Schützen wir Kinder vor den Folgen des Coronavirus

Während die gesundheitlichen Symptome bei Kindern bislang mild sind, leiden Kinder stark unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie. Durch die Überlastung der Gesundheitssysteme verpassen sie überlebenswichtige Impfungen und Untersuchungen.

Schulschließungen rauben Millionen Kindern die Chance auf Bildung. Die Zahl der Kinder, die an Mangelernährung leiden, steigt durch die Pandemie um 14 Prozent. Und 150 Millionen Kinder sind zusätzlich in die Armut gerutscht.
Das dürfen wir nicht zulassen!

Wir machen uns im Jahr 2021 bereit, Milliarden Menschen mit der Coronavirus-Impfung zu erreichen. Bitte helfen Sie uns im Kampf gegen das Virus - und passen Sie in dieser Ausnahmesituation auf sich und Ihre Liebsten auf!



Die zweite Welle der Pandemie in Indien ist viermal so stark wie die erste Welle und breitet sich viel schneller aus. Krankenhäuser und Gesundheitszentren in ganz Indien sind kritisch überfüllt und haben Schwierigkeiten, mit der überwältigenden Anzahl neuer Fälle fertig zu werden. Krankenhausbetten, medizinische Grundversorgung und Sauerstoff sind am Ende ihrer Kapazitäten. 

Wir brauchen Ihre Hilfe!



Kinder als unsichtbare Opfer der Pandemie

„Während der COVID-19-Pandemie hält sich bis heute die Vorstellung, dass Kinder kaum von der Krankheit betroffen sind. Nichts könnte weniger zutreffen“, erklärt UNICEF Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

„Kinder können erkranken und das Virus verbreiten. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs der Pandemie. Die Unterbrechung lebenswichtiger Hilfen und Dienstleistungen sowie steigende Armutsraten sind die größten Bedrohungen für Kinder. Je länger die Krise andauert, so gravierender sind ihre Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden der Kinder. Die Zukunft einer ganzen Generation ist in Gefahr.“

So ist es leider eine traurige Gewissheit, das die indirekten Folgen Kinder am schwersten treffen. Die bisherigen Folgen können Sie in unserem Newsbeitrag „Eine verlorene COVID-19 Generation verhindern“ nachlesen.



Was haben wir mit Ihrer Hilfe 2020 erreicht?


  • Wir haben 3 Milliarden Menschen über die Prävention und Behandlung des Coronavirus informiert, zum Beispiel mit Kampagnen über richtiges Händewaschen an Schulen.
  • 1,8 Millionen Mitarbeiter des Gesundheitswesens wurden mit persönlicher Schutzausrüstung wie Schutzbrillen und Einweghandschuhen ausgestattet.
  • 45,5 Millionen Haushalte, die finanziell besonders stark unter der Pandemie leiden, wurden zusätzlich mit Sozialhilfemaßnahmen unterstützt.
  • In 56 Länder wurden 2,5 Millionen Corona-Testkits zur Verfügung gestellt.
  • Damit Kinder trotz COVID-19 weiterlernen können, haben wir gemeinsam mit unseren Partnern dafür gesorgt, dass im Fall von Schulschließungen online und offline Lernmaterialien zur Verfügung stehen.


Wie geht es 2021 weiter?

Wir machen uns bereit für die Auslieferung eines Corona-Impfstoffes, um auch in den abgelegensten Orten Risikopersonen und Gesundheitspersonal impfen zu können. Dazu werden bereits jetzt Spritzen und andere notwendige Hilfsgüter beschafft sowie Kühlketten überprüft. 

UNICEF plant im kommenden Jahr über zwei Milliarden Spritzen zu beschaffen. In der Planung von großflächigen Impfkampagnen und der Lieferung von Impfstoffen greifen wir auf jahrzehntelange Erfahrung und Expertise zurück.

Wir müssen außerdem sicherstellen, dass Kinder weiterhin Zugang zu Impfungen gegen Krankheiten wie Masern und anderen überlebenswichtigen Hilfsgütern erhalten. Helfen Sie uns jetzt dabei, Kinder und Familien vor vermeidbaren Krankheiten zu schützen: Alles über Impfungen.



Bildung in Coronazeiten

Vor allem in der Zeit des Coronavirus ist die Förderung von Bildung wichtiger als je zuvor. In Österreich haben Kinder, Eltern und Lehrer sich schwierigen Herausforderungen stellen müssen.

In vielen Ländern findet der reguläre Unterricht in ländlichen Regionen schon seit Jahren per Radio statt. Die damit verbundene Flexibilität bietet allen Kindern einen Zugang zu Bildung - nicht nur in Zeiten des Coronavirus.

