UNICEF hilft Kindern in Malawi

Malawi liegt in Südostafrika. Neben Armut ist auch das ein großes Problem. Malawi wird regelmäßig von El Niño betroffen, einem Wetterphänomen das in großen Teilen Afrikas für regelmäßige Dürren und Ernteausfällen sorgt, was vor allem Kinder mit Mangelernährung bedroht. Der Klimawandel bedroht Malawi ebenso wie andere Länder des Kontinents.

Im Jahr 2019 wurde das Land neben anderen von den Hurrikanen Idai und Kenneth getroffen. Während solcher Naturkatastrophen, hilft UNICEF vor allem mit Hilfsgütern. Wasser, Essen, Schulsachen und Notzelte sind dabei besonders häufig im Einsatz. Impfstoffen, Notlatrinen und sauberes Wasser helfen dabei vor allem, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Ein weiteres großes Problem bereit HIV bzw. Aids. Viele Kinder wachsen als Waisen auf, weil sie früh ihre Eltern verlieren und selbst angesteckt sind. Wir helfen diesen Kindern mit der Unterstützung von Waisenhäusern, der Suche nach Pflegefamilien und der Versorgung mit medizinischen Diensten und Essen. Bildung wird in Form von Schulen, Lernmaterialien und kinderfreundlichen Zonen bereitgestellt..

UNICEF hilft vor Ort - Malawi

Die Geschichte von Annie und ihren Kindern


Baby Ndaziona war gerade erst zwei Tage auf der Welt, als ihre Mutter Annie beschloss, mit ihr und den älteren Geschwistern zu fliehen. Seit vier Tagen hatte es ununterbrochen geregnet. Mitten in der Nacht wachte sie auf. "Ich schaute nach draußen und sah das Wasser schon auf uns zukommen", erzählt sie. Sie wusste, ihr kleines Haus aus Stroh und Lehmziegeln würde den Wassermassen nicht standhalten. "Ich nahm die Kinder und rannte." Sie war gerade ein paar Meter weg, da brach das Haus zusammen. Annie ist bewusst, wie knapp sie dem Tod entronnen sind. "Die Kinder weinten, und ich hatte solche Angst."


Mit ihren Kindern Chimwemwe (10), Usta (7), Alefa (5) und Baby Ndaziona verbrachte Annie die folgende Nacht gemeinsam mit acht weiteren Familien beim Dorfältesten. Danach gingen sie in das Notlager von Bangula Admac. Dort leben sie jetzt seit zwei Wochen. Ihre Unterkunft ist eine alte Markthalle. Über 5.300 Menschen suchten hier Schutz – viele von ihnen aus Mosambik, wo die Flut noch schlimmer war als in Malawi.

Jetzt, da der Regen endlich aufgehört hat, ist es sehr heiß in der Notunterkunft. Die Menschen suchen Schatten unter dem Dach oder den Bäumen. Die Halle hat keine Wände, die Menschen sind Wind und Wetter ausgeliefert. Frauen kochen in schweren Eisentöpfen oder tragen Wasser auf dem Kopf. Einige Händler verkaufen Obst oder Donuts.

Isaac Falakeza leitet das Camp. Er ist ein ehemaliger Lehrer. "Es ist total überfüllt hier, aber wir versuchen, jedem zu helfen," sagt er. Die UNICEF-Nothilfe ist angelaufen: Hilfsgüter wie Eimer, Seife und Hygieneartikel werden in die betroffenen Gebiete in Süd-Malawi gebracht. Dank Vorräten im Land ist UNICEF gut auf den Katastrophenfall vorbereitet und kann die Familien schnell mit dem Nötigsten versorgen: Mittel gegen Durchfall, Antibiotika und Malaria-Netze.


Eines der wichtigsten Hilfsgüter, das Annie von UNICEF erhalten hat, ist ein blauer Kübel. Den braucht sie, um Wasser vom Brunnen zu holen. Ein kostbarer Besitz für sie, die nichts mehr hat. Zehn Minuten muss sie bis zum Brunnen laufen. Im Dorf hat sie ihr zerstörtes Haus gesehen: Nur noch das Strohdach ist übrig geblieben, alles andere ist dem Erdboden gleich. "Ich würde gern wieder nach Hause. Das Camp ist kein Platz für ein Baby", sagt sie. Für den Wiederaufbau hat sie kein Geld, sie verdient nur etwas über einen Euro am Tag als Wäscherin oder durch den Verkauf von Feuerholz. "Das meiste gebe ich gleich wieder aus für Gemüse oder Maismehl."


Zurück im Camp zeigt ihr UNICEF-Mitarbeiter Allan Kumwenda, wie sie den "Wasser-Wächter" benutzt, einen kleinen Plastikbehälter. Allan Kumwenda träufelt ein paar Tropfen Chlor ins Wasser und prüft anhand einer Farb-Skala, ob es sicher zum Trinken ist. "Direkt an der Pumpe ist das Wasser noch sauber. Aber beim Transport kommen dann Schmutz und gefährliche Keime hinein", erklärt er. Diese können gefährliche Krankheiten wie Cholera verursachen, die für Kinder lebensbedrohlich sein können. Der "Wasser-Wächter" schützt Annie und ihre Familie. Annie freut sich: "Jetzt muss ich keine Angst mehr um meine Kinder haben."



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