Yasin ist mit einem Turban am Kopf im Zentrum, dahinter sind noch andere Kinder.
© UNICEF/UN0119119/Brown
Bangladesch: Der achtjährige Yasin ist vor kurzem im Kutupalang Flüchtlingslager in der Nähe der Stadt Cox's Bazar.

Hilfe für die geflüchteten Rohingya in Bangladesch

Nach Ausbruch massiver Gewalt im Rakhaing-Staat am 25. August 2017 mussten mehr als 622.000 Rohingya von Myanmar nach Bangladesch fliehen, schätzungsweise 60% davon sind Kinder. Die hohe Anzahl an Flüchtlingen hat die bestehenden Lager schnell überfordert, die Menschen suchen Schutz, wo auch immer er sich bietet. Vor allem Kinder sind nun gefährdet.
Da viele ohne ihre Familien ankommen, müssen sie vor Ausbeutung geschützt werden. Zusätzlich fehlt es an sauberem Wasser, Essen und Medikamenten. Einer drohenden Cholera-Epidemie wird nun mit einer großangelegten Impfkampagne entgegengewirkt - 900.000 Impfstoffe sind bereits vor Ort.

Bitte unterstützen Sie UNICEF bei der weltweiten Nothilfe, um den geflüchteten Kindern in Bangladesch zu helfen. Ihre Spende rettet Leben!


Die Lage der Rohingya in Myanmar und Bangladesch

Eine Rohingya Familie sitzt vollkommen erschöpft am Strand.
© UNICEF/UN0120423/Brown
Bangladesch: Nach der fünfstündigen Bootsüberfahrt ist diese Rohingya-Familie am Ende ihrer Kräfte.

Nach Eskalation der Gewalt gegen die muslimischen Rohingya in Myanmar Ende August, setzte ein massiver Flüchtlingsstrom ein. Mehr als 622.000 Rohingya flüchteten unter großen Strapazen und riesiger Gefahr ins benachbarte Bangladesch. 

Dort sind die Kapazitäten bereits ausgereizt, bestehende Flüchtlingslager sind vollkommen überfüllt. Daher entstehen momentan provisorische Lager, um allen Menschen Unterschlupf geben zu können. Die neuen Gebiete, die nun für Flüchtlinge offen stehen, befinden sich vor allem in Unchiprang, Moiner Gona, Jamtoli, Burmapara/Thangkali, Rubber Garden und Hakimpara.

Momentan werden vor allem Notunterkünfte, sauberes Wasser, Medikamente und Essen benötigt. UNICEF und andere Organisationen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, so vielen Rohingya wie möglich zu helfen. Viele der provisorischen Lager sind allerdings schwer zu erreichen.


Ihre Spende hilft den Rohingya-Kindern vor Ort

Das improvisierte Flüchtlingslager ist zu sehen. Es besteht aus einfachen Hütten, die nur Planen als Dach haben.
© UNICEF/UN0120428/Brown
Mehr als 400.000 Rohingya sind bisher von Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die meisten werden in improvisierten Flüchtlingslagern wie diesem hier (Balukhali Lager, Bezirk Cox's Bazar) untergebracht.

Mehr als 60% der 622.000 geflohenen Rohingya sind Kinder, daher verstärken wir unsere Nothilfemaßnahmen täglich.

  • Am 24.09.2017 erreichte ein Flugzeug aus Kopenhagen Bangladesch. Mit an Bord waren 100 Tonnen Wasserreinigungstabletten, Hygiene-Sets für Familien und weitere Materialien für Sanitäreinrichtungen, Multifunktionsplanen aus Plastik, Nahrungsergänzungsmittel und Notnahrung, sowie Spielzeug und Lernsachen.

  • Zusätzlich wurde bereits eine einwöchige Impfkampagne durchgeführt. 160.000 Kinder unter 15 Jahren wurden gegen Masern, Röteln und Polio geimpft, unterstützt durch UNICEF und der WHO.

  • Wasser-Trucks versorgen die Bezirke Ukhiya und Teknaf mit 54.000 Liter frischem Wasser, damit werden 200.000 Menschen erreicht.


In diesen Bereichen wird geholfen

WASH - Wasser & Hygiene

Es wurden bereits mehr als 300 Brunnen und 3.000 Latrinen in den Flüchtlingslagern gebaut. Durch Wasser übertragene Krankheiten stellen ein immer größeres Problem für die Flüchtlinge da, vor allem in den provisorischen Lagern. UNICEF hilft mit Wasserreinigungstabletten und Seife. Gemeinsam mit Partnern bauen wir neue Brunnen und reparieren beschädigte. Daher werden noch weitere 2.625 Wasserstellen und Brunnen gebaut, ca. 15.000 Latrinen installiert und Gesundheitszentren werden zusätzlich mit frischem Wasser beliefert.

Gesundheit

Um eine drohende Cholera-Epidemie (eine Durchfallerkrankung die vor allem bei Kindern zum Tod führen kann) zu verhindern, starteten wir neben den bereits genannten Maßnahmen eine großangelegte Impfkampagne, mit der ab 10.10.2017 Kinder ab einem Jahr erreicht werden sollen. 900.000 Impfstoffe sind bereits vor Ort.

Ernährung

Seit Ende August wurden mehr als 70.000 Kinder auf schwere, akute Mangelernährung untersucht, die knapp 3.000 entdeckten Fälle erhielten dann unsere Spezialnahrung.

Zusätzlich erhielten mehr als 75.000 Kinder und stillende Mütter Mikronährstoffe, um kleinere Mängel auszugleichen. 

Mit Partnerorganisationen wird beständig daran gearbeitet, die Anzahl der mobilen Gesundheitsteams und der Gesundheitsstationen zu erhöhen.

Bildung & psychosoziale Unterstützung

Wir errichten kinderfreundliche Zonen. Dort können die Kinder spielen und ihre Sorgen vergessen. Zusätzlich ist Personal mit psychosozialer Ausbildung vor Ort, um die Kinder zu beobachten und ihnen dabei zu helfen, ihre Traumata zu verarbeiten. Zusätzlich wurden Notschulen in Zelten in den provisorischen Flüchtlingslagern aufgebaut, damit die Kinder weiter lernen können.

Rabia spielt mit einer Springschnur und strahlt.
© UNICEF/UN0120154/Brown
Bangladesch: Kinderfreundliche Zonen helfen den Kindern ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Hier spielt die zehnjährige Rabia mit ihren Freundinnen vor dem Eingang einer solchen Einrichtung.


Bitte unterstützen Sie unsere weltweite Nothilfe und damit die Rohingya-Kinder.
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