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen und in Abstimmung mit Regierungen produzieren wir Unterrichtsmaterial, das per Radio an die Kinder gesendet wird.

So auch an der Elfenbeinküste: Der elfjährige Seri aus dem Südwesten des Landes. Er freut sich aber auch schon wieder auf die Schule: "Ich bin froh, dass die Schule nächste Woche beginnt, weil ich meine Freunde vermisse."



Ihre Spende macht einen Unterschied!





Fragen & Antworten zum Coronavirus

Was bedeutet COVID-19 überhaupt?

Die durch den neuen Coronavirus-Stamm verursachte Krankheit, die erstmals in Wuhan, China, identifiziert wurde, wurde als Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bezeichnet. „CO“ steht für Corona, „VI“ für Virus und „D“ für Krankheit (engl. "disease"). Zuvor wurde diese Krankheit als "2019-nCoV"("2019 novel coronavirus", also "neuartiges Coronavirus 2019") bezeichnet. Weitere allgemeine Informationen zum Virus können Sie aber auch in unserem Newsbeitrag "Coronavirus: Informationen für Eltern" nachlesen.

Wie sollte man mit Kindern über die derzeitige Krise sprechen?

Wir alle sind überwältigt von der Fülle an Informationen und Nachrichten über die Verbreitung des Coronavirus, die uns jeden Tag erreichen. Auch für Kinder kann es beunruhigend und verwirrend sein, was sie im Fernsehen, im Internet oder in den sozialen Medien sehen oder von anderen Menschen hören. Das kann Angst, Stress oder Traurigkeit bei ihnen auslösen. Deshalb ist es wichtig, offen mit Kindern darüber zu sprechen. Lesen Sie alles zu diesem Thema in unserem Newsbeitrag "Coronavirus (Covid-19): Wie soll man mit Kindern darüber sprechen?" nach.

Wird ein Coronavirus-Impfstoff sicher sein?

In jedem Land gibt es Aufsichtsbehörden, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen überwachen, bevor diese auf breiter Basis eingesetzt werden. Weltweit koordiniert die WHO eine Reihe unabhängiger Fachgremien, die die Sicherheit von Impfstoffen vor und sogar nach ihrer Einführung überprüfen. Impfstoffe, die von der WHO zur Verwendung zugelassen werden, durchlaufen strenge Tests und klinische Prüfungen. COVID-19-Impfstoffe können nur dann die erforderlichen behördlichen Zulassungen erhalten, wenn sie strenge Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards erfüllen.

Sollte mein Kind einen Impfstoff gegen COVID-19 erhalten?

Um die Morbidität von COVID-19 zu senken und unser Gesundheitssystem zu schützen, werden gewisse Bevölkerungsgruppen prioritär behandelt. Dazu zählen Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Sozialarbeiter und Menschen mit hohem Risiko für schwere Erkrankungen, wie z.B. ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Erst im nächsten Schritt könnten die Impfstoffe dann auch für Kinder relevant werden. Wir raten dazu, sich beim Gesundheitsministerium zu informieren.

Wo finde ich weitere Informationen zum Coronavirus?

Weitere Informationen zum Coronavirus und unserer Arbeit finden Sie in englischer Sprache auf der internationalen Seite von UNICEF.

Die WHO hat auf ihrer Website Fragen und Antworten zur Krankheit veröffentlicht.

Wie wirkt sich das Coronavirus auf geflüchtete Kinder und Familien aus?

Die weltweite COVID-19-Pandemie gefährdet jeden zusätzlich, der in überfüllten Gebieten mit beschränktem Zugang zu Hygiene, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung lebt. Es ist inakzeptabel, dass die Angst vor Corona zur Diskriminierung von Flüchtlingen und Migranten beiträgt. Die Hilfe für Kinder und Familien, die in humanitären Notlagen gefangen sind, muss während der aktuellen Pandemie erst recht verstärkt werden.

Was tut UNICEF, um geflüchteten Kindern zu helfen?

Mit dem Anstieg der Zahl der Flüchtlinge und Migranten an der türkisch-griechischen Grenze und der COVID-19-Pandemie sind in beiden Ländern nun neue Bedürfnisse entstanden. UNICEF verstärkt daher seine Hilfe vor Ort mit zusätzlichen Mitteln in Griechenland zur Finanzierung von Hygieneförderung, Hygienekits und Impfstoffen und in der Türkei zur Finanzierung der Verteilung von Grundversorgungsgütern und grundlegenden Dienstleistungen an Kinder und ihre Familien.