richtig begonnen, dennoch zerstörten Vorläufer bereits Unterkünfte der Flüchtlinge.

Die Monsun-Saison verschärft das Leid der Rohingya. Stürme und Überflutungen zerstören Ihre Unterkünfte, zahlreiche Familien werden obdachlos.

Bereits jetzt wurden 46 Lernzentren, drei Behandlungszentren für Durchfall und zehn frauenfreundliche Zonen vom starken Regen und Erdrutschen beschädigt.

Die Region Cox Bazar zählt zu den besonders stark von Überschwemmungen betroffenen Gebieten in Bangladesch. UNICEF schätzt, dass bereits über 100.000 Menschen, darunter rund 55.000 Kinder, durch Überschwemmungen und Erdrutsche bedroht sind. Je nach Intensität der Regenfälle kann diese Zahl auf bis zu 200.000 Menschen steigen.

Überschwemmungen bedrohen die Latrinen und Wasserversorgung in den Flüchtlingslagern. Dies führ zur Kontaminierung des Wassers und im schlimmsten Fall zu tödlichen Durchfallerkrankungen. Daher wurden Lager mit Hygieneartikeln angelegt und die Wasserversorgung sichergestellt. 

 

 

Situation der Rohingya in Bangladesch und Myanmar

Eine Rohingya Familie sitzt vollkommen erschöpft am Strand.
© UNICEF/UN0120423/Brown
Bangladesch: Nach der fünfstündigen Bootsüberfahrt ist diese Rohingya-Familie am Ende ihrer Kräfte.

720.000 Rohingya Kinder brauchen Hilfe. In Bangladesch sind sie durch die kommende Zyklon-Saison gefährdet, jene, die in Myanmar verblieben sind leiden unter Gewalt und der Verwehrung ihrer Grundrechte. 185.000 Kinder leben noch in Rakhine (Myanmar) unter ständiger Angst um ihre körperliche Unversehrtheit, gerade der Zugang zu diesen Kindern ist sehr schwierig. Um auch wirklich alle Kinder erreichen zu können, müssen die Hilfsorganisation Zutritt zu dem kompletten Gebiet bekommen.

In Bangladesch sind die Kapazitäten bereits ausgereizt, bestehende Flüchtlingslager sind vollkommen überfüllt. Daher leben viele Flüchtlinge in provisorischen Lagern, um allen Menschen Unterschlupf geben zu können. Die kommende Monsun und Zyklon Saison gefährdet die schlecht befestigten Flüchtlingslager und erhöht die Gefahr für die Kinder, an wasserbedingten Krankheiten zu erkranken (z.B: Cholera). 

Momentan werden vor allem Notunterkünfte, sauberes Wasser, Medikamente und Essen benötigt. UNICEF und andere Organisationen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, so vielen Rohingya wie möglich zu helfen. Viele der provisorischen Lager sind allerdings schwer zu erreichen.



In diesen Bereichen wird geholfen

WASH - Wasser & Hygiene

Es wurden bereits mehr als 300 Brunnen und 3.000 Latrinen in den Flüchtlingslagern gebaut. Durch Wasser übertragene Krankheiten stellen ein immer größeres Problem für die Flüchtlinge da, vor allem in den provisorischen Lagern. UNICEF hilft mit Wasserreinigungstabletten und Seife. Gemeinsam mit Partnern bauen wir neue Brunnen und reparieren beschädigte. Daher werden noch weitere 2.625 Wasserstellen und Brunnen gebaut, ca. 15.000 Latrinen installiert und Gesundheitszentren werden zusätzlich mit frischem Wasser beliefert.

Gesundheit

Um eine drohende Cholera-Epidemie (eine Durchfallerkrankung die vor allem bei Kindern zum Tod führen kann) zu verhindern, starteten wir neben den bereits genannten Maßnahmen eine großangelegte Impfkampagne, mit der ab 10.10.2017 Kinder ab einem Jahr erreicht werden sollen. 900.000 Impfstoffe sind bereits vor Ort.

Ernährung

Seit Ende August wurden mehr als 70.000 Kinder auf schwere, akute Mangelernährung untersucht, die knapp 3.000 entdeckten Fälle erhielten dann unsere Spezialnahrung.

Zusätzlich erhielten mehr als 75.000 Kinder und stillende Mütter Mikronährstoffe, um kleinere Mängel auszugleichen. 

Mit Partnerorganisationen wird beständig daran gearbeitet, die Anzahl der mobilen Gesundheitsteams und der Gesundheitsstationen zu erhöhen.

Bildung & psychosoziale Unterstützung

Wir errichten kinderfreundliche Zonen. Dort können die Kinder spielen und ihre Sorgen vergessen. Zusätzlich ist Personal mit psychosozialer Ausbildung vor Ort, um die Kinder zu beobachten und ihnen dabei zu helfen, ihre Traumata zu verarbeiten. Zusätzlich wurden Notschulen in Zelten in den provisorischen Flüchtlingslagern aufgebaut, damit die Kinder weiter lernen können.

Rabia spielt mit einer Springschnur und strahlt.
© UNICEF/UN0120154/Brown
Bangladesch: Kinderfreundliche Zonen helfen den Kindern ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Hier spielt die zehnjährige Rabia mit ihren Freundinnen vor dem Eingang einer solchen Einrichtung.


Bitte unterstützen Sie unsere weltweite Nothilfe und damit die Rohingya-Kinder.
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